Inspiration sucht Geist, Papier und Echo
Was ist denn der Glaube?
Er ist ein Rechnen mit
der Erfüllung dessen,
worauf man hofft,
ein Überzeugtsein von
der Wirklichkeit
unsichtbarer Dinge.
(Hebr 11,1; NGÜ)
Empfinden und Spüren.
Vernehmen und Zulassen.
Aus dem Füllhorn
des unübersichtlichen Lebens
fließen Lichtmomente
ins Bewusstsein.
Sie durchdringen
den grauen Schleier
des Unerkennbaren
und manifestieren sich
zur gedanklichen Anregung,
zur Inspiration,
zu sich entwickelnden Highlights
individueller Erkenntnis,
zu Perlen der Liebe,
zu Geschenken göttlichen Gebens.
In einem kurzen Augenblick
entscheidet sich:
Werden sie übergangen
und schnell wieder vergessen
oder überspringen sie
die Hürden der Trägheit,
der Bequemlichkeit?
Sind sie willkommen?
Finden sie Anklang,
berühren sie
und regen sie kreativ an?
Finden sie Zeit und Raum,
Bereitschaft,
weitergedacht zu werden.
Finden sie Anerkennung,
um gewürdigt zu werden
und sich entfalten zu dürfen?
Sind sie klar genug,
um eine Tür zu verborgenen
Zusammenhängen zu öffnen?
Sind sie stark genug,
den Geist des Empfängers
zu aktivieren und zu beflügeln?
Sind sie würdig genug,
ausformuliert und auf Papier
festgehalten zu werden?
Ich vertiefe mich ins Gebet,
öffne mich der Inspiration
und konzentriere mich
auf das Werdende.
Jetzt oder nie! Ich bin bereit.
Ohne langes Nachdenken
nehme ich mir Zeit
und lasse sich entwickeln,
was sich zeigen will.
Ich greife zur Feder,
zum Bleistift.
Die Gedanken fügen sich.
Sie fließen.
Die Hand schreibt und schreibt.
Dankbar reihen sich
zufallende Gedanken
in Sätze und Abschnitte.
Fruchtbar weitet sich die Inspiration
und ergießt sich
in immer wieder neue
Zusammenhänge,
Fragen und Antworten,
in Neuland, in Festland,
in Helligkeit und Erkenntnis,
bis es vollbracht ist,
bis sich die Inspiration
ausgestaltet hat.
Nun sucht sie dich.
Sie sucht nach
Offenheit bei dir.
Sie möchte dich berühren,
dich anregen.
Sie sucht dein Echo.
Sie möchte auch dir
eine himmlische Perle sein.
Bewegt von Liebe,
geleitet im Geist
und getragen von Gottvertrauen
entsteht das Erhoffte
aus dem Unsichtbaren,
aus dem ‚Noch nicht‘
zum ‚Es ist vollbracht‘.
Gott sei Dank dafür!

