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Dein neuer Name   (Jes 62, 2)

 

Hallo Du,

im biblischen Judentum war es üblich und eine wichtige Tradition, seinen Kindern einen Vornamen zu geben, der ihr Leben prägen sollte. Es war und ist durchaus üblich, Kindern Namen zu geben, die eine tiefere, oft schicksalhafte oder spirituelle Bedeutung haben. Die Namen können sich aus der Bibel, der jüdischen Geschichte oder hebräischen Begriffen mit positiven Eigenschaften und Hoffnungen ableiten. Oft geschieht das auch heute noch.

 

Ist das in unserer Kultur auch so?

Teilweise ja. Häufig spiegeln die Vornamen die Hoffnungen, Werte, Wünsche oder Segnungen wider, die die Eltern ihrem Kind mitgeben möchten. Hinter jedem Namen steht dann eine Geschichte, die das Kind auf seinen Lebensweg begleiten soll.

Manchmal werden Vornamen auch nach verstorbenen Verwandten gegeben, um deren Andenken zu ehren. Überwiegend aber werden Vornamen heute nach Modetrend oder schlicht nach dem Klang vergeben.

Viele Menschen hinterfragen später die Bedeutung ihres Vornamens, um zu prüfen ob der bei ihnen einen direkten, indirekten oder omenhaften Einfluss hatte.

 

In Jesaja 62, 2 sagt Gott: Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird. Den Namen aber nennt er nicht.

 

Im übertragenen Sinn bedeutet diese Zusage, dass wir einen neuen, lebensbestimmenden Vornamen erhalten, der unseren weiteren Lebensweg beeinflusst und verändert. Mit dem neuen Namen wird auch unsere Lebensbedeutung verändert. Er beinhaltet eine neue Berufung und eine gottgewollte Veränderung im Leben.

 

Im Neuen Testament wird die Idee eines neuen Namens und einer neuen Identität durch die Beziehung zu Jesus Christus besonders deutlich. In Galater 3,27 heißt es: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.“

 

Das zeigt, dass wir durch unseren Glauben und unsere Taufe eine neue Identität in Christus erhalten. Wir bezeichnen uns als Christen. Unser „Zusatzname“ wird Christus, und das bedeutet, dass wir nach und nach Jesus im Denken, Verhalten und Wesen ähnlicher werden und dass unser Leben fortan immer mehr von seiner Liebe, seiner Gnade und seiner Wahrheit geprägt ist.

 

Unsere neue Identität in Christus bedeutet, dass wir nicht mehr durch unser altes ICH und dessen Werte, Überzeugungen und Eistellungen geprägt bzw. durch unsere alten Fehler oder unser vergangenes Leben definiert werden. Nun durch eine neue Hoffnung und das neue Leben, das wir in im Glauben an ihn und durch seine Führung von ihm bekommen. Christ zu sein ist eine Einladung, unser Leben in Übereinstimmung mit seiner Lehre und seinem Beispiel zu führen.

 

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