Von Bosheit getrieben (Ps 50, 19 -21)
Wer die Liebe nicht zu schätzen weiß,
begibt sich selbst auf ein Abstellgleis.
Er tritt mir Füßen die, die lieben –
und ist dabei von Bosheit getrieben.
Wütend, tritt er immer wieder zu
und lässt den Liebenden erst in Ruh,
wenn der, entwürdigt, am Boden liegt –
und er selbst glaubt, er habe gesiegt.
Doch – der Lieblose – ist der Verlierer,
ein rücksichtsloser Randalierer,
ein dummer, vergiftender Möchtegern,
von dem sich Gott, hält abwartend fern.
Der hat sich sein Urteil selbst gesprochen
und sich, ins eigene Herz gestochen.
Denn, ungeliebt und ohne Segen,
geht er gebrandmarkt durch sein Leben.
Aus deinem Mund sprudelt Bosheit hervor,
und mit deiner Zunge knüpfst du ein Lügennetz.
Wenn du mit anderen zusammensitzt, redest du
schlecht über deinen Nächsten, sogar deinen
leiblichen Bruder bringst du in Verruf. Das alles
hast du getan, und bisher habe ich dazu geschwiegen.
Da dachtest du, ich sei genau wie du. Aber ich
werde dich zur Rede stellen und dir dein Verhalten
vor Augen führen. (Ps 50, 19 -21; NGÜ)

