Ich will meinen Geist in euch geben
Hallo Du,
wenn wir essen,
nehmen wir Nahrung auf.
Die Nahrung nährt den Körper
und gibt uns Kraft zu leben,
zu beten, zu arbeiten, zu fühlen,
zu denken, zu empfinden.
Kraft zum Lieben, Lernen,
Wachsen und Vorwärtsgehen.
Die Nahrung muss aber
erst verdaut werden,
das heißt,
sie muss zunächst in ihre
Bestandstandteile zerlegt werden,
verdaubar gemacht werden,
um an das Nährende zu kommen.
Erst dann kann der Körper
sich das nehmen, was er braucht:
Z.B. Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate,
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Daraus baut er den Körper auf
und erneuert seine Zellen,
daraus entzieht er sich Energie,
die ihn wärmt, stärkt und antreibt.
Ohne Nahrung hätten wir
keine Kraft und wir würden sterben.
Der Mensch aber lebt nicht vom Brot allein,
sondern von einem jeden Wort, das aus
dem Mund Gottes geht. Leben kann nur,
wer Gottes Wort aufnimmt und befolgt!
(Mt 4,4).
Also nähren Worte auch.
Wenn wir eine Geschichte lesen,
dann nehmen wir zunächst nur
geschriebene Worte auf.
Jedes Wort hat eine eigene Bedeutung
und der Zusammenhang klärt,
welche gemeint ist.
Mit den Worten und Sätzen wird
uns eine Geisteshaltung vermittelt
und unsere Verbindung dazu,
unsere persönlichen Vorstellungen
und Einstellungen dazu geprüft.
So wie wir mit dem Wort „Sonne“
z.B. Licht, Wärme, Helligkeit oder
Energie verbinden, so ergibt sich
aus den geschriebenen Worten und Sätzen
in unserer Vorstellung ein Sinn,
der im günstigen Fall unser Herz,
unseren Kopf und unser Gemüt anspricht,
anregt und bewegt.
Wir zerlegen den Informationsbrei in
Sinnbestandteile und entnehmen daraus die,
die wir gerade für geeignet und nahrhaft halten.
Wir prüfen sie,
beschäftigen uns damit und probieren sie aus.
Wir übernehmen, was uns gefällt
und verbinden es mit uns,
mit unseren Ansichten, Werten,
Einstellungen und Hoffnungen,
mit unserem Denken, Fühlen und Handeln.
Der Sinn und Geist des Gelesenen
färbt auf uns ab, beeinflusst uns
und richtet uns neu aus.
Und je häufiger wir
ähnliche Informationen aufnehmen,
desto stärker werden
wir in diese Richtung ausgerichtet.
Wir nähren unser Denken, Fühlen,
Handeln, Sagen und Verhalten
durch Worte, durch geistige Nahrung.
Wir erweitern durch Worte und ihren Gehalt
(Sinn, Geist) unseren Horizont,
unsere Persönlichkeit und unseren Charakter.
Wir reifen durch Anregungen und Erfahrungen.
Prüfen wir immer, was wir aufnehmen
und wie es uns ausrichtet?
Gott, unser Konstrukteur und Schöpfer,
der Liebende und Wohlwollende,
möchte uns zum Guten führen,
das Gute in uns anregen und stärken,
uns auf das Gute hin, die Liebe, ausrichten,
damit unser Leben gelingen möge
und Sinn habe,
damit wir fruchtbar werden
durch geistliche Entwicklung.
Durch Hesekiel (36,27) sagt uns Gott:
Ich will meinen Geist in euch geben
und will solche Leute aus euch machen,
die in meinen Geboten wandeln und
mein Recht halten und danach tun.
Jeremia (15,16) sagt dazu:
Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s
empfing, und dein Wort ist meines Herzens
Freude und Trost.
Und der Psalmist (119,105) sagt zu Gott:
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Weg.
