Die Verwandlung
„Dann wird der Geist des Herrn auf dich
kommen und die Begeisterung wird auch
dich erfassen. Von da an wirst du wie
umgewandelt sein.“ (1.Samuel 10,6)
Hallo Du,
kannst du dich selbst verwandeln?
Du kannst es versuchen!
Du kannst dich verkleiden,
eine Maske aufsetzen,
jemanden anderen spielen,
aber im Inneren bleibst du trotzdem
derselbe oder dieselbe.
Möchtest du verwandelt werden?
Es gibt die Möglichkeit, sich verwandeln zu lassen,
völlig anders zu werden, völlig verändert zu werden,
umgeformt, umgekrempelt, transformiert zu werden.
Es geschieht durch innere Wandlung,
durch einen Wechsel des Bezugssystems,
durch nachhaltiges Abwenden
von alten Denkweisen, Einstellungen und Werten,
durch ständige Abkehr von unangemessenen
Verhaltenweisen und Denkmustern,
durch Umkehr zu gesunden Sichtweisen,
durch Wahrnehmen tatsächlicher Gegebenheiten,
durch Ausrichten an einem beispielhaften Vorbild,
durch Bewusstmachen der Bedeutung von Grundwerten,
wie Liebe, Vertrauen, Treue, Freude und Freundlichkeit,
durch ständiges Anwenden und Erfahrung sammeln damit,
durch akzeptieren und verinnerlichen solch wertvoller
Grundeinstellungen und Leitwerte.
Wir werden nach und nach innerlich verwandelt,
durch deren „für wahr halten“, „annehmen“ und
„danach handeln“, nicht aber durch vorsichtiges
und abwartendes Beobachten und Betrachten.
Je stärker ich vertraue,
mich auf Neues einlasse,
mich damit beschäftige,
es für mich prüfe,
mich damit auseinandersetze,
mich dem hingebe,
mich darin erprobe,
mich darin suche,
mich darin finde,
mich davon überzeugen lasse,
desto schneller geschieht die Veränderung,
desto stärker ist die Umformung,
desto größer ist die Erkenntnis,
desto vollständiger ist die Verwandlung.
Dieser innere Wandel ist eine grundlegende Wende.
Sie vollzieht sich zunächst langsam, dann immer schneller.
Sie beinhaltet eine Verwandlung in vielen Bereichen.
Alles erhält eine andere Bedeutung, einen anderen Sinn,
alles verändert seinen Wert, seine Wichtigkeit,
ich erhalte eine neue Gesinnung,
mein Denken, Handeln und Verhalten ändern sich,
meine Sprache und Ausdrucksweise verändern sich,
mein Selbstbild und mein Lebenswandel werden umgebildet,
mein Menschenbild wird erneuert,
mein Blickwinkel und mein Horizont werden erweitert.
Tatsächlich werden mein Wesen und Verhalten,
mein Wissen und meine Fähigkeiten,
ja sogar auch Persönlichkeit und Charakter verändert.
Ich reife zu jemandem, der ich eigentlich bin.
Ich werde ursprünglich, finde heraus, was wichtig ist,
baue auf dem auf, was in mir veranlagt ist, was ich habe,
vertraue darauf und lebe daraus.
Damit hinterfrage ich jegliche menschliche Regung
und öffne mich für das Göttliche in mir.
Ich behalte das Gute und vom Schlechten trenne ich mich.
Ich lerne das Gute und verlerne das Schlechte.
Ich lasse mich umbauen und unterstütze diesen Prozess.
In diesem Zusammenhang erhält folgende Aussage im Römerbrief
eine neue Bedeutung:
„Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an.
Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln,
damit euer ganzes Denken erneuert wird.
Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden,
welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht,
und wisst in jedem einzelnen Fall, was gut und
gottgefällig und vollkommen ist.“ (Römer 12,2)
Im neuen Geist gewandelt und erhellt und in der
Erkenntnis von Gottes Wirklichkeit und Gegenwart
verändert, erkenne ich das Veränderungswerk
Gottes an mir:
„Als Christen ist uns die Herrlichkeit Gottes nicht länger
verhüllt. Sie ist für jedermann sichtbar, und je mehr
Gottes Geist unser Leben bestimmt, umso mehr werden
wir zu dieser Herrlichkeit verwandelt.“ (2.Kor 3,18)
Fürchte dich nicht!
Lasse dich innerlich verwandeln und helfe Gott dabei!
Vertraue seiner Gnade und Weisheit.
Vertraue seiner Liebe und Zuneigung, ganz speziell zu dir.
Es ist eine Wandlung
zu Heilung, liebevollem Verhalten und stabiler Gesundheit;
zu bleibender Freude, Freundlichkeit und innerer Freiheit;
zu ständiger Ausgeglichenheit, Geduld und Stärke;
zu besonderer Güte, Besonnenheit und Selbstbeherrschung,
Du wirst vor den Augen der anderen verwandelt.
Sie sehen es, aber sie können es nicht verstehen.
Sie können nur staunen und sie hoffen, dass es ihnen
hoffentlich genauso ergehen wird. Wie?
Denn „dein Gesicht leuchtet (dann) wie die Sonne,
und deine Kleider strahlen hell“. (Mt 17:2)
Jetzt kannst du mit Jesaja (38,17) sagen:
„Mein bitterer Schmerz hat sich in Glück verwandelt!
In herzlicher Liebe hast du mich umfangen und mein
Leben vor dem Grab bewahrt; denn alle meine Schuld
hast du genommen und sie weit hinter dich geworfen.“

