Darauf alleine will ich vertrauen!
 

 

 

Hallo Du,

als Kind habe ich nicht darüber nachgedacht,

ob meine Eltern es gut mit mir meinen.

Ich konnte nicht anders, als es vorauszusetzen.

 

Irgendwann war ich dann groß und dachte, dass ich es

tatsächlich auch sei. Ich lernte meine eigenen Fähigkeiten

kennen und sammelte Erfahrungen darin.

Mein Tun gelang immer besser und mein Selbstvertrauen

stieg. Ich hatte Erfolg damit und der Erfolg beflügelte mich.

Also investierte ich noch mehr Kraft in mein Tun und hatte

noch mehr Erfolg,    zumindest nach außen hin, doch in

meinem Inneren verarmte ich.

 

Ich stellte mich ins Zentrum und es gefiel mir.

Ich strebte nach Erfolg und machte mich von ihm abhängig.

Ich vertraute nur noch mir und erkannte, – dass ich fehlbar bin.

Eine unendliche Leere und tiefe Traurigkeit überkamen mich.

Ich erkannte schmerzlich, dass ich in eine Sackgasse geraten

war und dass alles wonach ich strebte, unbefriedigend und

nichtig war.

Meine Identitäts- und Sinnkrise führte mich aus der

Selbstgerechtigkeit, dem Glauben an die eigene Richtigkeit

und Stärke, in die Enttäuschung, der Entmachtung von

falschen Vorstellungen, Erwartungen und Selbsttäuschungen.

 

Im Ertrinken ergriff ich die einzige Hand die ich sah,

die von Jesus Christus, der mir sagte:

 

„Komme zu mir, der du dich abmühst und unter deiner Last

leidest! Ich werde dir Frieden geben. Nehme meine Herrschaft

an und lebe darin! Lerne von mir! Ich komme nicht mit Gewalt

und Überheblichkeit. Bei mir findest du, was deinem Leben

Sinn und Ruhe gibt. Ich meine es auch mit dir gut und bürde

dir keine unerträgliche Last auf.“ (Mt 11,28-30)

 

Meine Not hatte mich reifen lassen und ich sah keine Alternative.

Hoffend und vertrauend verließ ich mich auf dieses Versprechen,

nahm die Hilfe an und ging die Wege, die er mich führte.

 

Zuerst erschienen mir seine Wege und Lehren unsinnig,

ja sogar widersinnig. Doch ich akzeptierte meine Ohnmacht

und Unvollständigkeit und lernte aus seiner Weisheit.

Ich fand, was meinem Leben Sinn und Ruhe gibt,

ihn, Jesus Christus meinen Erlöser vom selbstgemachten Übel

und Gott, meinen liebenden, geduldigen Vater und Schöpfer.

Und ich fand heraus, was Stress und Unruhe erzeugt,

nämlich eigenes, selbstbezogenes Streben, das in Gottesferne

entsteht.

 

„Und alles, was mir früher als großer Vorzug erschien, habe ich

durch Christus als Nachteil und Schaden erkannt. Denn das ist

mir klargeworden: Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn,

dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert

verloren. Zu ihm will ich gehören. Durch meine Leistung kann

ich vor Gott nicht bestehen, selbst wenn ich das Gesetz genau

befolge. Was Gott für mich getan hat, das zählt. Darauf alleine

will ich vertrauen!“ (Phil 3,7-9)

 

So, wie ich einst hilfesuchend vertrauensvoll die Hand von Jesus

nahm, so nehme ich ihn heute vertrauensvoll beim Wort, denn

ich habe an mir selbst erlebt, dass er Wort hält und tut, was er

verspricht.

 

Vergesst eure Selbstgerechtigkeit und strebt auch ihr nach der

Gerechtigkeit, die ihr durch den Glauben an Jesus Christus

erhaltet, die Gerechtigkeit Gottes,    die euch durch

Gottvertrauen zuteil wird.

 

So wie wir früher als kleine Kinder ganz selbstverständlich

unseren Eltern vertraut haben, so dürfen wir heute Jesus und

unserem himmlischen Vater und Schöpfer vertrauen.

In Christus erkennen wir ihn.

 

„Deshalb will ich nicht mehr auf Grund meines eigenen Tuns

vor Gott bestehen, sondern nur noch, indem ich mich an das

halte, was er durch Christus für mich getan hat.“

 

Dankbarkeit und Treue sind zur Grundlage meines Lebens und

meiner Freude geworden und drücken sich in meiner Liebe zu

ihm aus. Und seine bleibende Liebe zu mir ermöglicht mir,

auf dich zu sehen, für dich zu bitten und zu hoffen, damit auch

du bestätigen kannst, was Jesus sagt:

„Bei mir findest du, was deinem Leben Sinn und Ruhe gibt.“

 

Ich bin mir ganz sicher, dass auch du einmal sagen wirst:

„Was Gott für mich getan hat, das zählt. Darauf alleine

will ich vertrauen!“

 

 

P.S. Heute ist unser zweiter Hochzeitstag im neuen Leben.

Unsere Heirat ist nur möglich geworden durch die Hand,

die Jesus mir reichte und durch Gottes geduldige

Veränderung von Einstellungen und Werten und der gegebenen

Erkenntnis, dass wir alle ohne ihn keine dauerhafte Liebe haben

können, keine zu ihm, keine zu unseren Nächsten und auch

keine für uns selbst.

 

Danke Jesus.

 

 

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