Fieslinge
Hallo Du,
immer wieder gibt es Menschen,
die sich in den Vordergrund drängen,
die sich über andere erheben,
die Positionen anstreben, um anderen vorgesetzt zu sein,
die Macht und Einfluss suchen, weil sie selbst schwach und
abhängig sind.
Indem sie sich und anderen immer wieder das Gegenteil
davon beweisen wollen, indem sie andere Menschen
erniedrigen und unterwerfen wollen, beweisen sie doch
nur immer wieder ihre eigene Schwäche.
Gebt diesen Fieslingen keine Macht!
Wählt sie nicht, hört nicht auf sie, unterwerft euch nicht!
Sie wollen sich doch nur auf eure Kosten profilieren,
sich mit eurer ehrlichen Arbeit schmücken,
sich mit eurer Hilfsbereitschaft bereichern,
sich mit eurer Friedfertigkeit und Duldsamkeit erhöhen.
Sie beuten euch aus und lassen euch anschließend fallen.
Fieslinge verstecken ihr unehrliches Wollen,
sie zeigen sich in den ehrenwerten Masken
der Beschützer, der Gönner, der Helfer,
der vertrauenswürdigen und wohlwollenden Leiter,
der guten und fürsorgenden Hirten
und sie sind doch nur Wölfe im Schafspelz.
Ein guter Hirte lässt sein Leben für seine Schafe;
ein Fiesling nicht.
Daran könnt ihr die Fieslinge erkennen.
Sie geben nicht wirklich, nichts von sich selbst
und schon gar nicht ihr Leben,
das sich ja auf fremde Kosten verschönen wollen.
Sie nehmen, was sie bekommen können.
Sie geben höchstens einen Teil von dem,
was sie anderen genommen haben.
Ein guter Hirte missbraucht niemanden für sich und er hat
auch kein Machtstreben, sondern er benutzt sich selbst
und seine Fähigkeiten, um andere ohne eigenen Vorteil
sich entwickeln und wachsen zu lassen.
Darum ihr ehrlichen Schafe: Habt Acht und vereinigt euch.
Lasst euch in euerm Fühlen, Denken und Tun vom guten
Geist Jesus leiten und wehrt euch gegen jede Bevormundung,
Ungerechtigkeit und Demütigung; nicht mit Gewalt, aber
mit einem deutlichen, schlichten „Nein – nicht mit mir!“
Wehret den zurücksetzenden und überheblichen Anfängen.
Machtgierige Personen sind auch nur Menschen, nicht besser
und nicht schlechter, nicht höher oder geringer als ihr selbst.
Ihr braucht einander, deshalb dient euch gegenseitig mit
euren Begabungen und Fähigkeiten zum gegenseitigen
Vorteil, in Achtung und Würde, mit Anstand, Freundlichkeit
und Höflichkeit.
Niemand hat das Recht, sich in euer Leben einzumischen,
eure Persönlichkeit zu verändern und euch auszunutzen,
auch nicht euer Arbeitgeber oder euer Chef,
es sei denn, ihr lasst es zu oder ihr wollt es.
