Freut euch, was auch immer geschieht!

 

Hallo Du, freu dich immer!

Diese Aufforderung ist herausfordernd.

Worauf kommt es im Leben an?

Vielleicht darauf, dass wir immer liebevoll, ehrlich,

fleißig, echt, zuverlässig, friedliebend, geduldig,

freundlich, gütig, treu, aufmerksam, rücksichtsvoll

und Selbst beherrscht sind?

Das alles ist sicherlich gut und richtig, aber schaffen

wir es, das immer zu sein?

 

Schaffen wir das auch in schwierigen oder

aussichtslosen Situationen? Dann, wenn es für uns

brenzlig wird und die Nerven blank liegen?

Dann, wenn es mal nicht so läuft, wie wir es uns

wünschen, wenn uns andere auf den Keks gehen,

wenn wir emotional aufgebracht sind und nicht wissen,

wie es weitergehen kann?

 

Kennst du das?

Weißt du, was die Ursache dafür ist und wie du in

diese Situation gekommen bist und wie du aus deiner

Verunsicherung wieder rauskommst?

 

Paulus, der in solchen Situationen sehr erfahren war,

schrieb dazu ganz lapidar:

Freut euch, was auch immer geschieht! Lasst euch

durch nichts vom Gebet abbringen! Dankt Gott in

jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und

was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.

(1.Thess 5,16-18; NGÜ)

 

Paulus ist wahrhaft kein Optimist. Er weiß, dass neben

der Freude auch das Leid zum Leben gehört. Und er

hat gelernt, dass ‚mit seinem Schicksal zu hadern‘

keine Lösung ist und dass das sogar kurzsichtig und

schädlich ist.

Wenn er schreibt:

‚Freut euch, was auch immer geschieht!‘, dann hat das

etwas mit seiner Gotterfahrung zu tun. Damit, dass

aus Schlechtem Gutes werden kann, damit, dass er

Gott jede Wende zum Guten zutraut und damit, dass

er dem allwissenden und weitsichtigen Gott völlig

vertraut, auch dann, wenn er nicht weiß, was werden

wird. Das nennt man absolutes Gottvertrauen.

Das ist tief verwurzelter Glaube! Das ist bewundernswert.

Den Glauben hätte ich auch gerne.

 

In Hebr 11,1 schreibt er:

Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen

mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft,

ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit (noch)

unsichtbarer Dinge.

 

Weil Gott seine Geschöpfe, wie auch Paulus,

dich und mich, bedingungslos liebt, will er,

dass es uns gut geht, dass unser Leben gelingt

und dass wir mit seiner Hilfe und durch Glauben

und Vertrauen, Schwierigkeiten meistern und

Unangenehmes überwinden.

 

Was auch immer geschieht:

Es gibt keinen Grund, uns zu fürchten oder uns zu grämen.

Gott liebt die, die zu ihm stehen, also uns.

Er sorgt für uns! Immer! Auf ihn ist Verlass!

Er hat einen guten Plan für jeden von uns.

 

Paulus weiß das.

Deswegen kann er voller Überzeugung sagen:

‚Freut euch, was auch immer geschieht!‘

Diese Aussage zeigt, dass er sein Leben

und aus Gott führt.

 

Paulus ermutigt uns noch zu zwei weiteren

elementaren Lebenseinstellungen:

‚Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen!‘

und ‚Dankt Gott in jeder Lage!‘

Auch die kommen aus seiner Lebenserfahrung und

geistlichen Weisheit.

Gebet vertieft die Beziehung mit Gott, unserem

Vater im Himmel.

Es läutert und verbindet.

Es klärt und beruhigt.

Es hält sensibel für Gottes Erhören, Geben und Wirken.

Beten ist eine zuverlässige

Glaubens- und Vertrauensgrundlage.

Es gibt Halt und Sicherheit und lässt uns danken.

Dank in jeder Lage ist davon überzeugt, dass Gott

bisher schon gegeben hat und auch zukünftig

jederzeit weiterhelfen wird.

Wer Gott dankt zeigt damit auch, dass er/sie bereits

gute Erfahrungen mit eigenen Gebetserhörungen hatte.

 

Freude über Gottes helfendes und weitsichtiges Wirken,

sowie Gebet und Dank, sind die Grundpfeiler unseres

Gottvertrauens. Aus ihnen erwächst das neue und

bessere Leben.

Das ist es, was er (Gott) von euch will und was er euch

durch Jesus Christus möglich gemacht hat.

 

Was hat Jesus Christus uns möglich gemacht?

Entlastung durch die Vergebung unserer Sünden.

Veränderung zum Guten durch seine Liebe und Güte.

Orientierung dadurch, ihn zu kennen und von ihm

gelernt zu haben.

Jederzeitige Führung durch sein Wort und durch

seinen Geist, aus dem wir nun leben.

Immer dürfen wir um seine Hilfe zu bitten.

Immer können wir mit seiner Hilfe rechnen.

Sein Heiliger Geist hilft uns auch dabei, die

erwiesene Hilfe zu bemerken und ihm dafür

immer wieder zu danken und uns über das

neue Leben mit ihm zu freuen!

 

Amen.

 

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