Habt Selbstachtung und achtet einander

 

Hallo Du,

hast du Achtung vor dir selbst? Liebst du dich?

Wenn ja, dann hast du dich so angenommen wie du bist,

nicht nur deine guten Seiten, sondern auch deine

Schwächen und Macken, auch dein unvollkommen

und nicht perfekt sein. Mit der Selbstannahme erlaubst dir,

Mensch zu sein, menschlich zu sein, für alles offen und

locker zu sein und zu bleiben, das Leben zu genießen.

Dadurch kannst du dich nach und nach weiterentwickeln

zu der Person, die in dich gelegt ist,

zu einer Persönlichkeit mit Anstand, Erfolg,

Schönheit und Würde.

 

Wenn nein, dann heißt das wohl: Du betrachtest dich

mit Verachtung, mit Geringschätzung und Misstrauen.

Du hältst nichts von dir. Du bist mit dir unzufrieden.

Du bist mit deinen Maßstäben überkritisch.

(Woher hast du sie?)

Dann lebst du nicht, sondern wirst von Zwietracht getrieben.

Du hängst in einem Zwiespalt fest und kommst von zu

hohen Ansprüchen an dich selbst nicht los.

Deswegen bist du voller Unfrieden, bist nicht du selbst.

Möchtest vielleicht eine Andere / ein Anderer sein.

Du bist nicht nur unzufrieden mit dir, sondern auch

mit anderen und sogar mit Gott, deinem Schöpfer,

der dich ja so geschaffen hat, wie du bist.

Wahrscheinlich bist du auch verklemmt und verbittert.

Wahrscheinlich bist du auch enttäuscht.

Wahrscheinlich hast du auch nur geringes Vertrauen.

Je schöner, besser, fehlerfreier, zuverlässiger oder

vollkommener du sein möchtest, desto weniger bist du es!

Du läufst hinter Unerreichbarem, Irrrealem her.

 

Wie kommt man zu mehr Selbstachtung?

Ändere deine Einstellung. Nehme dich so an, wie du bist.

Werde dir bewusst, wie negativ du mit dir umgehst

und redest. Was du dir einredest.

Vermeide schädliche Selbstkritik und Selbsterniedrigung.

Überfordere dich nicht.

Sei geduldig mit dir.

Lobe dich mehr.

Sehe das Positive.

Lächle dein Spiegelbild an.

Sei natürlich, zuversichtlich und unvoreingenommen

wie ein unbeschwertes Kind.

Danke Gott immer wieder für das, was er dir gegeben

hat und weiterhin gibt.

Er ist gut.

Vertraue ihm, hoffe auf ihn und höre auf ihn.

Glaube an seine Liebe und Güte für dich.

 

Selbstachtung entsteht, wenn man

seinem ursprünglichen, gottgegebenen und liebevollen

Wesen Raum gibt und sich bösartige Abwertungen

anderer nicht allzusehr zu Herzen nimmt,

wenn man nicht ständig an sich selbst zweifelt.

 

Selbstachtung wächst in kleinen Schritten;

mit kleinen Erfolgen, die Freude, Bestätigung und

Zufriedenheit auslösen.

Sie wächst aber auch mit der zunehmenden Größe,

Kritik zu prüfen und evtl. anzunehmen.

Sie wächst im Miteinander.

Selbstachtung verwurzelt sich immer tiefer,

wenn man sich in den Stürmen des Lebens treu bleibt

und dem eigenen Wesen sowie Gott vertraut.

Selbstachtung zeigt sich darin, einen realistischen

Maßstab zu finden, sich abgrenzen zu können,

anderen klare Antworten zu geben aber auch

im richtigen Moment schweigen zu können.

Sie zeigt sich auch darin, in jeder Situation warmherzig

und humorvoll zu bleiben.

Selbstachtung ist Voraussetzung für liebevolles

Verhalten, für Herzlichkeit, Geduld und

Mitgefühl, für Akzeptanz von sich selbst und Toleranz

gegenüber jeglicher Andersartigkeit.

 

Lasst im Umgang miteinander Herzlichkeit und

geschwisterliche Liebe zum Ausdruck kommen.

Übertrefft euch gegenseitig darin, einander

Achtung zu erweisen.  (Röm 12,10; NGÜ)

 

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