Erfüllen Weihnachtswünsche Bedürfnisse?

 

Hallo Du,

heute ist der 24.12.2023 und Weinachten beschäftigt mich.

Statt der Frage im Titel könnte ich auch fragen: 

Wieviel Liebe steckt in der Erfüllung von Wünschen?

 

Begriffsdefinitionen:

Ein Bedürfnis, gemeint sind Grundbedürfnisse, zeigt einen lebensnotwendigen Bedarf. Der kann bestehen für Nahrung, Unterkunft, Schlaf, Kleidung, Krankenversorgung, Nähe, Geborgenheit oder Gemeinschaft und darin enthalten, Schutz, Stabilität, Ordnung sowie körperliche, seelische, finanzielle und soziale Sicherheit.

 

Ein Wunsch ist ein Begehren nach einer Sache oder Fähigkeit, ein Streben oder zumindest die Hoffnung auf etwas Erfreulichem, das die Realität verschönt.

 

Zur Titelfrage:

Kinder leben im Hier und Jetzt und haben nur Bedürfnisse und keine in die Zukunft gerichteten Wünsche. Erwachsene leben aber leider oft in der Auseinandersetzung mit dem Vergangenen und dem Hoffen auf Zukünftiges, und damit in Zweifel und Unzufriedenheit.

 

Wie kann man das ändern? Alle menschlichen Grundbedürfnisse können gestillt werden durch liebevolle Zuwendung und Stärkung. Dagegen werden Wunschbegehren, die ja aus einer inneren Leere kommen, meist nicht erfüllt und nicht gestillt, auch nicht durch eigene Erfüllung. Die macht nicht glücklich.

 

Solche Wünsche können entstehen, wenn eigene Bedürfnisse nicht erfüllt sind und/oder wenn man sieht, dass Wünsche anderer erfüllt werden. Diese Wünsche berücksichtigen weder die eigne Reife noch die Realität.

 

Erfüllt man Kindern ihr Begehren, dann schließen sie daraus, dass Bedürfniserfüllung und Wunscherfüllung das Gleiche sei und die Wunschablehnung eine persönliche Ablehnung oder Zurückweisung für sie wäre.

 

Für mich ist elterliche Bedürfnisbefriedigung, die verantwortlich gezeigte Liebe und Fürsorge für ihre Kinder. Eine von Eltern erwiesene Wunschbefriedigung hat vielleicht mehr mit deren unerfüllten Wünschen oder einer Wirkung nach außen zu tun.

 

Selbstverständliche Bedürfniserfüllung verwöhnt nicht. Sie ist notwendig.

Häufige Wunscherfüllung aber verwöhnt und verzerrt Maßstäbe. Sie erhöht die Ansprüche und Erwartungen der Kinder an die Eltern, der Eltern an die Kinder und von Erwachsenen untereinander. Dann wird Großzügigkeit verlangt!

Nichterfüllung wird schnell als Zurückweisung oder Nichtbeachtung gesehen und damit beantwortet.

Manchmal wird das Erfüllen von Wünschen auch als Belohnung für ein erwartetes oder verlangtes Verhalten oder Tun gewährt. Dann soll der eigene Wille bei anderen durchgesetzt werden und die, von denen man das verlangt, werden nicht um ihrer selbst willen geliebt, sondern sie werden nur bei Gehorsam akzeptiert.

 

Ich persönlich habe keine Wünsche aber, wie alle anderen Menschen Bedürfnisse, die ich selbst nicht erfüllen kann. Meist akzeptiere ich das Hier und Jetzt und weiß mich in Gottes väterlicher Liebe geborgen. ER weiß, was ich brauche und wofür ich reif genug bin. Er hat die Macht und Kraft, das zu tun oder er kennt Menschen, Mittel und Wege, die das liebevoll für ihn tun.

 

Was sind wesentliche Bedürfnisse? Z.B.:

–  Als Mitmensch gesehen und akzeptiert zu werden;

–  geliebt zu sein und andere lieben zu dürfen;

–  Beistand, Zuspruch und Trost zu finden,

–  im sozialen Miteinander eine Aufgabe und Bedeutung zu haben.

 

Weihnachtsgeschenke

Wenn wir uns das immer wieder schenken, ist an jedem Tag Weihnachten. Dann sehen wir das Kind in der Grippe, Jesus, im rechten Licht und es erinnert uns daran, was wirklich wichtig ist, nämlich vorbehaltlose, liebevolle und einfühlsame Mitmenschlichkeit und Anteilnahme.

 

Gott gibt uns selten, was wir uns wünschen. Es muss schon seinem Wollen entsprechen. Er gibt aber seinen Kindern, was sie brauchen.

 

 

Jesus sagt: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. (Joh 15,12; NGÜ)

 

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