In Gottes Gegenwart finde ich Ruhe
Ich singe:
Refrain:
Wo immer ich bin, du bist da.
Wo immer ich hingehe, du bist mir nah.
Was immer geschieht, wie immer mir ist,
du bist da, bist mir nah, bist mit mir.
Um mich stürmt es, es rüttelt und tobt,
ich werde bedrückt, bedrängt und erprobt,
doch inmitten des Sturmes ist Ruh‘,
denn, mitten im Sturm – da bist du.
Du hoffst, dass ich dich finde,
trotz aller Ängste mit dir mich verbinde,
trotz aller Zweifel dir ganz fest vertraue
und felsenfest auf deine Hilfe baue.
Denn, du bist gut und leise,
du gibst und liebst auf deine Weise,
du füllst mit Segen, Geist und Kraft;
deine Liebe in mir Frieden schafft.
Und bete:
Du Herr, mein Gott, meine Sehnsucht und Liebe.
Ich schließe die Augen, um dich besser zu erkennen
und ich öffne mein Herz, um dich leichter zu erspüren.
In Gedanken komme ich jetzt zu dir,
voller Vertrauen, voller Hoffnung und voller Zuversicht.
Ich öffne die Tür zu deinem Raum der Stille und trete ein.
Noch geblendet von den Scheinwerfern der Welt
umgibt mich dunkel, doch ich spüre deine wohltuende
Gegenwart und Nähe.
Ruhe und Geborgenheit umgeben mich, hüllen mich ein.
Wärme und Gelassenheit durchströmen mich.
Ich atme bewusst ein und aus.
Ich atme dich ein und lasse los.
Ich lasse meine Belastung mit meinem
Atem aus mir herausfließen
und atme deine Kraft und deine Güte ein.
Ist es frische Erde, ist es Rosenduft,
ist es Thymian, Minze oder Salbei?
Es ist, was mir guttut.
Es ist, was ich gern rieche.
Es ist, was mich beruhigt.
Ich lasse völlig los und gebe mich ganz hin.
Ich gebe mich dir ganz hin.
Ich lasse mich von dir durchdringen,
immer mehr und immer stärker.
Ich spüre dich in meinen Armen und Beinen.
Ich spüre, wie du mich löst,
wie du mich herauslöst aus meiner Verkrampfung,
wie du mich loslöst aus meiner Verstrickung,
wie du mich abhältst
vom Planen, Nachdenken und Festhalten.
Ich spüre, wie du mich von Spannungen befreist
und von Anspannungen erlöst.
Meine Verhaftung weicht und ich werde weich.
Ich verspüre eine ungeahnte Leichtigkeit.
Es ist mir, als würde ich schweben.
Schwebe ich? Ja ich schwebe!
Ich liege in deiner Hand.
Leben liegt in deiner Hand.
Mein Schicksal liegt in deiner Hand.
Ich werde von dir gehalten und getragen,
umgeben und beschützt, verstanden und geliebt.
Ich bin, wie ich bin und darf so sein.
Nichts und niemand bedrängt mich.
Nichts und niemand fordert mich.
Nichts und niemand raubt mir Kraft.
Ich fühle mich schwerelos, losgelöst und gelassen.
Ich bin schwerelos, losgelöst und gelassen.
Ich genieße die Ruhe,
die Geborgenheit, den inneren Frieden.
Herr, ich genieße deine Nähe und Gegenwart.
Ich spüre dich auch in meinem Kopf
und in meinen Gedanken.
Was so dringend und wichtig war,
liegt jetzt bei dir und du kümmerst dich darum.
Was mich bedrängt und bestürmt hat, ist weit weg.
Du bist jetzt wichtig.
Das, was du mir gibst ist wichtig.
Es macht mich heil und ganz.
Ich empfinde:
Ausruhen – ausspannen –
Stille aushalten, dich annehmen.
Deine Liebe annehmen,
mich verwöhnen lassen, mich lieben lassen.
Das tut gut. Das ist gut. Du bist gut!
Auch in meinem Herzen wird es still.
Es ist in dir geborgen.
Der Sturm der hin und her zerrenden Gefühle
hat sich gelegt.
Die Nebel meiner widersprüchlichen Gedanken
und Wünsche sind verzogen.
Die Blitze meines unbeugsamen Willens
und Wollens sind verschwunden.
Mein Herz ist wie reingewaschen,
frisch, klar, edel.
So gefällt es mir.
So sollte es immer sein.
Herr, mache mich auf ewig rein.
Und bete wieder:
In deiner Gegenwart, bin ich nun geborgen.
In deiner Gegenwart, begegnet mir mein Sinn.
In deiner Gegenwart entfernen sich die Sorgen.
In deiner Gegenwart, erfahr ich, wer ich bin.
Du bist groß und du bist gut,
du bist barmherzig und machst Mut.
Du bist geduldig, gütig und erhaben,
an deiner Liebe kann ich mich erlaben.
Du bist gelassen und voller Zuversicht,
selbstlos und stets auf mein Bestes erpicht,
du traust mir vieles zu und gibst mich niemals auf,
du allwissender und allmächtiger Gott,
fülle und leite mich – vollauf!
Beruhigt, gereinigt und erbaut,
in deiner Nähe erweicht und aufgetaut,
gekräftigt, gesegnet und begeistert,
werden nun
die anstehenden Probleme gemeistert.
Mit deiner Hilfe und deiner Kraft,
gewinnen wir jede Meisterschaft.
Mit deinem Geist und mit deinem Segen,
bist du mir stets zugegen.
An dir ist mir gelegen.
In dir möchte ich mich regen
und segnend meine Hände auflegen;
mit dir gemeinsam hegen, pflegen,
Herzen berühren und sie bewegen.
Amen.

