Dankbarkeit und Danken

 

Lobt Gott und dankt ihm vor allen Geschöpfen, dass er

euch Gutes getan hat, damit man seinen Namen preist

und rühmt! Verkündet die Worte Gottes allen Menschen

in Ehren und verschweigt nicht sein Lob! (Tob 12,6)

 

 

Hallo Du,

hast du dich heute schon bei Gott bedankt, z.B. für den

neuen Tag, für die Sonne, ihr Licht und ihre Wärme, für

Wind und Regen, für das Zwitschern der Vögel, für die

Vielfalt und Schönheit der Blumen, für dein Leben, für

deine Lebenskraft, für die Gemeinschaft mit anderen,

für die täglich neuen Lern- und Entwicklungsmöglich-

keiten und für dein tägliches Brot – oder ist das alles

für dich selbstverständlich – oder machst du dir

darüber gar keine Gedanken?

 

Hast du dich heute schon bei einem Mitmenschen für

seine Liebenswürdigkeit, seine Freundlichkeit und sein

Entgegenkommen bedankt, z.B. bei deinen Eltern

oder deinen Kindern, bei deinen Freunden und

Arbeitskollegen/kolleginnen, bei deinen Nachbarn

oder bei zufälligen Begegnungen – oder ist ihr

Verhalten für dich selbstverständlich – oder machst

du dir keine Gedanken darüber?

 

Hast du dich schon einmal bei einem persönlichen,

von dir als ‚Feind‘ oder ‚Feindin‘ bezeichneten Menschen

dafür bedankt, dass er/sie dich dafür nicht verworfen

oder verdammt hat, dass er/sie dir zu Selbsterkenntnis

verholfen hat, dass er/sie dich zum Nachdenken gebracht

hat – oder machst du dir darüber keine Gedanken?

 

Wie oft bedankst du dich täglich? Gar nicht, vereinzelt,

oft, oder ständig?

Bist du ein dankbarer oder ein undankbarer Mensch?

Bist du nur selbstbezogen oder erkennst du Lobenswertes

in anderen und dankst ihnen dafür?

 

Wer dankt, blickt über den eigenen Tellerrand.

Wer dankt, erkennt andere an und würdigt sie.

Wer dankt, weiß ihr Geben zu schätzen und erkennt

den Schatz der Liebe darin.

Wer dankt, sorgt für Selbsthygiene an Körper,

Geist und Seele.

Wer dankt, wird und bleibt physisch stark und ausgeglichen,

ist glücklich, zufrieden und gesund, schläft besser und

achtet auch sich selbst.

Der fühlt sich besser und ist stressresistenter als Undankbare.

Der ist beziehungsfähiger, hilfsbereiter und mitfühlender.

 

Dankbarkeit ist ein äußerst starkes, positives Gefühl und

eine natürliche Reaktion auf erhaltene, liebevolle

Zuwendung und Hilfe. Geschieht die Zuwendung in

Ausweglosigkeit und völlig unerwartet oder wird sie

gar als ‚unverdient‘ empfunden, weil man sich selbst als

unwürdig empfindet, dann ist die Dankbarkeit umso

größer. Und die Freude über die erlebte Entlastung und

auch darüber, sich selbst überwunden und fremde Hilfe

angenommen zu haben, fließt ein in das öffentliche,

deutlich vernehmbare Ehren, Loben und Preisen des

Helfers. Danken aktiviert neue Kräfte.

Danken schafft Verbindung.

 

Dankbarkeit verändert das Leben, die persönlichen

Sichtweisen und Einstellungen.

Dankbarkeit anerkennt die eigene Unvollständigkeit

und Hilfsbedürftigkeit.

Dankbarkeit blickt auf, erkennt das Gute im Wohltäter

und verstärkt es noch.

Dankbare Menschen sind kommunikativ.

Dankbare Menschen können bitten und erhalten deswegen Beistand.

Dankbare Menschen fühlen sich gut und wertvoll.

Dankbare Menschen sehen einen Sinn in ihrem Leben.

Dankbare Menschen sind bereit, anderen zu helfen.

Dankbare Menschen weichen Schwierigkeiten nicht aus.

Dankbare Menschen trauen sich etwas zu.

 

Gott sei Dank für die Dankbarkeit!

 

Ist dir bewusst, dass Gott, der Schöpfer des Universums

und allen Lebens, auch über deine Leben Bescheid weiß

und es erhalten und mit Freude und Gottvertrauen

füllen möchte?

Ist dir bewusst, dass dieser Schöpfer, seine Geschöpfe

wie ein Vater oder wie eine Mutter liebt? Auch dich?

Ist dir bewusst, dass Gott reine Liebe ist und nicht

anders kann, als zu lieben?

 

In 1.Joh 4,7-8 wird uns gesagt: Ihr Lieben, lasst uns

einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und

wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott.

Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.

 

Dieser Gott will in seiner Güte nur das Gute für uns!

Er hat dafür gesorgt, dass wir viele Gründe zum Danken

haben. Deswegen heißt es in 1.Thess 5,18 (NGÜ):

 

Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch

will und was er euch durch Jesus Christus möglich

gemacht hat.

 

Und er gibt uns im Ps 50,23 (HfA) sogar einen deutlichen

Hinweis:

Wer mir dankt, der bringt damit ein Opfer, das mich

wirklich ehrt. Er macht den Weg frei, auf dem ich ihm

Rettung bringe!

 

Wer dankt, wird von Gott gesegnet, der

ermöglicht Segen!!!

 

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