Ich bin es!
Hallo Du!
Wer oder was bist du?
Wo ist dein Platz im Leben?
Was ist deine Aufgabe?
Wie siehst du die Welt, das Leben
und deine Rolle darin?
Das sind tiefgreifende Fragen
an den Verstand und das Bewusstsein.
Das kann man nicht einfach mal so beantworten.
Darüber muss man erst nachdenken
oder gar, es erst herausfinden.
Wie würde ein Kind diese Fragen beantworten?
Vielleicht so:
Wer bist du? – „Ich bin der Peter.“
(Für Kinder ist steht der Name für die Person,
für ihr Wesen und ihre Persönlichkeit.)
Was bist du? – „Ein Kind.“
Wo ist dein Platz im Leben? – „Bei Mama und Papa.“
Was ist deine Aufgabe? – „Ich weiß nicht.“
Ihre Bestimmung ist ja „Kind zu sein“.
Kinder sind da ganz natürlich.
Sie machen sich keine tiefschürfenden Gedanken.
Sie leben einfach.
Lernen und Gehorchen, Kindergarten oder Schule,
sind für sie noch keine Pflichten, sondern meist nur
unvermeidliche Gegebenheiten, die man einfach
hinnimmt. So ist das halt.
Sie sind neugierig und erkunden das Gegebene.
Das gehört zum Überleben.
Um in dieser fremden Welt bestehen zu können,
muss man schließlich viel wissen und können.
Und Lernen geht nun mal am besten mit Offenheit,
Wissbegier, Vertrauen, Gehorsam und Mut;
dem Mut zum Kind sein, dem Mut zur Einordnung
und dem Mut zum Ausprobieren.
Wenn mich jemand Fragen würde,
was würde ich antworten?
Wer bist du?
Halt der Harald, eben so wie ich bin,
mit meinen Begabungen und Fähigkeiten
und auch mit meinen Hoffnungen und Schwächen.
Was bist du?
Ein Mensch. Ein Mann. Ein Vater. Ein Lehrer.
Ein Sportler. Ein Rentner. Ein großes Kind.
Ein Hoffender. Ein Wollender. Ein Suchender.
Ein Christ? Ein Kind Gottes? Ein Gläubiger?
Ein Geheiligter? (Wer entscheidet darüber?)
Manchmal groß, stark und selbstbewusst,
manchmal aber auch klein, schwach, sensibel
und schüchtern.
Wo ist dein Platz im Leben?
Vielleicht in meiner Wohnung, in meinem Beruf,
in meiner Familie, in der Gemeinde,
bei meinen Hobbies, in Gottes Reich.
Vielleicht da, wo ich gerade bin?
So genau weiß ich das nicht.
Was ist deine Aufgabe?
Zu leben, zu lernen, zu arbeiten,
meine Begabungen und Fähigkeiten einzusetzen,
weiterzuentwickeln und mit ihnen
anderen zu dienen,
in meinen Schwächen zu wachsen,
in der Persönlichkeit zu reifen,
zu Gott (zurück) zu finden,
auf ihn zu hören
und mich für ihn zu engagieren.
Was würdest du antworten?
Weil der Hohepriester der Juden, der von Gott
auserwählte und eingesetzte oberste Priester
und Vermittler zwischen den Menschen und Gott
von Jesus selbst hören wollte, dass er ein hochmütiger
und selbstherrlicher Gotteslästerer ist,
um über ihn die Todesstrafe zu verhängen, fragte er ihn
ganz direkt:
„Bist du Christus, der versprochene Retter,
der Sohn Gottes?“ (Mk 14,61)
Er war sich sicher, dass das nicht sein kann, war er
doch der Hohepriester und hätte das als erster
wissen müssen.
Und es gab noch einen anderen Grund für ihn:
Sollte er es doch sein, würde er das gesamte System
und seine Autorität in Frage stellen.
Auch deshalb sollte er sterben.
Jesus kannte natürlich die Motive und Hintergründe
und den Plan Gottes mit ihm. Deswegen konnte er
beherrscht und fest bleiben.
Er war sich seiner Antwort ganz sicher.
Weshalb sollte Gott sich verleugnen.
Jesus antwortete knapp und klar: „Ich bin es!“
und bestätigte damit sein Todesurteil.
»Ich bin es!«, antwortete Jesus. (Mk 14,62)
Er bekennt sich zu seiner Aufgabe und Berufung
wie auch zu seiner Verantwortung gegenüber Gott
und seinem Leben.
Er blieb Gott gehorsam, gehorsam bis in den Tod
und wurde dafür von Gott mit der Auferweckung
von den Toten, mit der Himmelfahrt und mit dem
Ehrenplatz zu seiner Rechten belohnt und bestätigt.
Zum Wohl und Heil für uns.
Das Weizenkorn Jesus stirbt einen gewaltsamen
und blutigen Tod und fällt so in die Erde.
Doch er verwest dort nicht, sondern er keimt und
wächst weiter in die ewige göttliche Herrlichkeit und
bringt so viel Frucht als der versprochener Retter für
die Menschheit. (Joh 12,24).
Wie hätte ich mich damals verhalten, wie würde ich
es bei Verfolgung mit Tötungsabsicht heute tun?
Viele verfolgte Christen stehen auch heute noch
vor dieser Frage.
Weshalb sind Christen so gefährlich?
Wirken sie noch immer System gefährdend?
Ist es nicht vielmehr eine Auszeichnung,
Christ und christlich zu sein, unter dem Schutz
und dem Segen Gottes zu stehen,
als seine Söhne und Töchter,
als seine Kinder zu seinem Reich zu gehören?
Von Nächstenliebe, Ausgeglichenheit, Vertrauen,
Wertschätzung und Respekt haben doch alle
etwas davon.
Ich bin froh, im christlichen Abendland zu wohnen
und unseren Vorfahren dankbar, dass sie die
Glaubensfreiheit erstritten haben, zum Wohle aller.
Nun stelle ich mich öffentlich
dieser entscheidenden Frage: Bin ich Christ?
Ist Jesus mein Vorbild und Lehrer?
Bin ich sein Jünger und Nachfolger?
Ist Gott mein himmlischer Vater?
Höre ich auf sein Wort?
Bin ich ihm gehorsam?
Lasse ich mich von ihm führen?
Meine Antwort ist: Ja!!!!
Bin ich damit ein unrealistischer Möchtegern?
Ist das nun Wunschdenken oder Wirklichkeit?
Ist das Hoffnung oder Zuversicht?
Auch ich bin nur ein Mensch mit begrenztem Wissen
und mit Ängsten, Fragen und Zweifeln.
In meinem „Ja!“ sind Wunschdenken und Wirklichkeit
wie auch Hoffnung und Zuversicht vereinigt.
Entscheidend ist nicht das Entweder – Oder,
sondern mein uneingeschränktes ‚Ja‘.
Ja, ich bin Christ.
Mein klares und eindeutiges ‚Ja!‘ bewirkt schon
Veränderung in mir. Es macht mich zum Christ.
Das richtet mich nach und nach neu aus.
Das Vorbild Jesus Christus verändert mich.
Gott in seiner wunderbaren Gnade,
Jesus in seiner vergebenden Barmherzigkeit,
göttlicher Geist und Gottes Wort vollbringen es.
Denn eines müssen wir wissen:
Gottes Wort ist lebendig und voller Kraft.
Das schärfste beidseitig geschliffene Schwert
ist nicht so scharf wie dieses Wort, das Seele
und Geist und Mark und Bein durchdringt
und sich als Richter unserer geheimsten
Wünsche und Gedanken erweist. (Hebr 4,12)
Und staunend bemerke ich (und andere) meine
veränderten Ziele, Werte und Einstellungen
sowie Ausgeglichenheit mit andauerndem
inneren Frieden.
Was mir vorher nicht wichtig war wächst und gedeiht.
Liebe und Freude, Frieden und Geduld, Freundlichkeit,
Güte und Treue sowie Besonnenheit und
Selbstbeherrschung, werden in mir immer stärker.
Gehört jemand zu Christus,
dann ist er ein neuer Mensch.
Was vorher war, ist vergangen,
etwas Neues hat begonnen.
All dies verdanken wir Gott,
der durch Christus mit uns
Frieden geschlossen hat.
(2. Kor 5,17-18)
Das ist Gottes Antwort auf mein, auf unser
‚Wunschdenken‘, das mir, das uns, zur Wirklichkeit wird.
Das Ziel formt den Weg.
Aus Hoffnung wird Zuversicht.
Gott bestätigt vorsichtiges Vertrauen und wandelt es
in festen Glauben.
Gott würdigt mein/unser probeweises ‚auf ihn bauen‘,
‚meinen/unseren Miniglauben an ihn‘ und bestätigt
sich in unserem Leben durch nachweisbare Führung,
Unterstützung und Offenbarung. Er ist tatsächliche da!
Also:
Wäre ich nur gerne ein Christ oder bin ich es?
Ich bin es!
Ich bin es, weil ich mich dafür entschieden habe.
Ich bin es trotz meiner Schwächen und Fehler.
Ich bin es, weil ich mich offen zu Christus bekenne.
Ich bin es, weil ich auch in schweren Zeiten an
ihm festhalte.
Ich bin es, weil ich in seinem Namen bete und bitte.
Ich bin es, weil ich erkannt habe, dass ich Gott
brauche und nur er mir dauerhaft und zuverlässig
Halt und Führung, Sinn und Aufgabe, Beistand
und Frieden geben kann!
Ich bin Christ.
Ich bin es, weil Gott mich dazu macht.
Mein Gott, wer bist du,
dass du so Großes an uns Menschen vollbringst?
Du sagst in der Bibel über dich: „Ich bin, der ich bin.“
„Ich werde sein, der ich sein werde.“
„Ich bin euer Gott, der für euch da ist.“
„Ich bin da.“ – „Ich bin der «Ich-bin-da.“
„Ich bin der, der ist und immer sein wird.“
Ja Gott, du bist es!
Und woran merke ich, dass Gott da ist?
Gott sagst in 2.Mo 3,12:
„Ich will mit dir sein.
Und das soll dir ein Zeichen sein,
dass ich dich gesandt habe.“
Und auch in Epheser 2,10 heißt es:
„Denn wir sind sein Werk,
geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,
die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin
wandeln sollen.“
Gott hat für jeden gute Werke vorbereitet.
Er hat für jeden eine Berufung, einen ganz
individuellen Auftrag.
Diese Lebensaufgaben sollen zum Bau des
Leibes Christi,
zum Ausbau der Gemeinde Gottes beitragen.
Das ist unser Lebensauftrag.
Darin werden wir von Gott unterstützt.
Daran werden wir vor Gott gemessen.
Kennst du deinen Auftrag,
die dir zugedachten Aufgaben,
den Bereich, für den du brennst,
der dir ans Herz gelegt ist,
bei dem du mit Feuereifer und Leidenschaft
dabei bist,
den du allem anderen vorziehst?
Worin spricht Gott dich ganz persönlich an.
Wo bist du bereit,
dich ganz ihm und seinem Auftrag hinzugeben,
ganz ihm zu gehören, ganz sein Diener
und sein menschlicher Stellvertreter zu sein?
Wobei gibst du Gott
dein Leben als ein lebendiges Opfer?
Worin stehst du ihm ganz und gar zur Verfügung?
In welchem Bereich fällt dir die Not
von Menschen besonders auf?
Welche Nöte nimmst du besonders wahr?
Wo hast du selbst ganz spezielle Noterfahrungen
gesammelt?
Das könnte der Bereich sein,
für den Gott dich auserwählt hat.
Aus eigenem Erleben
ist mir das Wohl meiner Mitmenschen, ihr Heil,
ihr Heilwerden an Körper, Geist und Seele wichtig.
Dafür schreibe ich.
Dazu erhalte ich immer wieder neue Inspiration.
Da kann ich Menschen erkennen.
Da sehe ich, was ihnen fehlt.
Ihre Heilung ist mir eine Herzensangelegenheit.
Sie sollten nicht durchmachen müssen,
was ich ohne Gott erlitten habe.
Vielleicht sagt Gott ja auch dir:
„Steh auf aus deinem Leid und geh!
Nehme deine Leidenserfahrung
und lasse mich
durch dich etwas für andere tun.
Wo erkennst du, dass Menschen wie Schafe sind,
die keinen Hirten haben, die kraftlos,
orientierungslos, haltlos und leer sind?
Wo empfindest du starke Anteilnahme, tiefes
Mitleid und drängendes Mitgefühl für deine
Mitmenschen?
Wo zeigt Gott dir Nöte von anderen auf, die du
nachempfinden kannst,
gegen die er dich einsetzten möchte,
für die er dich aufruft, ihnen beizustehen?
Fürchte dich nicht!
Wem Gott eine Aufgabe gibt, dem gibt er auch
Kraft und Weisheit, sie zu lösen.
Du bist nicht alleine.
Du musst es nicht alleine tun.
Hab Vertrauen und sei bereit!
Ist auch deine Antwort: „Ich bin es!“
„Jesus rief ein kleines Kind, stellte es in
die Mitte und sprach: „Das will ich euch sagen:
Wenn ihr euch nicht ändert und so werdet
wie die Kinder, kommt ihr nie in Gottes neue Welt.
Wer aber so klein und demütig sein kann
wie ein Kind, der ist der Größte in Gottes
neuer Welt.“ (Mt 18,2-4)
Ach, wären wir doch wie Kinder,
die jede Aufgabe in dem Vertrauen angehen,
dass sie es packen – und sei es mit Papas Hilfe.
