Zu gehorchen und zu dienen, ist mein Lohn
Mein Herr, ist mein Wollen.
Ich hasse Müssen und Sollen.
Ich hasse die tägliche Pflicht,
die meine Freude bricht.
Unabhängigkeit ist mein Begehr.
Die – liebe ich viel mehr.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.
Mein Herr, ist mein Vater.
Er ist Erzieher und Berater.
Was er mir sagt, das ist zu machen,
selbst – unverständliche Sachen.
Ich tu es, weil ich ihm vertraue
und fest – auf seine Liebe baue.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.
Mein Herr, ist mein Lehrer.
Er ist mir Wissensvermehrer.
Die Schule ist meine Pflicht,
Ausbildung – gibt Zuversicht.
Fleißig und gehorsam zu lernen,
führt zu den Sternen.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.
Mein Herr, ist meine Arbeit.
Sie knechtet mich und meine Zeit.
Sie gibt mir Lohn, doch nicht genug.
Sie ist fast – wie ein Freiheitsentzug.
Anerkennung ist mein Begehr.
Die – liebe ich viel mehr.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.
Mein Herr, ist meine Familie.
sie ist wie eine Immobilie.
Wenn ich nach Hause komme,
finde ich in ihr Freude und Wonne.
Natürlich kann ich darin nicht nur ruh’n,
auch – meine Hausaufgaben sind zu tun.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.
Mein Herr ist, das Geld.
Geld regiert die Welt.
Mit Geld kann man Diener kaufen.
Wer es haben will, kann nicht weglaufen.
Obwohl ich andere für mich arbeiten lass,
ernte ich nur Undank, Ablehnung und Hass.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.
Mein Herr, ist nur mein Gott.
Ohne ihn wäre ich schnell bankrott.
Was er mir sagt, das will ich tun,
gehorsam, treu und – ohne zu ruh’n.
Denn seine Liebe gibt mir Kraft.
Eine Kraft, die in mir Freude schafft.
Es wäre schön, gelobt zu werden.
Ein schlichtes ‚Danke‘ würd‘ mich ehren.
Jedoch, ‚zu dienen‘ ist mein Lohn,
und das alleine – reicht auch schon.

