Fürchte dich nicht !

 

Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz;

´Gottes` vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.

Angst hat man nämlich dann, wenn man mit einer

Strafe rechnen muss. Wer sich also noch ´vor

dem Gericht` fürchtet, bei dem ist die Liebe noch

nicht zum vollen Durchbruch gekommen.

(1.Joh 4,18)

 

Hallo Du,

etwas Schlimmes hat mir eine teuflische Angst eingejagt.

Ich bin verschreckt und erschüttert.

Ich habe es mit der Angst zu tun bekommen.

Jetzt sitzt sie mir im Nacken.

 

Das Herz klopft mir bis zum Hals und der Puls rast.

Ich ringe um Luft und ersticke fast.

Ich bin bedrückt und gehemmt.

Meine Ohren rauschen, meine Augen brennen, mein Mund

ist trocken, mir ist übel und ich habe Bauchschmerzen.

Ich habe weiche Knie und ich kann kaum noch stehen

oder gehen. Außerdem ist mir heiß und ich möchte alles

von mir reißen. Dann wieder ist mir eiskalt. Ich habe kalte

Füße, friere, schlottere und fühle mich einsam und verlassen.

Der Schreck sitzt mir in allen Gliedern.

 

Mir ist schwindelig und Katastrophengedanken überfallen

mich. Sie kreiseln in meinem Kopf. Ich kann sie nicht stoppen.

Ich schwanke zwischen Wut und Verzweiflung, zwischen

Angriff und Weglaufen. Panikattacken überfallen und schütteln

mich immer wieder und machen mich hilflos.

Ich habe Alpträume und kann nicht ruhig schlafen.

Meine Kraft wird immer weniger.

 

So kenne ich mich nicht. So fühle ich mich nicht wohl.

Das darf nicht so bleiben.

Weshalb geht mir das so unter die Haut?

Bin ich vielleicht ein Sensibelchen?

Nehme ich mir das zu sehr zu Herzen?

Was regt mich so auf? Wovor fürchte ich mich?

Weshalb reagiere ich so stark? Was habe ich zu verlieren?

Fehlen mir vielleicht Gelassenheit, Humor, Vertrauen,

Hoffnung und Zuversicht?

 

Es drängt mich, etwas zu tun, aber ich weiß nicht was

und auch nicht wie. Ich bin total unsicher. Ich fühle mich

kraftlos und bin wie gelähmt. Ich will nicht noch etwas

falsch machen, nicht, bevor ich nicht weiß, was mich in

diese fatale Situation gebracht hat.

 

Nicht zu wissen, was mit mir geschieht und wie es mit mir

weitergeht, das macht mich antriebslos, lustlos, hilflos und

lässt mich verzweifeln. Da ziehe ich mich lieber zurück und

verstecke mich. Spüre aber, dass das falsch ist, dass

ich jemanden zum Reden brauche, dass ich Hilfe und

Gemeinschaft brauche.

 

Was habe ich falsch gemacht?

Eigentlich doch nichts! Oder doch?

Ich bin mir keiner Schuld bewusst.

So schlimm bin ich doch gar nicht.

 

Habe ich vielleicht einen blinden Fleck?

Sehe ich etwas nicht, weil es normal für mich ist?

Soll ich etwas Bestimmtes dazulernen? Was?

Was sollte ich künftig vermeiden, damit mir das nicht

wieder passiert?

Wie kann ich meinem Dilemma entkommen?

Wie mein Gesicht wahren? Wie damit weiterleben?

Wo ist der Ausweg?

 

Oder sollte ich endlich einmal reinen Tisch machen,

den Mist einfach hinter mir lassen, meine Mängel und Fehler

akzeptieren, dazu stehen und noch einmal neu anfangen?

 

Was passiert da mit mir? Was in meinem Kopf?

Was mit meinem Körper?

Weshalb streikt er?

Was will er verhindern?

Werde ich vielleicht verrückt?

Kann ich mir selbst noch vertrauen?

 

Ich finde keine Antworten und fühle mich ausgelaugt.

Ich habe nichts mehr unter Kontrolle, fühle mich als

Spielball dem Schicksal völlig ausgeliefert.

Die Angst raubt mir den Mut und auch meine

Freude und Lebenslust.

 

Was ist Angst?

Angst ist das Gegenstück zu Liebe, Hingabe, Vertrauen,

Lebensfreude und Zuversicht.

„Angst ist ein alarmierendes Grundgefühl, das sich in

‚als bedrohlich empfundenen Situationen‘ als Besorgnis

und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei

erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit,

der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.“ (Wikipedia)

 

Sie ist ein beklemmendes, banges Gefühl, von etwas oder

von jemandem bedroht zu sein. Sie ist eine mehr oder minder

starke Stressreaktion, die den Organismus in Alarmzustand

versetzt, um Höchstleistung zu erbringen und um die

Bedrohung schnell abzuwenden.

 

Insofern ist sie hilfreich. Sie soll vor realer Gefahr schützen.

Sie ist auch eine Schutzreaktion, um vor ähnlichen Ereignissen

künftig zu bewahren. Das ist auch der Grund, weshalb sich

Angsterlebnisse tief und bleibend einprägen.

 

„Grundängste sind bspw. die „Angst vor Veränderung“,

die „Angst vor der Endgültigkeit“, die „Angst vor Nähe“

und die „Angst vor Selbstwerdung“.

Die Erscheinungsformen der Angst reichen

von einfachen „Unsicherheiten“ (Beklommenheit, Scheu,

Zaghaftigkeit …) über die „Zwänge“ (Esszwang, Kontroll-

zwang, Reinigungszwang etc.), die „Furchtformen“

(Verletzungsfurcht, Versagensfurcht, Berührungsfurcht etc.),

die „Phobien“ (Höhenangst, Platzangst, Raumangst, Flugangst …),

die „Paniken“ (Angstanfall, Schockstarre, Katastrophenlähmung etc.)

bis zu den „Psychosen“ (Neurotische Ängste, Verfolgungswahn,

Lebensangst …).

 

Angst ist nicht grundsätzlich unangenehm und negativ.

Sie ist wesentlich abhängig vom Grad der individuellen

Risikoerfahrung und der persönlichen Kompetenzeinschätzung.

Angst kann auch als lustvolle Erfahrung gesucht und erlebt werden.

(Kick oder Thrill – to thrill = zittern machen, durchschauern).

Der Thrill ist ein zwiespältiges Gefühlserlebnis, zwischen Angst

und Lust, zwischen Leiden und Freuen, zwischen Gelingen

und Misslingen, zwischen Hoffen und Bangen.

Beim Thrill geht man bewusst ein (abschätzbares) Risiko ein,

und rechnet trotz Angst mit Bewältigung. Dabei empfindet

man Mut und auch Kraft, die Angst auszuhalten. Die Bewältigung

führt zu mehr Selbstvertrauen und zur Steigerung des Lebens-

gefühls. Der Kick kann Befreiung aus Angst bewirken.

(Wenn ich das Schlimme geschafft habe, dann schaffe

weniger Gefährliches allemal.)

Angst kann sich allmählich einschleichen oder jemanden

plötzlich überfallen. Sie nutzt individuelle Schwachstellen.

Sie versetzt in starke Unruhe und zwingt zu schneller

Entscheidung und Reaktion.

In der ‚Schrecksekunde‘ entscheiden wir blitzschnell:

Ist die Gefahr lebensbedrohlich oder nicht!

 

Wir haben nur drei Reaktionsmöglichkeiten:

Angriff:           Ich stelle mich der Gefahr und kämpfe.

Flucht:            Ich entziehe mich der Gefahr und flüchte.

Entwarnung:  Die Situation ist nicht lebensgefährlich.

 

Und dabei kann man sich, ganz nach Lebenserfahrung,

mehr oder weniger irren.

Sofern man überlebt, hat man dazugelernt und ist reifer

und stärker geworden.

Manchmal überblickt man die Situation nicht und weiß nicht,

was richtig wäre. Dann fängt man an, zu Denken, zu Suchen

und zu Grübeln und kommt (gerade deswegen) nicht weiter.

Das macht alles noch schlimmer.

Vielleicht gibt es nicht immer ein ‚Richtig‘ oder ‚Falsch‘.

Vielleicht liegt eine Lösung nicht immer in unserer Hand.

Manches muss man einfach hinnehmen und darauf vertrauen,

dass es nicht wieder geschieht. Immer richtig ist, das

Problem im Gebet vor Gott zu bringen und ihn um Lösung

und Schutz und Bewahrung zu bitten und ihm das abzugeben,

was man selbst nicht verändern kann.

 

Wie auch immer: Angst muss überwunden werden!

Das stärkt und macht selbstbewusst.

Das gibt Selbstvertrauen und Selbstsicherheit und damit

Mut, Stärke und Zuversicht für die nächste schwierige Situation.

 

Bei Menschen mit hoher Angstbereitschaft und wenig Selbst-

vertrauen wurde die normale Angstüberlebensreaktion durch

schlechte Erfahrung auch an „harmlose“ Auslösereize

gekoppelt. Häufige Ängste überschwemmen, schwächen und

überfordern sie. In ihrer Wahrnehmung sehen sie keine

Möglichkeit, auch nur einfache Situationen konstruktiv zu

lösen. Sie reagieren deshalb vorwiegend mit Flucht oder

mit Vermeidung als Umgehungsstrategie.

Wer aber nur noch flieht oder vermeidet, der wagt nichts

mehr und der überwindet seine Ängste nicht. Er bleibt erfolglos,

vorsichtig und ängstlich und verfestigt damit Unsicherheit

und Zweifel.

Solche Menschen haben irreale und diffuse Ängste,

eingebildete Befürchtungen, übertriebene Sorgen.

Sie leiden unter unbegründeter, unangemessener und

dauerhafter Gefährdung. Sie sind ständig im Alarmmodus

und darin überfordert. Ihre Ängste haben sich verselbständigt.

Ihre Ängste sind schädlich, einengend und schwächend.

Sie begünstigen Fehler und Erkrankungen.

Sie macht furchtsam, scheu, unsicher und verängstigt.

Sie machen bange, beklommen, besorgt, eingeschüchtert,

mutlos und zaghaft, voller Besorgnis.

Solche Menschen sind oft übertrieben genau, gründlich,

sorgsam und gewissenhaft. Sie sind ängstlich darauf

bedacht, nichts falsch zu machen.

 

Irreale Ängste haben die unangenehme Eigenschaft, sich

auszuweiten, sich zu verstärken, sich zu verselbständigen.

Sie wirken wie ein schleichendes Gift. Aus anfänglicher

Ängstlichkeit wird große Furcht oder sogar Panik.

Dann beherrscht Angst das Denken, Fühlen, Verhalten

und Tun. Diese Angst malt alles in tiefes Schwarz.

Sie suggeriert Ausweglosigkeit. Sie verhindert Vertrauen

und Hoffnung. Sie führt in Selbstmitleid und Depression,

in Lethargie oder in überschießende Aggression gegen

andere oder gegen sich selbst. Sie verändert nicht nur

die Persönlichkeit, sondern greift auch schädigend in

Körperfunktionen ein. Zusätzlich verwirrt und betrübt sie

auch die empfindsame Seele und das seelische

Gleichgewicht. Und, sie steckt andere an und zieht sie

mit in ihren vernichtenden Strudel.

 

Irgendwann hat man dann Angst vor der Angst,

„Erwartungsangst“. Man beobachtet sich ständig

misstrauisch auf Anzeichen von Angstsymptomen.

Und weil man ja ‚weiß‘ (gelernt hat), dass man Ängste

nicht ausgehalten kann und darin leicht versinkt, führt

das zu immer stärkerem und schädigenderem

Vermeidungsverhalten, zum Sich entziehen.

Angsterfahrungen müssen prägend sein, denn sie sollen

ja vor eventuellen künftigen Schäden schützen.

Einprägend sind aber nicht nur die realen, sondern auch

die irrealen Ängste. Und das macht es schwierig.

Gegen die nützliche Angst kann und soll man nicht

ankämpfen. Gegen die irrationalen und schädigenden

Ängste schon.

 

Wichtig dabei ist die Klärung folgender Fragen:

Weshalb fühle ich mich persönlich angegriffen?

Welche Einstellung habe ich zu Dingen und Situationen?

Welche zu anderen und zu mir selbst?

Welche Werte und Ziele bestimmen mich?

Nehme ich mich oder Aspekte von mir zu wichtig?

Was ist mir so wichtig, dass ich es keinesfalls verlieren möchte?

Weshalb zweifle ich an der Redlichkeit oder der

Vertrauenswürdigkeit von Menschen?

Weshalb hege ich Verdacht, Misstrauen und Skepsis?

Weshalb habe ich kein Vertrauen, kein Gottvertrauen

und keinen Glauben an das Gute?

 

Die gute Nachricht ist:

Übertrieben Angstreaktionen sind auflösbar.

Man kann sie sich wieder abtrainieren.

Man kann lernen, dass viele

Situationen nicht so gefährlich sind, wie sie erscheinen.

Man kann lernen, sie unbeschädigt auszuhalten,

sie zu bestehen und gar zu bewältigen.

Man kann sich gerade durch ‚schwierige‘ Situationen

weiterentwickeln und ändern.

 

Schließlich soll Angst ja helfen und nicht schädigen.

Neben Hochspannung und Handlungsbereitschaft

löst sie auch Überprüfung, Besinnung und

Veränderungsbereitschaft aus und, sie bereitet

auf ähnliche oder neue, unvorhersehbare

Situationen vor, und ermöglicht schnellere und

bessere Entscheidung.

 

Das eigentliche Problem ist nicht der Mensch oder

die Angst, sondern die heute stark veränderte

Lebenssituation. Darauf sind wir biologisch noch

nicht eingestellt. Angriff und Kampfhandlungen sind,

weil strafbar, kaum noch möglich. Deswegen werden

beängstigende Sachverhalte nicht mehr geklärt,

sondern man lernt schnell, sich angstauslösenden

Situationen und Zuständen vorbeugend zu entziehen.

Diese Vermeidung hilft aber nur kurzfristig. Langfristig

steigt die Erwartungsangst, weil man nicht mehr

feststellen kann, dass Angstsituationen auch zu

meistern sind.

 

Das ist der Grund, weswegen das Leben immer komplizierter

wird und so manches überaus anstrengend.

Das ist der Grund für das Fühlen einer immer stärkeren

Einengung, für das Ungeübt sein der Instinkte oder

für Depression.

Das ist der Grund für eine zunehmend schlechtere

Meinung über sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten.

Das ist der Grund für das Verlieren von Selbstvertrauen

und die Flucht in Abhängigkeit. In die Abhängigkeiten

von anderen Menschen oder von Hilfsmitteln.

Zum Beispiel klammert man sich an hilfsbereite Personen

oder man geht zum Arzt und lässt sich ‚krank schreiben‘

oder man flüchtet in dämpfende ‚Helfer‘ wie Tabletten,

Drogen, Alkohol oder andere ‚Fluchthelfer‘, die beim

Unterdrücken, Verdrängen und Vermeiden helfen und

die die Ängste zumindest vorübergehend überdecken

sollen. Tatsächlich aber machen sie alles nur noch

schlimmer.

 

Jesus, der Weg, um Angst durch Vertrauen aufzulösen

In der Bibel ist Angst, bzw. Furcht und Sorge, ein zentrales

Thema. Sie werden als sehr menschlich und als Folge von

Gottesferne und mangelndem Gottvertrauen gesehen.

Beides möchte Gott verändern, denn der Mensch, seine

Schöpfung, steht mit seinem Denken und seinen Einstellungen

im Dunkel, in selbstgewählter Verlassenheit und Hilflosigkeit.

Gott möchte ihn wieder in sein Licht und seinen Segen stellen.

Er möchte, dass der weltlich eingestellte Mensch in seinem

selbstbezogenen Denken und Handeln sich ihm zukehrt,

sich für ihn öffnet und sich freiwillig wieder mit ihm verbindet.

Nur dann kann er, Gott, ihm Gutes tun, dessen altes Leben

voller Angst und Qual beendet und es in ein neues, sinnvolles

und erfüllendes Leben voller Liebe, Freude, Frieden, Geduld,

Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung

verwandeln und ihn wieder glücklich machen.

Und weil der Mensch in der Verwandlung Wohlbefinden,

Wachstum, Reifung, Weitung und göttliche Führung und

Fügung empfindet, wird sein Glaube an Gott, sein

Gottvertrauen, vertieft und er bleibt nun aus Dankbarkeit

treu mit Gott verbunden.

 

Wie können Ängste aufgelöst werden?

Beispielsweise durch Glauben und Gottvertrauen.

Die Bibel gibt viele Hinweise dazu. Sie mögen für

sich selbst sprechen!

 

Den Elenden wird er durch sein Elend erretten und ihm

das Ohr öffnen durch Trübsal. So reißt er auch dich aus

dem Rachen der Angst in einen weiten Raum, wo keine

Bedrängnis mehr ist; und an deinem Tische, voll von

allem Guten, wirst du Ruhe haben. (Hi 36, 15-16)

 

Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten

beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch. Unterstellt

euch mir und lernt von mir! Denn ich bin freundlich

und von Herzen zum Dienen bereit. Dann kommt

Ruhe in euer Leben. Denn mein Joch trägt sich gut

(liebevoll zu sein) und meine Last ist leicht.“

(Mt 11,28-30)

 

Gott will, dass alle Menschen gerettet (geheilt, befreit)

werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

(1.Tim 2,4)

 

Jesus sagt: Der Geist Gottes ruht auf mir. Er hat mich

gesandt, den Armen gute Botschaft zu bringen, die

Gebundenen zu befreien, Blinde sehend zu machen

und am Boden zerstörte Menschen wieder aufzurichten.

(Lk 4,18)

 

Er (Jesus) hat unsere Krankheit getragen und unsere

Schmerzen auf sich geladen. .. Zu unserem Heil lag

die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir

geheilt. (Jes 53,4 f)

 

1. Zunächst geht es um unsere Einstellung:

Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem

einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des

anderen nicht kümmern können. Er wird sich für den

einen einsetzen und den anderen vernachlässigen.

Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das

Geld leben. (Mt 6,24-27)

 

Wenn du so lebst, wie es dem Herrn gefällt, und dich

nach den Geboten richtest,  dann wird dir alles gelingen.

Darum sei stark und entschlossen! Lass dich durch

nichts entmutigen, und fürchte dich nicht! (1.Chr 22,13)

 

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem

Herzen, mit ganzer Hingabe, mit all deiner Kraft und

mit deinem ganzen Verstand. Und auch deinen

Mitmenschen sollst du so lieben wie dich selbst.

(Lk 10,27)

 

Vollkommen aber ist meine Freude, wenn ihr euch

ganz einig seid, in der einen Liebe miteinander

verbunden bleibt und fest zusammenhaltet.

Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer

Handeln bestimmen. Im Gegenteil, seid bescheiden,

und achtet den anderen mehr als euch selbst.

Denkt nicht an euren eigenen Vorteil, sondern habt

das Wohl der anderen im Auge. (Phil 2,2-4

 

2. Dem umkehrenden Mensch wird von Gott

    immer wiederzugesagt:

Hab keine Angst! Fürchte dich nicht!

Ich bin für dich da!

 

Du brauchst keine Angst vor mir zu haben,

ich setze dich nicht unter Druck! (Hi 33,7)

 

Dich allein habe ich vom Ende der Erde herbeigeholt.

Von weither habe ich dich gerufen und zu dir gesagt:

‚Du sollst mir dienen!‘ Dich habe ich erwählt und nicht

verstoßen. Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir;

hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache

dich stark, ich helfe dir, mit meiner siegreichen Hand

beschütze ich dich! ..Denn ich bin der Herr, dein Gott.

Ich nehme dich an deiner rechten Hand und sage:

Hab keine Angst! Ich helfe dir. (Jes 41, 9-10+13)

 

Fürchte dich nicht, ich bin bei dir und werde dich

beschützen. Darauf gebe ich, der Herr, mein Wort.

(Jer 1,8)

 

Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir; hab keine

Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache dich

stark, ich helfe dir, mit meiner siegreichen Hand

beschütze ich dich! (Jes 41,10)

 

Fürchte dich nicht,

denn ich bin mit dir und will dich segnen. (1.Mo 26,24)

 

Habt keine Angst! Verliert nicht den Mut! Ihr werdet

erleben, wie der Herr euch heute rettet. (2.Mo 14,13)

 

Seid mutig und stark! Habt keine Angst, und lasst euch

nicht von ihnen einschüchtern! Der Herr, euer Gott,

geht mit euch. Er hält immer zu euch und lässt euch

nicht im Stich!“ (5.Mo 31,6)

 

Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der

wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun

und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und

erschrick nicht! (5.Mo 31,8)

 

Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht ein-

schüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr,

dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ (Jos 1,9)

 

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat,

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe

dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jes 43,1)

 

Sagt denen, die sich fürchten: „Fasst neuen Mut!

Habt keine Angst mehr, denn euer Gott ist bei

euch! Jetzt wird er euren Feinden alles Unrecht

vergelten, das sie euch angetan haben. Gott selbst

kommt, um euch zu helfen und euch zu befreien.“

(Jes 35,4)

 

Ich halte, was ich euren Vorfahren versprochen habe,

als sie aus Ägypten zogen. Mein Geist bleibt bei euch.

Habt also keine Angst! (Hag 2,5)

 

Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um

euren Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und

Kleidung. Leben bedeutet mehr als Essen und Trinken,

und der Mensch ist wichtiger als seine Kleidung.

Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten

nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater

im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm

viel wichtiger seid? Und wenn ihr euch noch so viel

sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augen-

blick verlängern. (Mt 6,25-27)

 

3. Sprechen mit Gott:

Deswegen werde ich den Mund nicht halten, ich lasse

meiner Zunge freien Lauf. Was mich betrübt und

ängstlich macht, das muss heraus! (Hi 7,11)

 

´Herr`, wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn

ich bin einsam und vom Leid gebeugt. Sprenge du

die Fesseln, die mir das Herz zusammenschnüren,

lass mich frei werden von allem, was mir jetzt noch

Angst macht. Achte auf mein Elend und auf meine

Mühe und vergib mir alle meine Sünden! (Ps 25,16-21)

 

Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit,

der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und

erhöre mein Gebet! (Ps 4,2)

 

Als mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie

zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von

seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu

seinen Ohren. (Ps 18,7)

 

Bewahre mein Leben und rette mich! Lass mich nicht

in Schande geraten, denn bei dir suche ich Zuflucht.

Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sollen mein Schutz sein,

denn meine Hoffnung bist allein du. (Ps 25, 14-21)

 

Not und Leid hast du zwar zugelassen, doch du wirst

mir das Leben neu schenken und mich auch aus der

dunkelsten Tiefe wieder heraufholen. (Ps 71,20)

 

Herr, auf dich kann man sich verlassen, und alles, was

du beschließt, ist richtig. Deine Gebote beweisen:

Du bleibst dir selber treu und hältst an der Wahrheit fest.

Ich bin außer mir vor Zorn, weil ich sehe, wie meine

Feinde deine Worte übergehen. Dein Wort ist zuverlässig,

darum liebe ich es. Ich bin klein und verachtet; trotzdem

werde ich dein Wort nicht vergessen. Deine Gerechtigkeit

bleibt für immer bestehen; dein Gesetz ist die reine

Wahrheit. (Ps 119, 137-144)

 

4. Gebet wird erhört:

Wer dann den Namen des Herrn anruft, wird gerettet

(geheilt, befreit) werden. (Apg 2,21)

 

Ja, so ist mein Gott: Er hat mich errettet und mir geholfen,

ich vertraue ihm und habe keine Angst. Der Herr allein

gibt mir Kraft. Denke ich an ihn, dann beginne ich zu

singen, denn er hat mich gerettet.“ (Jes 12,2)

 

„Hab keine Angst!“, sagte er. „Gott liebt dich, er meint es

gut mit dir. Sei jetzt stark und mutig!“ Während er mit mir

sprach, kehrte meine Kraft zurück, und ich antwortete:

„Mein Herr, weil du mich gestärkt hast, kann ich hören,

was du mir sagen möchtest.“ (Dan 10,19)

 

5. Gott dafür immer wieder danken:

Doch ich will auf deine Güte vertrauen, von ganzem

Herzen will ich jubeln über deine Rettung!  Mit meinem

Lied will ich dem Herrn danken, weil er mir Gutes

erwiesen hat. (Ps 13,6)

 

Dort will ich laut meinen Dank hören lassen, erzählen

will ich von all deinen Wundern. (Ps 26,7)

 

Zeige Gott deinen Dank – das ist das Opfer, das ihm

gefällt! Erfülle die Gelübde, die du vor ihm, dem

Höchsten, abgelegt hast! (Ps 50,14)

 

Ich werde dir, ´Herr`, ewig danken für das, was du getan

hast. Voll Zuversicht hoffe ich auf dich, ja, dein Name

steht für einen gütigen Gott – das bezeuge ich vor allen,

die dir treu sind. (Ps 52,11)

 

Rühmen will ich den Namen Gottes mit einem Lied,

voller Dank will ich ihn preisen. (Ps 69,31)

 

Halleluja! Danken will ich dem Herrn von ganzem Herzen,

umgeben von denen, die ihm aufrichtig dienen, inmitten

der Gemeinde. (Ps 111,1)

 

Ich danke dir, Herr, dass du mich erhört hast und mir

zum Helfer wurdest. (Ps 118,21)

 

Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen

bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich

erkannt: Deine Werke sind wunderbar! (Ps 139,14)

 

6. Geborgen unter dem Schutz Gottes

Der Herr ist mein Hirte, darum leide ich keinen Mangel.

Er bringt mich auf Weideplätze mit saftigem Gras und

führt mich zu Wasserstellen, an denen ich ausruhen

kann. Er stärkt und erfrischt meine Seele. Er führt mich

auf rechten Wegen und verbürgt sich dafür mit seinem

Namen. Selbst wenn ich durch ein finsteres Tal gehen

muss, wo Todesschatten mich umgeben, fürchte ich

mich vor keinem Unglück, denn du, ´Herr`, bist bei mir!

Dein Stock und dein Hirtenstab geben mir Trost. Du

´lädst mich ein und` deckst mir den Tisch selbst vor

den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit

Öl, ´um mich zu ehren`, und füllst meinen Becher bis

zum Überfließen. Nur Güte und Gnade werden mich

umgeben alle Tage meines Lebens, und ich werde

wohnen im Haus des Herrn für alle Zeit. (Ps 23)

 

Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann

bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden. Auch ich sage

zu Gott, dem Herrn: „Bei dir finde ich Zuflucht, du

schützt mich wie eine Burg! Mein Gott, dir vertraue ich!“

Er bewahrt dich vor versteckten Gefahren und vor

tödlicher Krankheit. Er wird dich behüten wie eine

Henne, die ihre Küken unter die Flügel nimmt.

Seine Treue schützt dich wie ein starker Schild.

Du brauchst keine Angst zu haben vor den Gefahren

der Nacht oder den heimtückischen Angriffen bei

Tag. Selbst vor der Pest, die im Dunkeln zuschlägt,

oder dem tödlichen Fieber, das am hellen Tag

die Menschen befällt, fürchtest du dich nicht.

Wenn tausend neben dir tot umfallen, ja, wenn

zehntausend in deiner Nähe sterben – dich selbst

trifft es nicht!

 

Mit eigenen Augen wirst du sehen, wie Gott es denen

heimzahlt, die ihn missachten. Du aber darfst sagen:

„Beim Herrn bin ich geborgen!“ Ja, bei Gott, dem

Höchsten, hast du Heimat gefunden.

Darum wird dir nichts Böses zustoßen, kein Unglück

wird dein Haus erreichen. Denn Gott hat seine Engel

ausgesandt, damit sie dich schützen, wohin du auch

gehst. Sie werden dich auf Händen tragen, und du

wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!

Löwen werden dir nichts anhaben, auf Schlangen

kannst du treten.

 

Gott sagt: „Er liebt mich von ganzem Herzen, darum

will ich ihn retten. Ich werde ihn schützen, weil er mich

kennt und ehrt. Wenn er zu mir ruft, antworte ich ihm.

Wenn er keinen Ausweg mehr weiß, bin ich bei ihm.

Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen. Bei mir

findet er die Hilfe, die er braucht; ich gebe ihm ein

erfülltes und langes Leben!“ (Ps 91)

 

7. Wo ich herkomme und wohin ich nicht zurück will

(Klagelied 3):

Ich bin ein Mensch, der das ganze Elend, das der Zorn

des Herrn bringt, ansehen musste. Er trieb mich in die

Finsternis und ließ mich ohne Licht gehen. Ja, er hat sich

gegen mich gewandt. Alle Tage erhebt er seine Hand.

Er hat meinen Körper und meine Haut altern lassen und

mir die Knochen zerschlagen. Er schloss mich ein und

umgab mich mit Gift und Leid. Er hat mich in die Finsternis

geschickt wie einen, der schon tot ist. Er hat mich einge-

mauert, sodass ich nicht entkommen kann. In Ketten

hat er mich gelegt. Auch wenn ich schreie und um Hilfe

rufe, verschließt er seine Ohren vor meinem Gebet.

Er hat mir den Weg mit Steinquadern vermauert, hat

meine Pfade unpassierbar gemacht. Aus dem Versteck

hat er mir aufgelauert wie ein Bär oder ein Löwe.

Er ließ mich vom Weg abkommen, hat mich zerrissen

und einsam liegen lassen. Er hat seinen Bogen gespannt

und mich für den Pfeil zur Zielscheibe gemacht.

Die Pfeile aus seinem Köcher schoss er tief in mein Herz.

Mein eigenes Volk macht sich über mich lustig. Den

ganzen Tag lang singen sie ihre Spottlieder.

Er hat mich mit Bitterkeit erfüllt. Er ließ mich seinen

bitteren Wermutkelch leeren. Auf Stein hat er mich

mit den Zähnen beißen lassen. In den Staub hat er

mich gedrückt. Meine Seele hat er vom Frieden

verstoßen; was Glück ist, habe ich vergessen.

 

Stattdessen muss ich sagen: »Mein Ruhm und

meine Hoffnung auf den Herrn sind dahin!«

Denk doch an mein Leid und an meine Verlassenheit,

an die Bitterkeit und an das Gift!

Immer wieder erinnert sich meine Seele daran und

ist niedergeschlagen. Dennoch will ich mir dies zu

Herzen nehmen, das will ich hoffen:

Die Gnade des Herrn nimmt kein Ende!

Sein Erbarmen hört nie auf, jeden Morgen ist es neu.

Groß ist seine Treue.

Meine Seele spricht:

»Der Herr ist mein Anteil, auf ihn will ich hoffen.«

Der Herr ist gut zu denen, die auf ihn warten und

ihn suchen. Deshalb ist es gut, still zu werden und auf

die Befreiung durch den Herrn zu warten.

Und es ist gut, sich schon als junger Mensch dem

Joch seiner Disziplin unterzuordnen: Wenn er es ihm

auferlegt, so soll er es schweigend und still auf sich

nehmen. Er möge sein Gesicht in den Staub legen –

vielleicht besteht dann noch Hoffnung für ihn.

Wenn ihn andere auf die Wange schlagen, soll er

still halten und die Beleidigung schweigend ertragen.

 

Denn der Herr verstößt niemanden endgültig:

Wenn er Leid bringt, hat er auch wieder großes Erbarmen.

Denn er hat keine Freude daran, die Menschen zu quälen

und ins Elend zu stürzen. Alle Gefangenen auf Erden

wurden gedemütigt. Vor den Augen des Allerhöchsten

wurde ihr Recht gebeugt.

Vor Gericht wurde das Recht der Menschen verdreht –

sollte der Herr das etwa nicht sehen?

Kann überhaupt irgendetwas geschehen, ohne dass

der Herr es will? Kommt nicht Böses und Gutes aus

dem Mund des Allerhöchsten?

Wie kann sich ein Mensch über sein Leben beklagen?

Sollte er nicht seine eigene Sünde beklagen?

Lasst uns unser Verhalten überprüfen und wieder

zum Herrn umkehren. Lasst uns unsere Herzen und

Hände zu Gott im Himmel erheben.

 

Wir, wir haben gesündigt und uns gegen dich aufgelehnt,

darum hast du uns nicht vergeben. Du hast dich in Zorn

gehüllt, hast uns verfolgt, getötet und nicht verschont.

Du hast dich in einer Wolke verborgen, sodass dich

kein Gebet erreichte. Du hast uns vor den Völkern zu

Dreck und Abscheu gemacht. Unsere Feinde zerreißen

sich den Mund über uns.

Schrecken und Fallgruben hast du uns gegeben,

außerdem Verderben und Untergang. Das Schicksal

meines Volkes lässt mich Bäche von Tränen vergießen!

Meine Tränen nehmen kein Ende. Sie versiegen nicht,

ehe der Herr nicht vom Himmel auf uns herabschaut

und uns ansieht. Das Schicksal der Frauen von

Jerusalem bereitet mir große Schmerzen.

Meine Feinde haben mir ohne Grund nachgestellt

wie einem Vogel. Sie haben mich lebend in eine Grube

geworfen und sie mit Steinen verschlossen.

Das Wasser reichte mir bis zum Hals und ich schrie:

»Ich bin verloren!«

 

Ihr sollt daher wissen, Geschwister, dass es durch Jesus

Vergebung der Sünden gibt; das ist die Botschaft, die

Gott euch verkünden lässt. Wozu das Gesetz des Mose

nie imstande war, das hat Jesus möglich gemacht:

Jeder, der an ihn glaubt, wird von aller Schuld frei-

gesprochen. Jetzt liegt es also an euch zu verhindern.

(Apg 13,38-40)

 

Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz;

´Gottes` vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.

(1.Joh 4,18)

 

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