Ich bin, der ich sein werde
Hallo Du,
Mose fragt in 2.Mose3, 13 und auch wir fragen uns:
Wer bist du, Gott?
Und Gott sagt Mose seinen Namen, der sein Wesen offenbart:
Ich bin, der ich bin! – Ich werde sein, der ich sein werde!
Alle Namensübersetzungen sind richtig.
Gottes Sein ist zeitlos und ewig.
Ist das ein Name?
Nein, es ist Gottes Programm und das steht für seinen Namen,
daran erkennen wir ihn. Er ist!
Damit wird auch gesagt: Wer Gott sucht, der wird ihn finden.
ER ist allgegenwärtig. ER zeigt sich in allem.
Wir erkennen ihn an seinem Tun und Wirken.
Das meint auch:
„In meinem Handeln an dir werde ich mich als
der erweisen, der ich bin.“
Und auch:
„In deinem Handeln werde ich mich als
der erweisen, der ich bin.“
Der Glaube an Gott ist offen für immer neue
Begegnungen mit ihm. Und jede Begegnung
führt zu größerer Klarheit über ihn.
Wir verstehen ihn immer besser.
Wir sammeln unsere Erfahrungen mit ihm
und die zeigen uns, wie Weitsichtig seine Gebote
sind und wie Weise seine Führung ist.
Wir erleben, dass er da ist, dass er mit uns ist
und dass er für uns ist, wenn wir mit ihm im Gebet
fest verbunden sind und wenn wir bestrebt sind,
auf ihn zu hören und seine Gebote halten.
ER ist jedoch nicht da ist und nicht mit uns,
wenn wir ihm ausweichen und seine Gebote nicht
halten; wenn wir lieber eigene Wege gehen.
Er lässt das zu, wir dürfen uns die Hörner abstoßen,
ins Unglück rennen, damit wir unsere eigene
Begrenztheit und seine Weisheit erkennen
und wieder gerne zu ihm zurückkehren.
In anderen Übersetzungen ist sein Name:
‚Ich bin da‘. (GNB)
‚Ich bin euer Gott, der für euch da ist‘. (HfA)
Das besagt:
Gott ist immer anwesend. Er lässt uns nie allein.
Wenn wir ihn suchen oder Ansprechen: Er ist da!
Gott ist ewig, unabhängig und unveränderlich.
Seine Gnade, Güte und Liebe zu uns währt ewig.
Seine Weisheit ist überragend und unermesslich.
Er wird sein, wie er immer war und ist.
Sein Wesen und seine Haltung werden ewig
von Liebe geprägt sein.
Er ist durch und durch Liebe.
Und sein konkretes, liebendes Wirken ist
grundsätzlich und jeweils situationsbedingt.
Aber auch das ist richtig, wenn er sagt:
Ich bin, der ich (für dich) sein werde.
Gott ist der,
zu dem wir ihn machen und für den wir ihn halten.
Es kommt darauf an,
wie wir mit ihm umgehen und wie wir zu ihm stehen.
Es kommt darauf an,
was wir von ihm befürchten oder erhoffen.
Es kommt darauf an,
was wir glauben, wer er für uns ist und sein kann.
Es kommt darauf an,
was wir glauben, wer er für uns sein möchte.
Gott hat uns den Glauben gegeben.
Es kommt darauf an, wie wir ihn einsetzen.
Hoffnung kräftigt.
Glaube bewirkt.
Gehorsam lenkt.
Liebe erfüllt.
