Wenn ich Gott begegnen will

 

Wenn ich Gott begegnen will,

wird es in mir wohlig still;

erwärmen sich meine Glieder;

Verbindung – spüre ich wieder.

 

Losgelöst und hingegeben,

ohne alles Wollen, Streben,

genieß ich seine Gegenwart,

durchströmt mich seine Wesensart,

kann Liebe mich neu umfrieden,

wird Gewissheit – neu beschieden.

 

Erhaben ist die Stille Zeit,

die mich fürs Leben macht bereit,

die auch von Müdigkeit befreit

und herstellt, wieder Einigkeit.

 

 

Wenn du aber betest, so geh in dein

Kämmerlein und schließ die Tür zu

und bete zu deinem Vater, der im

Verborgenen ist; und dein Vater,

der in das Verborgene sieht, wird dir’s

vergelten.  (Mt 6,6; L)

 

 

 

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