Die Frau soll sich in der Ehe dem Mann unterordnen
Hallo Du, reg dich nicht auf!
Heute sind Emanzipation und Gleichberechtigung der Frauen unumstritten.
Auch Paulus will das nicht in Frage stellen. Er fragt sich nur, wie eine Beziehung
dauerhaft gelingen kann und er weiß um die unterschiedlichen Veranlagungen,
Stärken und Schwächen und Sichtweisen von Mann und Frau.
Ich nehme also einmal die Aussagen von Paulus als eine Denk-These und frage
mich, warum Mann und Frau so wesensverschieden sind.
Als Christ weiß ich, dass Gott keine Fehler macht und dass alles gut ist, wie es ist,
auch wenn ich es nicht verstehe.
Als Naturwissenschaftler sehe ich zunächst die unterschiedlichen Körpermerk-
male, die auf verschiedene Aufgaben, Rollen und Funktionen im Leben
hinweisen, aber ich weiß auch um die unterschiedlichen Veranlagungen.
Bei der Frau, vor allem von dem besonders gut ausgeprägten Sprach- und
Kommunikationszentrum im Gehirn, dem Zentrum für zwischenmenschliche
Interaktion, sowie der starken sozialen Verbindlichkeit und Fähigkeit zur
Integration.
Beim Mann vor allem von dem besonders gut ausgeprägten Zentrum für
abstraktes, räumliches und überschauendes Denken und Sehen sowie seiner
Fähigkeiten, logisch und strukturiert zu denken, Zusammenhänge nüchtern zu
betrachten, das Wesentliche situationsnah zu erkennen, Prioritäten setzen und
notwendige Entscheidungen schnell treffen zu können.
Aus beiden Blickwinkeln erkenne ich, dass Mann und Frau sich ergänzen sollen
und müssen, denn weder die eine noch die andere Denk- und Sichtweise alleine
ist richtig.
Frauen verlieren sich leicht im sozialen Kleinklein,
Männer in der nüchternen, strategisch übergreifenden Betrachtung.
Frauen verlieren leichter das große Ziel aus den Augen,
Männer eher die sozialen Bezüge, die ihnen das Erreichen der Ziele ermöglichen.
Heute werden die persönliche Entwicklung und Selbstverwirklichung des
Einzelnen leider ganz großgeschrieben und dabei verrutscht leicht die
Perspektive. Menschen halten ihren eigenen Denk- und Handlungsansatz sowie
ihr eigenes Verhalten leicht und gerne für allein richtig, den von anderen
zumindest für fragwürdig, oft auch für falsch.
Wer sich aber selbst als Maßstab für andere setzt, verliert jeden Maßstab und
damit auch sich selbst. Er macht sich zu Gott und isoliert sich von der Bewährung
im Leben. Er lässt sich nicht mehr führen und auch nichts mehr sagen.
Er verlässt im Werdeprozess zunehmend jeden sozialen Bezugsrahmen,
der ihm Halt, Erkenntnis über sich selbst und emotionalen Ausgleich geben
könnte.
Wenn nun so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Mann und Frau aufeinander
treffen, wie können sie zusammenkommen und vor allem, wie können sie
dauerhaft zusammenbleiben?
In jungen Jahren ist es vor allem der Trieb zur Fortpflanzung, also die Sexualität,
und auch die Neugier an der Verschiedenheit, die eine sehr starke Anziehungs-
kraft bewirken.
Das ‚Verliebt sein‘ überbrückt und verbindet, doch jedes Verliebt sein wird bald
durch den nüchternen und ehrlichen Alltag abgelöst. Die rosarote Brille der
Anfangseuphorie verfärbt sich zu grauer Ernüchterung. Die Realität und die
Wahrheit über die wahre Persönlichkeit hinter der aufgesetzten Maske
(per sonare = durch eine Maske reden) sowie der tatsächliche Charakter werden
langsam offenkundig, die eigentlichen Werte und Ziele bekannt.
Unangenehme Überraschungen bleiben also nicht aus.
Jetzt kommt es darauf an, wie Partnerin und Partner mit ihrem unterschiedlichen
Wollen, mit ihren eigenen Vorstellungen, Erwartungen und Zielen, umgehen,
inwieweit sie diese zurücknehmen und gemeinsame Ziele finden und wie sie sich
zueinander verhalten.
Und jetzt wird es spannend!
Die Bibel sagt dazu durch Paulus im Epheserbrief 5, 15-20:
Achtet sorgfältig darauf, wie ihr lebt; handelt nicht unklug, sondern bemüht
euch, weise zu sein. Nutzt jede Gelegenheit, in diesen üblen Zeiten Gutes zu
tun. Handelt nicht gedankenlos, sondern versucht zu begreifen, was der Herr
von euch will. Betrinkt euch nicht mit Wein (mit dem berauschenden Wein des
eigenen Wollens und Weges); sonst ruiniert ihr damit euer Leben. Lasst euch
stattdessen vom Heiligen Geist erfüllen. Singt miteinander Psalmen und
Lobgesänge und geistliche Lieder, und in euren Herzen wird Musik sein zum Lob
Gottes. Und dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres
Herrn Jesus Christus.
Weil es so wichtig ist, in welchen Geist wir denken und leben (ob selbstbezogen
oder gemeinschaftsbezogen), möchte ich das hier weiter verdeutlichen.
Weil wir als Paar nicht mehr alleine sind, brauchen wir einen unabhängigen und
übergeordneten Maßstab, an dem wir uns messen, nämlich den Gottes.
Paulus beginnt das 5 Kapitel mit den Worten:
Folgt in allem Gottes Beispiel, denn ihr seid seine geliebten Kinder.
Euer Leben soll von Liebe geprägt sein, wie auch Christus uns geliebt hat,
denn er hat sich selbst als Gabe und Opfer für unsere Sünden gegeben.
Wir sollen unser Tun und Verhalten unter dem Blickwinkel der Liebe und des
Guten betrachten. Wir sollen sorgfältig darauf achten, wie wir leben und
handeln und wir sollen danach trachten, weise zu sein, d.h. jeden zu seinem
persönlichen Anliegen kommen zu lassen und seine persönlichen Fähigkeiten,
Meinungen und Interessen einzubeziehen. Jesus ging dabei noch viel weiter.
In seiner Liebe hat er sich und sein Leben für andere hingegeben, also seine
eigenen Interessen und Wünsche völlig hintangestellt. Das müssen wir nicht,
aber es muss uns bewusst sein, dass Gemeinschaft nur gelingen kann, wenn wir
wichtige Teile unserer individuellen, selbstbezogenen Interessen zurückstellen.
Das ist nicht leicht und deshalb müssen wir ständig daran arbeiten.
Wenn wir im Geist der Gemeinschaft, nämlich des ‚Aufeinander zu Gehens‘ und
des ‚Sich Zurücknehmens‘, des ‚Gegenseitigen Achtens‘ und des ‚Sich gegenseitig
Ergänzens‘ leben lernen, dann hat jede Begegnung und Bekanntschaft die Chance
zur dauerhaften, tragfähigen Beziehung.
Der Text gibt auch dazu Hinweise. ‚Singt miteinander‘, ‚macht etwas zusammen
und habt eure Freude dabei‘. Richtet eure Gemeinschaft auf ein gemeinsames
Ziel aus. Gestaltet euer gemeinsames Leben so, dass ihr freundlich seid und
Freude habt, dass ihr das Wohl des anderen anstrebt und euch in gegenseitiger
Liebe geborgen fühlen könnt. Dabei nehmt euch selbst nicht zu wichtig, sondern
bedenkt dankbar, dass Freude und Gemeinschaft gottgewollt sind, zu eurer
Unterstützung.
Dankt Gott, unserem gemeinsamen Vater, zu jeder Zeit für alles, und lernt aus den
bedeutsamen Kleinigkeiten, die euch das Zusammenleben so schwer machen.
Gemeinschaft fällt nicht vom Himmel, aber der Himmel gibt uns Kraft und Hinweise
dafür, sie gelingen zu lassen.
Er zeigt uns, wo wir selbst etwas dazu tun müssen, nämlich unsere alten Rechte
und Verhaltensweisen zu überprüfen und gegebenenfalls auf einiges davon zu
verzichten.
Und es wird noch spannender, denn jetzt kommen wir zur Struktur von
Beziehung!
Eine Firma, in der jeder Chef sein will, geht unweigerlich zugrunde!
Tanzen gelingt nur, wenn die Frau sich vom Mann führen lässt!
Nur wer sich Gott unterordnet, wird von ihm gesegnet werden!
Warum gerade der Mann der ist, der führen darf oder muss, ist vielen
emanzipierten Frauen unverständlich und sie lehnen sich dagegen auf, zu ihrem
eigenen Nachteil.
Gott kennt seine Geschöpfe genau und hat deswegen die schweren Aufgaben im
Leben gerecht verteilt. Als die Menschen im Garten Eden Gott gegenüber ihre
Grenzen ausgelotet haben und deswegen ungehorsam wurden, wurden sie aus
dem Paradies auf Erden verbannt. Ihr Ungehorsam zielte darauf, sein zu wollen,
was Gott ist.
Aber Gott kann und darf keinen Möchtegerngott neben sich dulden, der in seiner
selbstbezogenen Blindheit das Wohl aller und von allem aus dem Auge verliert
und in seiner Begrenztheit (selbst bei bestem Willen) das Gute und Vollkommene
zerstören würde.
In 1. Mose 3, 16 – 17 heißt es bei der Verbannung:
Und Gott sprach zur Frau: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger
wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach
deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.
Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und
gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht
davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du
dich von ihm nähren dein Leben lang.
Seitdem hat sich die Welt verändert, weil der Mensch sie rücksichtslos verändert
hat. Viele Frauen wollen keine Kinder mehr und lieber ‚erfolgreich‘ sein.
Viele Männer heiraten nicht mehr, um der Verantwortung für Familie und Kinder
zu entgehen. Manche heiraten wegen vermeintlicher Vorteile trotzdem, sind
aber nicht in der Lage eine Familie zu führen, zu beschützen und zu ernähren.
Längst nicht alle Männer sind noch ‚Männer‘ und auch nicht alle Frauen sind
noch ‚Frauen‘.
Paulus wusste um die Bedeutung von Führung und Unterordnung und er kannte
die verschiedene Veranlagung von Mann und Frau. Und weil auch er wollte, dass
eheliche Gemeinschaft und Familie die Urzelle von Gemeinschaft, gelingt, hat er
es in Epheser 5, 21-33 zur Verdeutlichung und Bewusstmachung treffend auf den
Punkt gebracht.
Ordnet euch aus Achtung vor dem Herrn bereitwillig einander unter.
Ihr Ehefrauen sollt euch euren Männern unterordnen, so wie ihr euch dem Herrn
unterordnet. Denn der Mann ist das Haupt seiner Frau, wie Christus das Haupt
seines Leibes – der Gemeinde – ist, für die er sein Leben gab, um sie zu retten.
So wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, sollt ihr Ehefrauen euch auch
euren Männern in allem unterordnen.
Er hätte ‚in allem‘ leicht weglassen können, aber er hat es aus gutem Grund
nicht getan. Viele Köche verderben den Brei.
Diese Aussage ist für manche Frauen hart und der Mann, der sie als richtig
vertritt, gerät leicht in die Ecke des Machos. Aber dennoch, ich stehe dazu,
nicht weil ich es aus Machtgründen gerne so hätte, sondern weil es aufgrund
unserer unterschiedlichen Fähigkeiten und Veranlagungen so sinnvoll ist.
Frauen sollten wissen: Ein Mann kann nur Mann sein, wenn er gerade von
seiner Ehefrau (trotz seiner Schwächen und wegen seiner Stärken) geachtet
und respektiert wird, denn nur dann kann sie das Beste in ihm freisetzen.
Außerdem habe ich in meinem langen Leben noch keine ’starke Frau‘ gesehen,
die sich nicht auch zur Unterstützung eine starke männliche Schulter gewünscht
hätte.
Eine kluge Frau wird also nie über ihren Mann herrschen und ihn auch nicht
durch unsachgemäßes kritisieren in Frage stellen (und ihn dadurch schwächen),
sondern sie wird sich zurückhalten, ihn angemessen beraten und ihm in allem
beistehen. Ihr Platz ist an seiner Seite. Sie wird ein Beispiel für ihre Kinder sein
und seine Autorität (zum Vorteil aller) vor den Kindern nicht untergraben.
Sie wird ihn mit sich verbindet und so auch mit ‚ihrer‘ Familie.
Indem sie mit ihm eins wird und vertrauensvoll übereinstimmt
(auch ohne Absprache), werden beide gestärkt und stark und auch die Kinder
werden stark, denn sie brachen eine starke Hand, eine weise Führung.
Beim Tanzen führt der Mann deswegen, weil räumliche Orientierung eine seiner
Stärken ist und, weil intuitives Einfühlungsvermögen und Bewegungsantizipation
seine Schwächen sind. Er hat Schwierigkeiten, seine Füße zu sortieren und sie im
Takt zur Musik zu bewegen. Die Frau gleicht diese Schwäche mit ihrer Stärke
leicht aus, doch leider kann dann nicht auch noch den großen Überblick haben,
denn sie ist auf ihren Tanzpartner konzentriert.
Nun zu den Männern!
Wer führt, der dient. Wer führt, muss sich seiner Führungsverantwortung
bewusst sein und wissen, dass Führung ausrichtet, beeinflusst und lenkt,
manchmal auch beschneidet oder einengt und deswegen unbequem und
unbeliebt ist. Führen bedeutet auch ‚für oder gegen andere zu entscheiden‘ und
das Schwierige dabei ist, trotzdem gerecht und ausgewogen zu bleiben und zu
bedenken, dass jede Entscheidung zum Wohle der Gemeinschaft getroffen
werden muss.
Paulus sagt dazu in Epheser 5, 25-28:
Und ihr Ehemänner, liebt eure Frauen mit derselben Liebe, mit der auch Christus
die Gemeinde geliebt hat. Er gab sein Leben für sie, damit sie befreit von Schuld
ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort.
Er tat dies, um sie als herrliche Gemeinde vor sich hinzustellen, ohne Flecken und
Runzeln oder dergleichen, sondern heilig und makellos. Genauso sollten auch die
Ehemänner ihre Frauen lieben, wie sie ihren eigenen Körper lieben. Denn ein
Mann liebt auch sich selbst, wenn er seine Frau liebt.
Die Männer sollen ihre Frauen nicht nur lieben, sondern im Notfall auch dazu
bereit sein, ihr Leben für sie lassen. Das werdet ihr aber nur tun, wenn ihr
bewusst die Verantwortung für eure Ehefrauen tragt und sie nicht ständig an
euch rumnörgeln.
Wenn Frauen heiraten, dann heiraten sie meist den Mann für eine Familie.
Wenn Männer heiraten, dann heiraten sie meist wegen der Frau.
Eva hat sich von der Schlange verführen lassen und anschließend Adam in das
Dilemma mit hineingezogen. Sie hat Adam nicht gefragt, vielleicht weil er ihr
nicht wagemutig genug war und nein gesagt hätte. Sie wollte aber auch nicht
die Verantwortung für ihr Handeln tragen. Sie war selbstherrlich und hat sich
ihm nicht untergeordnet.
Wir leben heute nicht mehr in einem patriarchalisch geprägten System und
kennen daher die Verantwortung für die Untergebenen kaum noch.
Oft wird ‚Sich unterordnen‘ und ‚Sich führen lassen‘ so verstanden, dass man
sich dadurch selbst zum Fußabtreter degradiert. Das ist völlig falsch!
‚Sich unterordnen‘ bedeutet, sich zum Vorteil aller zurückzunehmen.
Es bedeutet auch, einen Raum zu schaffen, in dem andere wachsen können.
Indem wir uns Gott unterordnen, werden wir bereit, seinen Geboten
zu gehorchen; und indem wir uns Menschen unterordnen, bedeutet das,
ihren Rechten den Vorrang gegenüber den eigenen Rechten einzuräumen.
In einer Ehe sollen Mann und Frau sind gegenseitig unterordnen, jeder sich
den Stärken des anderen, zum Wohle des Ganzen. Für die Frau bedeutet dies,
bereitwillig der Führung ihres Mannes zu folgen. Für den Mann bedeutet es,
aus Liebe zu seiner Frau eigene Interessen zurückzustellen.
Eine Ehe / Beziehung gelingt, wenn jeder das Wohl und Glück des anderen anstrebt.
Manche Menschen wollen und können sich (beispielsweise aus Stolz, Hochmut
oder Eitelkeit) nicht unterordnen. Sie halten sich für klüger, erfahrener oder
besser und werten den anderen damit ab. In ihrem Wahn sind sie blind und
uneinsichtig. Sie fühlen sich im Recht und wollen nichts dazulernen, weil sie
denken, sie brauchen es nicht.
Ihr Verhalten erzeugt Widerstände und sie verstehen nicht, warum ihnen keine
Ehre und Hochachtung entgegengebracht wird. Sie wollen Gemeinschaft, aber
nur zu ihren Bedingungen. Sie wollen die Vorteile auf ihrer Seite haben, um doch
noch tun und lassen zu können, was ihnen gefällt. Sie verstehen nicht, dass ‚Sich
einordnen‘ eine wichtige Voraussetzung dafür ist, die Ordnung und die Harmonie
in Ehe und Familie zu gewährleisten und damit auch, Liebe und gegenseitige
Achtung wachsen zu lassen.
Diese Form der Liebe ist also nicht eine Voraussetzung für die Ehe, sondern sie
erwächst aus einer notwendigen und strukturierten Ordnung, die zwischen-
menschliche Differenzen und Spannungen minimiert und sie dadurch ermöglicht.
Im Grunde genommen sollten in einer Ehe / Beziehung Mann und Frau sich den
besonderen Fähigkeiten des anderen unterordnen. Das erkennt den anderen in
seiner Stärke an und schafft Vertrauen und Verbindung. Im Grunde genommen
geschieht in einer Ehe ein gegenseitiges Führen und ‚Sich führen lassen‘.
Das ermöglicht Zusammenwachsen und gegenseitige Unterstützung.
Im ‚Sich führen lassen‘ zeigen Mann und Frau Vertrauen zueinander und
ermöglichen dem anderen, verantwortungsbewusst zu handeln und darin seine
Liebe zu zeigen.
Im Grunde genommen bedeutet ‚Sich führen lassen‘ auch,
freiwillig ‚auf den anderen eingehen‘, ’sich etwas sagen zu lassen‘,
‚auf ihn hören‘, ‚ihn ernst nehmen‘, zum Wohle der (ehelichen) Gemeinschaft.
Man tut es freiwillig, aus Liebe, Rücksicht und Achtung zum anderen.
‚Sich unterzuordnen‘ ist also kein ‚Sich kleinmachen‘ oder ein ‚Zwangsläufig
nachgeben‘, sondern es zeigt Weisheit, innere Souveränität und Größe.

