Gottes Weisungen

 

Hallo Du,

mit einer Weisung wird jemand angewiesen, etwas

Bestimmtes zu tun. Die Weisung ist eine Anweisung,

also eine Order und ein Befehl, damit verbunden aber

auch Instruktion, Auftrag, Mandat und Ermächtigung.

Die Weisung ergeht, wird erteilt, verfügt oder erlassen.

Sie ist verbindlich.

 

In die Weisung wird jemand eingewiesen oder darin

unterwiesen, man kann darauf verweisen und in der

Umsetzung Erfolge nachweisen und man kann andere

darauf hinweisen, ihnen Hinweise dazu geben.

 

Es gibt unterschiedliche Weisungen:

– gesellschaftspolitische Weisungen,

     z.B. Gesetze, Verordnungen, Erlasse;

– arbeitsrechtliche Weisungen,

     z.B. Regeln, Richtlinien und Vorschriften,

– religiöse Weisungen, z.B. Gebote.

 

Hält man sich nicht an Weisungen, dann folgen

Konsequenzen, z.B. man erhält einen Verweis,

eine Ermahnung, eine Strafe, etc.

 

Eine Weisung ist also eine wichtige Sache.

Man sollte sie unbedingt ausführen und sich daran halten.

 

Menschliche Anweisungen, Vorschriften oder Gesetze

können unangemessen oder unsinnig sein,

Gottes Weisungen aber sind immer sinnvoll und richtig.

Sie sollen dem Menschen helfen, sich im Guten zu entfalten.

Sie basieren auf Gottes ‚Bauplan’ für die Menschen.

Sie sind für die Menschen Wegweiser zur Weiterentwicklung

und Vervollkommnung.

 

Die jüdische Tora enthält die Weisungen Gottes an

das Volk Israel. Tora bedeutet übersetzt, Weisung.

 

Christen haben, ergänzend dazu, das Neue Testament,

das auf Jesus Christus abbaut und auf dem, was er

aus Liebe und Gehorsam für die Menschen getan hat.

 

Er fordert uns in (Mt 22, 37 – 40) auf:

„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, aus ganzer

Seele und mit deinem ganzen Verstand!

Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig

ist aber das zweite:

Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst!

Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten

sind in diesen Geboten enthalten.“

 

Und in Joh 13, 33-34:

„Ein neues Gebot gebe ich euch: Ihr sollt einander lieben,

so wie ich euch geliebt habe.“

Das ist seine zentrale Botschaft. Das ist das Ziel.

 

Im 1.Kor 14,1 und 3 ruft Paulus uns demgemäß dazu auf:

„Lasst die Liebe euer höchstes Ziel sein! Bemüht euch um

die Gaben, die der Heilige Geist gibt; vor allem darum,

Gottes Weisungen weiterzugeben. …

Wer Gottes Weisungen empfängt, kann sie an andere

Menschen weitergeben. Er hilft ihnen, im Glauben zu

wachsen, er tröstet und ermutigt sie.“

 

Aha! Der Auftrag und das Mandat Gottes stehen unter

einem zentralen Ziel, unter dem der Liebe, verbunden

mit der Aufgabe, diese Liebe den Menschen verständlich

zu machen.

 

Dazu sollen wir uns um die Gaben bemühen, die Gott

von Geburt an in uns gelegt hat, besonders aber um die

der Prophetie, die es ermöglicht, Gottes Weisungen

verständlich weiterzugeben, die Folgen von schlechtem

und gutem Denken und Handeln früh zu erkennen

und sie den Menschen mitzuteilen, damit sie getröstet

und ermutigt werden und damit sie im Glauben an

und im Vertrauen zu Jesus Christus wachsen können.

 

Wir sollen uns um die Gaben des Heiligen Geistes bemühen,

das heißt, sie kommen nicht von alleine. Sie sind ein Ergebnis

unserer Bemühungen. Die Weisungen Gottes müssen also

in diesem Geist gesehen und ausgeführt werden, sonst

gehen sie am Ziel vorbei, sonst bewirken sie nichts.

 

Aber, welches sind die Weisungen Gottes?

Es sind seine Gebote, seine Grundregeln für den Umgang

mit ihm und mit unseren Mitmenschen.

Die Bibel kennt viele solcher Anweisungen.

Die zehn Gebote sind nur einige davon.

Aber, wie sich in der Geschichte gezeigt hat, fällt es

den Menschen schwer, sich an so viele Vorschriften

zu erinnern und noch viel schwerer, sie als abstrakte,

unreflektierte Vorgaben einzuhalten.

Da regt sich unser Widerspruch und Freiheitswille.

Wir wollen uns nicht so stark einengen lassen.

Wir halten nichts von zwingenden Vorschriften und Gesetzen.

 

Oft übertreten wir sie, weil wir herausfinden wollen,

was dann mit uns passiert.

Und, weil meist unmittelbar darauf nichts passiert,

denken wir, dass das Gebot sinnlos ist und wir es auch

weiterhin übertreten können.

Das böse Erwachen kommt meist erst dann,

wenn wir die Konsequenzen daraus tragen sollen,

wenn uns das Übertreten so normal geworden ist,

dass wir damit nicht mehr aufhören können

und auch nicht mehr wollen,

wenn wir uns so tief in den Sumpf hineinbegeben haben,

 dass wir ohne fremde Hilfe nicht mehr heraus kommen.

 

Paulus schreibt im 1. Kor 14, 38 – 40 weiter:

„Deshalb wird jeder, der diese Anweisungen ablehnt,

auch von Gott abgelehnt werden. Also, meine Brüder,

setzt alles daran, Gottes Weisungen weiterzugeben.

Sorgt dafür, dass alles anständig und ordentlich vor

sich geht.“

 

Die Briefe des Paulus basieren auf den Weisungen Gottes

und er überträgt sie in deutliche, begründete und verständliche

Anweisungen und Verhaltensregeln die keine Empfehlungensind.

 

Sein Epheserbrief enthält in 4, 21 – 32 konkrete Aussagen dazu,

wie Christen leben sollten. Das sind sozusagen die

Ausführungsbestimmungen zu den komplexen Weisungen Gottes.

 

„Was Jesus wirklich von uns erwartet, habt ihr gehört

und auch verstanden: Ihr sollt euch von euerm alten

Leben, dem «alten Menschen» mit all seinen

trügerischen Leidenschaften, endgültig trennen und

euch nicht länger selbst zerstören.

Gottes Geist will euch mit einer völlig neuen Gesinnung

erfüllen. Ihr sollt den «neuen Menschen» anziehen,

wie man ein Kleid anzieht. Diesen neuen Menschen

hat Gott selbst nach seinem Bild geschaffen; er ist

gerecht und heilig, weil er sich an das Wort der

Wahrheit hält.

Belügt euch also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit.

Wir sind doch als Christen die Glieder eines Leibes, der

Gemeinde Jesu.

Wenn ihr zornig seid, dann macht es nicht noch schlimmer,

indem ihr unversöhnlich bleibt.

Lasst die Sonne nicht untergehen, ohne dass ihr euch

vergeben habt.

Gebt dem Teufel keine Chance, Unfrieden zu stiften.

Wer früher gestohlen hat und davon lebte, der soll sich

jetzt eine ehrliche Arbeit suchen, damit er Notleidenden

helfen kann.

Redet auch nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt,

soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle.

Sonst beleidigt ihr den Heiligen Geist, den Gott euch

gegeben hat. Er ist doch euer Bürge dafür, dass der

Tag der Erlösung kommt, an dem ihr von aller Sünde

befreit seid.

Mit Bitterkeit, Jähzorn, Wut, gehässigem Gerede oder

anderen Gemeinheiten sollt ihr nichts mehr zu tun haben.

Seid vielmehr freundlich und barmherzig, immer bereit,

einander zu vergeben, so wie Gott euch durch Jesus

Christus vergeben hat.“

 

Im 1.Thess 5, 14 – 22 geht es damit weiter:

„Außerdem, helft denen zurecht, die leichtsinnig in

den Tag hineinleben.

Ermutigt die Verzagten, helft den Schwachen, und

bringt für jeden Menschen Geduld und Nachsicht auf.

Keiner von euch soll Böses mit Bösem vergelten,

vielmehr sollt ihr euch bemühen, Gutes zu tun;

und zwar untereinander wie auch allen anderen

Menschen gegenüber.

 

Seid zu jeder Zeit fröhlich! Hört niemals auf zu beten.

Vergesst auch nicht, Gott für alles zu danken.

Denn das erwartet Gott von seinen Kindern.

Lasst den Heiligen Geist ungehindert in euch wirken!

Hört auf das, was er euch sagt!

Prüft alles sorgfältig, und behaltet nur das Gute!

Das Böse aber – ganz gleich in welcher Form –

meidet wie die Pest.“

 

Viele Menschen verstehen das nur als Ermahnung,

als Hinweis oder gar nur als eine andere Möglichkeit.

Sie können deren wahre Bedeutung nicht erkennen,

weil sie noch nicht ausprobiert haben, wie das

Einhalten der Weisungen auf sie wirkt und was

es mit ihnen macht.

 

Im Matthäusevangelium erteilt Jesus seinen Jüngern,

und das sind auch alle, die ihm folgen und nach seinen

Weisungen leben wollen, also per se allen Christen,

eine weitere wichtige Weisung, nämlich den Auftrag

und die Bevollmächtigung zum Weitertragen seiner

Botschaft:

 

„Jesus rief seine zwölf Jünger zu sich. Jeweils zu zweit

sollten sie in seinem Auftrag durch das ganze Land ziehen.

Er gab ihnen die Vollmacht, böse Geister auszutreiben.

Jesus befahl ihnen, nichts als ihren Wanderstock mit

auf den Weg zu nehmen. Sie sollten ganz von Gott

abhängig sein, keine Reiseverpflegung, keine Tasche

und kein Geld bei sich haben. Nur Sandalen durften

sie tragen, aber selbst auf Kleider zum Wechseln

mussten sie verzichten.

«Wenn ihr in ein Haus kommt», fügte er hinzu,

«dann bleibt in diesem Haus, bis ihr weiterzieht.

Will man euch irgendwo nicht aufnehmen und eure

Botschaft nicht hören, so geht weiter und kümmert

euch nicht mehr um diese Leute. Sie müssen ihr

Verhalten einmal selbst verantworten.

 

Dann zogen die Jünger los und forderten die

Menschen auf: «Ändert euch von Grund auf!

Kehrt um zu Gott!» Sie befreiten Menschen,

die von bösen Geistern beherrscht waren und

salbten viele Kranke mit Öl.

Und die Kranken wurden gesund.“ (Mk 6, 7 – 13)

 

Wer eine göttliche Weisung erhält, wem die göttliche

Weisung bewusst wird, den stattet Gott auch mit

dem dafür notwendigen Rüstzeug aus.

Es ist das, was die Jünger von Jesus gelernt haben

und andererseits Vollmacht, wunderbares bei

den Menschen zu bewirken.

Diese Vollmacht wird immer dann wirksam,

wenn wir im Gehorsam losziehen und in seinem Geist

seinen Auftrag befolgen,

wenn wir Menschen zu Jesus führen und damit zu Gott.

 

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