Entschiedenheit gibt Orientierung

 

Hallo Du,

da wollen doch tatsächlich Leute ihren Murks bei

mir abliefern und ich Trottel habe auch noch

Verständnis für ihre Situation.

 

Sie labern mich voll mit Ausreden wie:

„Ich konnte nicht besser,

weil das Wetter nicht gut war,

weil mein Vorarbeiter krank wurde,

weil der Lieferant nicht pünktlich lieferte,

weil die Welt nun mal schlecht ist,

weil Gott es so wollte.

Da müssen sie doch Verständnis dafür haben.

Das ist halt immer wieder so.

Das ist eben jetzt so richtig, wie es nun mal ist.

Ausreden über Ausreden und die wollen

sie mir ein-reden.

Sie wollen mir Vorteile zeigen, die keine sind.

Sie wollen mich überreden, ihnen recht zu geben,

Sie wollen, dass ich ihren Murks akzeptieren

und ihn gutheiße.

 

Wieso passiert mir das immer wieder?

Weshalb rege ich mich dabei so auf?

Warum machen diese Leute das?

 

Weil die Welt schlecht ist.

Weil sie bequem und faul sind.

Weil sie gleichgültig und gewissenlos sind.

Weil sie das schnelle Geld im Kopf,

aber keine Ehre im Herzen haben.


Sie versuchen, ihre Nachlässigkeit

mit Scheinargumenten und Dreistigkeit zu bemänteln.

Sie versuchen, ihre Fehler zu beschönigen.

Sie versuchen, mich auf ihre Seite zu ziehen.

Welche Rolle geben sie mir in diesem bösen Spiel?

Ich soll den Trottel abgeben, den erfolgreich Betrogenen.

 

Lasse ich mir das gefallen?

Was ist meine eigene Position?

Welche Rolle habe ich im Leben?

 

Die Wahrheit muss ans Licht.

Murks muss aufgedeckt und benannt werden.

Schlamperei muss beseitigt werden.

Der Teufel argumentiert und diskutiert gerne.

Er will verwirren, verunsichern, im Trüben fischen.

Klarheit und Ehrlichkeit,

Entschiedenheit und Nachdrücklichkeit

müssen diesem bösen Treiben ein Ende bereiten.

 

Mein Ärger hat mir gezeigt,

   dass bei mir etwas nicht stimmte.

Mir waren die langfristigen Konsequenzen

   ihrer schlechten Taten nicht bewusst.

Wer einmal erfolgreich betrügt,

   wird es wieder tun.

Wer ungeschoren davonkommt,

  verliert seine Hemmungen.

Wer keine Ehre mehr kennt,

   ist hoffnungslos verloren.

Ich war zu freundlich, zu verständnisvoll

   und zu kompromissbereit.

Ich habe das Schlechte ernst genommen

   und mit ihm diskutiert.

Diese Schlamper haben meine Offenheit

   und mein Vertrauen missbraucht und verhöhnt.

Ja , sie haben das Gute in mir verhöhnt.

Sie haben Gott verhöhnt.

 

Deshalb kämpfte es in mir.

Deshalb quälte ich mich.

Deshalb musste etwas Klärendes geschehen.

 

Ich habe erkannt,

dass diese Leute die Sprache des Guten noch

   nicht verstehen;

dass sie sich noch am Geld, am Status und am

   Wohlstand orientieren;

dass sie noch selbstbezogene Egoisten sind,

   die nur sich selbst lieben.

Ihr Maßstab ist ein goldenes Kalb, das sie blendet,

   das sie blind macht.

 

Sie wissen nicht, dass wir alle ein Team sind.

Wenn einer nicht funktioniert, dann funktioniert alles nicht.

Wenn einer falsch spielt, sind alle betrogen.

Sie wissen noch nicht,

dass sie sich letztlich selbst betrügen und schädigen,

dass sie ihr Seelenheil  für einen schnellen Euro verkaufen.

 

Da hilft keine Höflichkeit und Diplomatie!

Solange ich lebe, bin ich das Licht für die Welt,

   ein Leuchtturm für Gott.

Ich sage dazu einfach nur noch „Ja!“ oder „Nein!“

Ich spreche eine klare, für jedermann verständliche Sprache.

Ich beziehe eindeutig Stellung.

Ich gebe klare Antworten.

Ich sage, was ich denke.

Ich kläre, was unklar ist.

Ich spreche aus, was unausgesprochen ist.

Ich benenne, was sich versteckt.

Ich bekenne, was mich leitet.

 

Keine weiteren Diskussionen!

In dieser Konsequenz liegt Liebe.

 

Meine Entschiedenheit für Ehrlichkeit und Geradlinigkeit

gibt ihnen neue Orientierung und kann sie heilen.

Sie gibt auch mir neue Orientierung,

denn sie bestätigt in mir das Gute

und verbannt das Zweifelhafte und Schlechte.

Ich beziehe Stellung und leuchte ihnen als Vorbild heim.

 

Jesus weiß, warum er sagt:

„Sage einfach ‚Ja‘ oder ‚Nein‘. Alle anderen

Beteuerungen zeigen nur, dass du dich vom

Bösen bestimmen lässt.“ (Mt 5,37)


Und Jakobus rät:

„Unterstellt euch Gott im Gehorsam,

und widersetzt euch mit aller

Entschiedenheit dem Teufel.

Dann muss er vor euch fliehen.“ (Jak 4,7)

 

Doch woher kommt diese Entschiedenheit?

 

Sie kommt aus der Erkenntnis des eigenen Lebenssinns.

Sie kommt aus der Erkenntnis,

dass ich ein Kind Gottes bin,

ein Teil von ihm und aus seiner Liebe lebe und

auch von seiner Liebe gebe.

Sie kommt daher, dass ich in ihm ein festes Fundament

und Ziel habe!

 

„In meiner Macht steht alles, von A bis Z.

Ich bin der Anfang, und ich bin das Ziel“,

spricht Gott, der Herr. (Off 1,8)

 

„Durch Jesus ist alles erschaffen worden,

was im Himmel und auf der Erde ist. (…)

Alles hat Gott durch ihn geschaffen,

und alles findet in ihm sein letztes Ziel.“ (Kol 1,16)

 

Also, Gottes Liebe und Gnade ist mein Fundament

und die Liebe und Barmherzigkeit Jesu mein Ziel.

 

„Lasst die Liebe euer höchstes Ziel sein!

Bemüht euch um die Gaben, die der Heilige Geist

gibt; vor allem darum, Gottes Weisungen

weiterzugeben“. (1.Kor 14,1)

 

 „Weil wir das wissen, müssen wir um so mehr

auf die Worte achten, die wir von Jesus Christus

gehört haben. Sonst verfehlen wir noch das Ziel!“ 

(Hebr  2,1)

 

„Das Gesetz, so wie es uns von Mose übergeben

wurde, konnte uns nicht ans Ziel bringen und

mit Gott versöhnen. Doch jetzt haben wir die

Gewissheit, dass wir wirklich zu Gott kommen

dürfen“. (Hebr 7,19)

 

„Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts

schauen, sondern allein auf Jesus“. (Hebr 12,2)

 

„Jetzt sollt ihr leben wie Christus, der euch als

seine Jünger berufen hat: Vorbildlich, ja heilig

soll euer ganzes Leben sein“. (1.Petr  1,15)

 

 

Was soll ich noch dazu sagen?

Alles steht geschrieben, wir müssen es nur verstehen.

 

„Ich sage dies alles nicht, um euch irgendwelche

Vorschriften zu machen, sondern um euch zu helfen.

Ich möchte, dass ihr ein vorbildliches Leben führt

und unbeirrt nur das eine Ziel verfolgt,

dem Herrn zu dienen“. (1.Kor 7,35)

 

„Als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm nachliefen,

hatte er großes Mitleid mit ihnen. Sie waren hilflos

und verängstigt, ohne Ziel und ohne Hoffnung.

Sie waren wie Schafe ohne ihren Hirten.“ (Mt 9,36)

 

„Ihr seid in Gefahr! Passt auf, dass euch nicht die

Gier nach Luxus und Wohlstand, auch nicht die Sorgen

des Alltags vom Ziel ablenken!“ (Lk 21,34)

 

„Darum hat mir der Herr aufgetragen, euch in aller

Deutlichkeit zu sagen: Lebt nicht länger wie Menschen,

die Gott nicht kennen! Ihr Denken ist verkehrt und

ohne Ziel.“ (Eph 4,17)

 

„Wer für Gott ein guter Acker ist, der wird von

ihm gesegnet. Er nimmt den Regen auf, der

immer wieder über ihm niedergeht und nützliche

Pflanzen wachsen lässt. Schließlich bringt

er eine gute Ernte.“ (Hebr 6,7)

 

Wer entschieden ist,

hat ein Ziel und weiß dadurch, 

wohin der Weg gehen soll und muss.

Er wankt und weicht nicht.

Er gibt anderen dadurch Orientierung

und führt sie zu eigenen Entscheidung,

nämlich den Entscheidungen

für Ehrlichkeit und Anstand,

für ein Leben mit Gott und Jesus,

für ein Leben aus und in Liebe.


Und wer den Frieden und die Zufriedenheit

kennt,    die Freude und das Glück,

das sich aus dieser Entscheidung ergibt,

der ist und bleibt entschieden!

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