Wenn ihr im Glauben gegründet und fest bleibt
Hallo Du,
welches große Ziel hast du?
Wenn du dieses Ziel unbeirrt verfolgst,
wenn du deine ganze Kraft dafür einsetzt,
wenn du daran glaubst, es zu erreichen,
wenn du auf dem Weg zu diesem Ziel
alles tust und gibst, was richtig, sinnvoll
und notwendig ist,
wenn du klug, umsichtig, fleißig
und ausdauernd dein Ziel verfolgst
und wenn du dich durch auftauchende
Schwierigkeiten nicht davon abbringen
lässt, dann wirst du es auch erreichen.
Nicht etwa, weil das Ziel zu dir kommt,
sondern weil du dich auf dieses Ziel hin
veränderst.
Je mehr du an dieses Ziel denkst,
desto wird deine Sehnsucht danach.
Je mehr Kraft du investiert,
desto wertvoller wird dir dieses Ziel.
Je mehr du dich mit den Problemen
dorthin beschäftigst,
desto mehr Fragen tauchen auf,
aber auch desto mehr Probleme löst du.
Du tauchst immer tiefer in die Materie ein
und erwirbst ein immer größeres Wissen
und Können, eine immer größer werdende
Erfahrung.
Schließlich erkennst du Zusammenhänge,
für die du vorher blind warst.
Das Ziel verändert dich.
Deine Ausrichtung verändert
deinen Lebensweg.
Deine Welt verändert sich.
Dein Blickwinkel verändert sich.
Deine Bewertungen verändern sich.
Deine Werte verändern sich.
Du veränderst dich.
Du passt dich ein und an.
Du lässt Altes los und packst Neues an.
Du überwindest und wirst überwunden.
Du durchdringst und wirst durchdrungen.
Allmählich näherst du dich dem Ziel.
Manchmal erscheint es so,
als hättest du es erreicht.
Freude, die Belohnung für deinen Einsatz,
durchflutet dich.
Manchmal jedoch sieht es so aus,
als würde es sich von dir entfernen.
Befürchtungen, Ängste und Selbstzweifel
tauchen auf.
Doch Festigkeit im Glauben an dich selbst
und Beharrlichkeit, gegründet auf dem
Vertrauen in die Richtigkeit deines Tuns,
helfen dir weiter.
Solange du dein Ziel verfolgst,
hast du eine Aufgabe.
Sie und dein Tun geben dir
und deinem Leben einen Sinn.
Was aber, wenn du
dein Ziel tatsächlich erreicht hast?
Sonnst du dich dann in deinem Erfolg?
Brauchst du dann nichts mehr zu tun?
Bist du zufrieden mit dem Erreichten?
Erkennst du die Unsinnigkeit deines Ziels?
Hört deine Weiterentwicklung dann auf?
Nein!
Jedes Ziel ist immer nur ein Zwischenziel.
Meist erkennen wir das nächste Ziel erst,
wenn das Vorhergehende erreicht ist.
Manche sind dann enttäuscht.
Sie sind zufrieden mit dem Erreichten,
lehnen sich selbstgefällig zurück
und genießen den verblassenden Erfolg,
solange er noch irgendwie schimmert.
Sie fallen in eine Leere
aus Ziel- und Aufgabenlosigkeit,
aus Müdigkeit, Bedeutungslosigkeit
und Selbstmitleid.
Sie leben vom Vergangenen
und machen sich etwas vor.
Sie verlieren den Kontakt zur Wirklichkeit
und zu sich selbst.
Wie viel besser ist es doch,
das Ziel hinter dem Ziel anzugehen,
sich eine neue Dimension zu erschließen
und im Streben weiterzuwachsen,
sich einen neuen Horizont zu setzen
und ihn ebenfalls wieder zu überwinden.
Ganz egal, welches Ziel du anstrebst.
Ganz egal, welchen Weg du gehst.
Ganz egal ob du ihn alleine gehst
oder dir helfen lässt,
das letzte Ziel hinter deinen Zielen
wird immer Gott sein, der Schöpfer,
der Verursacher, der Unendliche,
der, der alles durchdrungen hat
und sich dir zeigen möchte,
der, der deinem Leben und dir Sinn gibt,
der, der Anfang und Ende ist.
Auf dem Weg zu ihm
müssen wir so manche Hürde überwinden,
so manches in uns und um uns aufgeben,
so manches neu suchen, finden
und daraus lernen,
immer wieder umdenken, ja gar
logisches Denken aufgeben
um die unlogischen Handlungsweisen
des Herzens zu entdecken,
um unsere Grenzen zu erkennen
und die grenzenlose Größe Gottes.
Wir dürfen erkennen,
dass wir, bei allem Fleiß und bei aller
Festigkeit und Hartnäckigkeit,
doch nur begrenzt und ohnmächtig sind,
dass unsere Erkenntnis immer nur
ein Zwischenstand ist,
dass unsere Annäherung an das Ziel aller
Ziele, Gott, seit langem vorbereitet war
und dass tatsächlich unser Streben
von ihm geleitet war.
Wir erkennen
so manche notwendige Umwege,
auf denen wir mehr über uns
und unsere Umgebung erfahren
und die uns beim Wachsen
über uns hinaus geholfen haben.
Wir erkennen,
dass unser Suchen eigentlich immer
eine Suche nach Gott war.
Wir erkennen,
dass wir in Stolz, Eitelkeit und Hochmut,
im Vertrauen auf unsere eigene Stärke
und Findigkeit gesucht haben
und manchmal auch in Minderwertigkeit,
Zweifel und Hilflosigkeit abgerutscht sind.
Wir erkennen,
dass wir deswegen die uns entgegen
gestreckte, helfende Hand,
das Opfer und das Vorbild Jesu für uns,
nicht ergriffen haben,
und dass unsere Suche mit ihm kürzer,
schneller und erfolgreicher gewesen wäre.
Wir erkennen,
dass es nie zu spät ist, ihn kennen
und lieben zu lernen, mit ihm zu gehen,
von ihm zu lernen und ihm nachzufolgen.
Wir erkennen, dass nur er der Weg ist,
der uns an das Ziel bringt, zu Gott hin,
zu Ruhe, Frieden, Geborgenheit,
Freude und Liebe,
zu liebevollem Handeln, zu Freundlichkeit,
Verständnis, Geduld und Güte, für andere
und auch für uns selbst.
In Kol 1,15 – 23 erfahren wir:
Christus ist das Abbild seines Vaters;
in ihm wird der unsichtbare Gott für uns
sichtbar.
Vor Beginn der Schöpfung war er da.
Durch ihn ist alles erschaffen,
was im Himmel und auf der Erde ist,
alles Sichtbare und Unsichtbare,
alle Königreiche und Mächte,
alle Herrscher und Gewalten.
Alles ist durch ihn und auf ihn hin
geschaffen. Denn Christus war vor allem
anderen; und nur durch ihn besteht alles.
Er ist das Haupt der Gemeinde, die sein
Leib ist. Mit ihm hat alles angefangen.
Weil er in allen Dingen der Erste ist,
war er auch der erste, der von den Toten
zu neuem Leben auferstand.
Denn Gott wollte mit allem, was er ist
und hat, in seinem Sohn wohnen.
Alles im Himmel und auf der Erde sollte
durch Christus mit Gott wieder versöhnt
werden und Frieden mit ihm finden.
Das ist geschehen, als er am Kreuz
sein Blut vergoss.
Auch euch, die ihr früher von Gott nichts
gewusst habt und mit euerm bösen,
sündigen Leben bisher seine Feinde
gewesen seid, hat Christus nun durch
seinen Tod mit Gott versöhnt, so dass ihr
einmal ohne Sünde und ohne jeden Makel
vor Gott stehen könnt, wenn ihr im
Glauben gegründet und fest bleibt
und euch nicht von der Hoffnung des
Evangeliums abbringen lasst.
