Um nicht tun zu müssen,
was die Liebe gebietet
Hallo Du,
was uns die Liebe gebietet, ist ein
liebevoller, verständnisvoller,
rücksichtsvoller, geduldiger und
unterstützender Umgang miteinander.
„Liebe ist geduldig und freundlich. Sie
kennt keinen Neid und keine Selbstsucht.
Sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.
Sie ist weder verletzend noch auf sich
selbst bedacht, weder reizbar noch
nachtragend. Sie freut sich nicht am
Unrecht, sondern freut sich, wenn die
Wahrheit siegt. Diese barmherzige Liebe
erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles
und hält allem stand“. (1.Kor 13, 4-7)
Was uns von davon abhält,
ist unser selbstbezogenes ICH.
Ich will nicht!
Ich kann nicht!
Ich habe gerade keine Zeit!
Ich habe selbst kein Geld!
Ich brauche all meine Kraft
für mich und meine Interessen!
Wir finden viele gut begründete Ausreden,
Erklärungen und Entschuldigungen,
um nicht helfen zu müssen, obwohl wir
es selbstverständlich gerne würden.
Wir verstecken uns gerne hinter
selbstgemachten Regeln oder Vorsätzen
oder gar hinter höheren Vorschriften
oder Gesetzen, um nicht hilfsbereit
sein zu müssen und um keine
Verantwortung für andere übernehmen
zu müssen.
Wir verschließen uns lieber
der inneren Stimme der Menschlichkeit
und der Nächstenliebe
und übersehen die Not und überhören
die stummen Hilferufe.
Wir übergehen lieber die
mahnende Stimme unseres Gewissens
und verdrängen unser Mitgefühl.
Und weil wir uns dabei
schon ein bisschen mies fühlen,
entschuldigen wir unser Verhalten
gerne mit Sachzwängen,
mit Vorschriften, Regeln oder Gesetzen,
die uns untersagen das zu tun,
was wir sowieso nicht getan hätten.
Um nicht tun zu müssen,
was die Liebe uns gebietet,
schauen wir weg,
hören wir weg,
gehen wir weg.
Um nicht tun zu müssen,
was die Liebe uns gebietet,
bleiben wir hart,
unnahbar und verschlossen.
Wir denken nicht daran,
selbst einmal Hilfe zu benötigen,
weil wir auch hart
gegen uns selbst sind.
Wie gut, dass andere
dann dennoch helfen.

