Ein guter Mensch?
Hallo Du,
die Bibel hat mich gelehrt, wahrhaftig zu sein, also immer die Wahrheit sagen und immer und in allem echt zu sein. Auch dann, wenn es um mein momentanes Befinden oder um meine wahren Gefühle geht, die man ja gerne verschweigt.
Das ist mir so zur Gewohnheit geworden, dass Verschweigen, Ausreden, Halbwahrheiten oder Lügen nicht mehr in mein Denk-, Sprach- und Verhaltensschema passen. Das ist entlastend, es bedeutet aber auch, dass ich, dass die Persönlichkeit zu dem steht, was und wie etwas gerade ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass mein Befinden immer gleichbleibend ist. Das meint, immer so bleibt, wie ich es vor wenigen Minuten noch empfunden und benannt habe.
Noch bin ich nicht so ausgeglichen, besonnen, gefasst und gelassen, dass mich Einflüsse von außen unberührt lassen, aber das ist wahrscheinlich auch gut so, denn meine Empathie lebt ja gerade daraus, dass ich mitfühle und mitempfinde, dass ich mich in andere einspüre, um sie besser verstehen zu können und empfindsamer auf sie eingehe.
Dazu gehören auch Bescheidenheit und Demut.
Die Bescheidenheit, keine großen Ansprüche und Erwartungen zu haben, sondern das wertzuschätzen, was ist und wie es ist, ohne es besitzen zu wollen.
Und die Demut, denn sie respektiert Gegebenheiten und akzeptiert die Unterordnung unter Gott, als den liebenden, allwissenden und allmächtigen Schöpfer und himmlischen Vater.
Gleichzeitig beinhaltet die Demut auch Gehorsam, Ergebenheit und Hingabe an ihn. In der Demut ist auch Sanftmut, nämlich in allem auf jegliche Form von Gewalt zu verzichten und mit allem und jedem liebevoll umzugehen.
Ich danke Gott für diese neue Lebenseinstellung und Wesensausrichtung.
»Warum nennst du mich gut?«, entgegnete Jesus. »Gut ist nur Gott, sonst niemand.« (Lk 18,19; NGÜ)
