Dein Wille geschehe, Herr

 

Hallo Du,

Gott ist Liebe und er liebt was er erschaffen hat,

auch dich und mich. Und aus Liebe möchte er,

dass auch wir liebevoll und verantwortungsbewusst

mit seiner Schöpfung und besonders miteinander

umgehen.

 

Das bedeutet im Grundsatz, dass wir uns gegenseitig

mit unseren Gaben dienen, uns gegenseitig ergänzen

und uns selbst nicht so wichtig nehmen.

 

Es beinhaltet, dass wir den Lebensraum, in den wir

hineingeboren wurden, annehmen und mit unseren

gottgegebenen, individuellen Begabungen und

Fähigkeiten ausgestalten.

 

Das ist unsere Aufgabe und unser Auftrag.

Und das erfordert Arbeit, nämlich die Ausgestaltung

und Pflege unserer Umwelt und unserer Beziehungen

zueinander sowie die Entwicklung einer liebevollen

inneren Haltung, dies mit Freude, Geduld und

Selbstbeherrschung wie auch mit Verständnis und

Erbarmen gern zu tun.

Und es bedeutet auch, sein Kreuz, sein Schicksal,

sein Leben, seine Lebensaufgabe anzunehmen

und Gott dafür dankbar zu sein. Weil nicht alles gut ist,

soll es durch uns besser werden.

 

Damit wir das können, unterweist uns Gott mit seinem

Wort, erweckt er uns mit Jesus zu einem neuen

Bewusstsein über gut und schlecht und leitet er uns mit

seinem Heiligen Geist durch die Hindernisse und

Versuchungen der Welt.

Er gibt uns in sich, in Beständigkeit und Güte, Halt

und Orientierung. Und indem wir ihm dafür danken,

bleiben wir bodenständig und zufrieden.

Können wir nicht mehr dankbar sein, dann wollen wir

mehr als uns gegeben ist und als uns guttut. Wir leiden.

 

Deshalb beten und bitten wir:

Herr, unser Vater im Himmel, dein Reich komme.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

(Mt 6,10)

 

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