Ehrfurcht

 

Hallo Du, gnädiger Gott,

Dir gebe ich die Ehre,

denn Du hast uns das weise, grundlegende

und alles umfassende Gesetz der Liebe gegeben.

Deine Größe überragt alles, was ich kenne.

Du bist so groß, so unbeschreiblich groß,

dass ich Dich fürchten müsste, wüsste ich nicht,

dass Du die diese Liebe bist,

dass Du mich in Deiner Größe und Gnade unendlich liebst,

dass Du mein liebevoller, allmächtiger Vater bist,

der mich führt und trägt, der mich schützt und pflegt,

wenn ich Dich in mir zulasse

und auf Dich und Deine Harmonie höre.

 

Zu Dir habe ich Vertrauen,

zu Dir kann ich demütig aufschauen

und auf Deine Erhabenheit bauen.

Ich kann Dich achten und ehren

und Deinen Ruhm vermehren.

 

Voller Hochachtung, –

ehrfürchtig stehe ich vor Dir;

der Respekt vor Deiner Würde

ist meine einzige Zier.

Ich heilige Deinen Namen

und hoffe auf Dein Erbarmen. 

 

Ich sehne mich nach Dir

und bekräftige meine Liebe zu Dir

mit einem Amen.

 

Und dennoch fürchte ich mich

vor Deiner Macht und Gerechtigkeit,

weil ich immer wieder gegen Dein

ewiges Harmoniegesetz der Liebe und Treue verstoße,

weil ich die Zusammenhänge

zwischen Ursache und Wirkung nicht überschaue,

weil ich die Konsequenzen aus meinem Denken und Handeln

nicht tragen möchte,

weil ich das Gesetz der Liebe nicht verstehe und einhalte,

weil ich nicht so genau weiß, was Liebe ist.

 

Du Gott gibst uns die Freiheit,

zu Denken und zu Handeln wie wir wollen,

aber Du befreist uns nicht

von den Folgen unseres Denkens und Tuns.

Nur wenn ich das Richtige denke und tue,

ist mein Leben erfüllt, glücklich und frei.

Nur wenn ich Dein Liebesgesetz beachte und darin lebe,

nur wenn ich Dich in allem und in allen erkenne,

nur wenn mir die Notwendigkeit

zum anständigen Denken und Tun bewusst ist,

nur wenn ich Selbstverantwortung für mein Tun trage,

nur dann werde ich frei von meinen inneren,

gewissensbedingten Fesseln und Ängsten

und handlungsfähig für Dich.

 

Nur dann kann ich mich durch Rechtschaffenheit,

durch Ehrlichkeit und Anständigkeit selbst davon

befreien, mich selbst und meinen Charakter

vollenden und verwirklichen und mich mit Dir Gott

in mir glücklich vereinigen, um aus mir heraus,

in der Harmonie der Liebe mit der Welt zu leben.

 

Nur wer vorbehaltlos nach Deinem Willen lebt,

nur wer Dein Wort in sich befolgt und Deinen Willen tut,

nur wer auf die Stimme seines Gewissens hört

und durch sie weiß, was gut und rechtens ist,

nur der kann und wird sein Leben meistern,

sein Leid überwinden und frei sein

für die Schönheit und Harmonie der Liebe im Herzen und

für das angenehme Gleichgewicht in seiner Seele.

 

In Ehrfurcht

verehre ich Dich und fürchte ich Dich, allmächtiger Gott.

Ich ehre Deine Güte und Barmherzigkeit und hoffe darauf.

Ich fürchte mich vor Deiner Gerechtigkeit und Strenge,

vor den Konsequenzen meines Tuns.

Ich fürchte mich vor der Verlassenheit von Dir,

in die ich mich selbst begebe.

Meine Furcht kann ich nur überwinden

durch meine aufrichtige Liebe,

durch mein absolutes Vertrauen in Dich,

in Deine Ehre und Deine Weisheit,

und durch meinen Gehorsam.

 

Gebe mir bitte die Kraft,

mich so weit aus meinen einengenden Bindungen

zu befreien, dass ich meine übergroße Liebe ehrlich

und glücklich leben kann.

 

Amen.

 

„Wer Gerechtigkeit und Liebe hat, dem wird alles

gegeben, was er ersehnt, damit ihm nichts mangele;

wer aber keine Gerechtigkeit und Liebe hat,

dem wird auch das genommen, was er besitzt.“

 

Schreibe einen Kommentar