Deine große Last

 

Hallo du,

ich sehe, dass dich etwas schwer bedrückt.

Etwas drückt dich nach unten. Es verbiegt, verkrümmt und beugt dich.

Was belastet dich? Was macht dir so schwer zu schaffen?

Was verfolgt dich bis in deine Träume?

Welche Bürde trägst du? Welchen Ballast schleppst du mit dir herum?

Du gehst gebeugt wie unter einer schweren Last.

Du schleppst dich ab mit etwas, was für dich zu schwer ist.

Das schwächt und entkräftet dich.

Welche Last liegt auf dir? Welche Belastung wirst du nicht los?

Was unterdrückst du und lässt es nicht heraus?

 

Möchtest du dich entlasten?

Möchtest du deine Last loswerden?

Möchtest du davon befreit werden?

 

Wer oder was hemmt und hindert dich, frei zu sein?

Wer oder was verbietet dir zu tun,

was du gerne tun würdest und wozu du befähigt bist?

Wer oder was verhindert, dass du wirst, was du sein könntest?

 

Natürlich möchtest du dich entlasten.

Natürlich möchtest du deine Last loswerden.

Natürlich möchtest du davon befreit werden.

 

Es wird dich überraschen, aber du selbst stehst dir dabei im Wege.

Du schämst dich für etwas, was dir angetan wurde

oder für etwas, was du selbst getan hast.

Du hältst etwas geheim, was dich bedrückt und bedrängt.

Damit unterdrückst du deine Reinigung und Heilung.

Nichts ist so schlimm, dass es nicht ans Licht kommen sollte.

 

Du kannst deine Last ablegen. Du kannst sie loslassen.

Was ist, das ist, aber es muss nicht so bleiben.

Lasse dir dabei helfen.

 

1. Vergebe denen, die sie dir aufgelegt haben.

Erkenne, dass bereits sie diese Last zu tragen hatten

und dass sie daran zerbrochen sind,

sonst hätten sie sie dir nicht aufgehalst.

Bete für sie, dass sie ihr Unrecht erkennen und es nicht weiterhin tun.

Vergebe dir selbst, wenn du etwas Schlimmes getan hast.

Stehe dazu. Übernehme dafür die Verantwortung.

Bekenne deine Schuld dem Geschädigten und/oder Gott

und bitte beide um Vergebung und Besserung.

 

2. Gott weiß, wie es dir geht und was dich belastet.

Er kennt deine Geheimnisse, aber er mischt sich nicht ein.

Er hat dir die freie Entscheidungsmöglichkeit gegeben,

deine Last selbst zu tragen oder sie ihm zu geben.

Spreche mit ihm. Erzähle ihm von deiner Not.

Sage ihm, was dich bedrückt und bedrängt und bitte ihn,

dich zu entlasten, dich innerlich zu reinigen und zu heilen.

Damit ermöglichst du ihm, einzugreifen und dir zu helfen.

Indem du ihn helfen lässt, hilfst du dir selbst.

 

3. Beginne neu, offen und ohne Geheimnisse, ehrlich und echt.

Suche, denke und tue das Gute. Verstehe und liebe, vergebe und vertraue.

Sei mutig; denn niemand kann das Gute verwehren, außer du selbst.

Lasse dich (nicht mehr) von anderen verunsichern, einengen oder belasten.

Sie müssen mit ihren eigenen Lasten klar kommen und dürfen sie nicht

abwälzen.

Sehe nicht mehr nur dich. Die anderen sind genauso wichtig.

Ihr Wohl und Heil betrifft auch dich. Deine Belastung hat es dir gezeigt.

 

4. Lasse dich in allem vom Guten leiten und von einer liebevollen Einstellung

führen. Reagiere nicht mehr auf andere oder auf Umstände, sondern agiere aus dir

heraus.

Lebe deine Fähigkeiten und gebe, was du geben kannst.

Nur wer sich rührt, ist. Nur wer gibt, bekommt. Nur wer liebt, wird geliebt.

Suche dir eine feste Orientierung, einen festen Halt für stürmische Zeiten.

Finde Gott und lasse dich von seinem Wort und seinem Plan für dich führen.

Vertraue ihm, denn er hat keine eigenen Interessen; er möchte das Beste für

dich.

 

Niemand muss bedrückt und belastet durchs Leben laufen

und sich dauerhaft mit Lasten und Belastungen abschleppen.

Niemand darf von seinen Fähigkeiten und von seiner Bestimmung abgehalten werden,

sonst verfehlt er den Sinn seines Lebens.

Niemand sollte seiner Last alleine tragen. Mit der Hilfe von anderen kann sie

vorübergehend erleichtert werden, mit Gottes Hilfe kann sie vollständig beseitigt werden.

 

Ich kann dich nur dazu ermutigen, mit Gott zu sprechen.

Wenn du dich (noch) nicht traust, dann lasse andere für dich beten und bitten.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass er keinen zurückweist,

der Lasten loswerden möchte, der sich und sein Leben ändern möchte.

 

 

Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe,

ist leicht. (Mt 11,30; NGÜ)

 

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