Weihnachten, die Geburt von Jesus
Hallo Du,
es ist unvorstellbar und wunderbar:
Weihnachten ist die Geburt
Gottes als Mensch,
als ein menschliches Kind
aus Fleisch und Blut,
als ein Mensch wie wir,
der unter uns leben möchte,
um unsere Irrungen und Wirrungen,
unsere Ängste und Nöte kennenzulernen,
um Freude und Leid mit uns zu teilen
und am eigenen Leibe zu erfahren.
In jeder Geburt liegt die Chance
der Erneuerung und Veränderung,
aber auch die,
unsere verborgene Liebe zu entdecken
und sie Kindern ins Leben mitzugeben.
Unschuldigen Kindern gegenüber
brauchen wir keine Vorbehalte zu haben,
denn sie werden uns nicht gefährlich.
Vielmehr vertrauen sie uns grenzenlos,
weil sie ohne uns nicht überleben könnten
und in diesem Urvertrauen entwickelt sich
unsere Fürsorge und Liebe,
unser Verständnis und Mitgefühl,
unsere Güte und Barmherzigkeit
und unsere Dankbarkeit.
Die schenken wir Kindern gerne,
weil schenken uns Freude bereitet,
weil es andere glücklich macht
und Beziehung vertieft,
weil wir es selbst als Kinder
so erfahren haben.
Wir sind solange liebevoll und großzügig,
wie unser Geben dankbar angenommen
wird. Doch wehe,
das Kind beginnt selbst zu denken,
uns und unser Verhalten
in Frage zu stellen,
von unseren Werten abzuweichen
und eigene Wege zu gehen,
uns mit unserer verkrusteten Wirklichkeit
zu konfrontieren und Neues,
uns Beängstigendes, auszuprobieren.
Das tun Kinder nun einmal,
wenn sie groß werden,
wenn sie sich in die Welt einbringen,
wenn sie eigene Sichtweisen entwickeln,
Verantwortung übernehmen
und eigene Lösungswege finden.
Und genau das hat auch Jesus getan,
dieses lange angekündigte und erwartete,
unscheinbare Kind, das aus einer ärmlichen
Krippe heraus die Welt veränderte.
Doch es gibt einen Unterschied:
Wenn wir groß werden,
wissen wir nicht was richtig und falsch ist.
Wir könnten es von unseren Eltern lernen,
aber wir probieren es lieber selbst aus.
Jesus dagegen tat von Anfang an,
was sein himmlischer Vater wollte,
was sein Auftrag, seine Bestimmung war;
und er wusste,
dass er unverstanden bleiben
und sich auf seinem Weg
viele Feinde machen würde.
Dennoch war er überzeugt davon,
dass dieser Weg, Gottes Weg,
der Richtige ist.
Und in der Schmach der Ablehnung
und Kreuzigung, in der Zurückweisung
des uns unheimlichen Liebevollen,
in der widernatürlichen Anständigkeit
und Beispielhaftigkeit,
zeigt er uns Großmut und Güte.
Er versteht unsere allzu menschliche
Kleinkariertheit und nimmt unsere Schuld
auf sich.
Er vergibt uns,
damit wir immer wieder neu anfangen
und als geläuterte, befreite Menschen
weiterleben können.
Und er zeigt uns,
dass das Gute, die Liebe,
nicht getötet werden kann,
dass sie immer wieder
aufersteht und durchbricht,
dass sie uns durchs Leben führen möchte.
Und aufgefahren zum Himmel,
wieder bei Gott,
ist er mit uns und in uns mit seinem Geist,
wenn wir es wollen und zulassen.
Wenn wir auf sein Beispiel schauen,
seine Worte und Lehren beachten,
uns daran ausrichten,
daraus lernen und ihm nacheifern,
dann erhält auch unsere Geburt
und unser Leben einen besonderen Sinn,
dann sind auch wir Gottes Kinder,
nach seinem Bild geschaffen,
um seine Werke zu tun.
Halleluja,
feiert Weihnachten,
die Geburt von Jesus
und Eure eigene!
Alle Veränderung beginnt damit,
auch Eure eigene.
Beschenkt das Geburtstagskind
und alle Kinder dieser Welt
mit dem Besten,
was ihr habt,
mit Eurer Liebe und Großzügigkeit,
mit Euch selbst!
