Schätze, was verloren geht
Sehe, was andere nicht sehen!
Höre, was andere nicht hören!
Rieche die Wohlgerüche,
die es noch gibt – und auch die,
die es nicht mehr gibt.
Genieße, was noch einen
natürlichen Geschmack hat
und fühle dich wohl dabei!
Denn wie lange noch wird es
das geben, was heute noch ist,
in der Natur oder in der Erinnerung.
Was ist unser Vermächtnis?
Raubbau und Verderben –
oder liebevolles Vererben?
Was tut uns gut?
Haben wir den Mut,
es zu beschützen und zu bewahren,
bevor wir uns gänzlich verfahren?
Sehe die Verdrängung.
Höre das stumme Klagen.
Wir dürfen nicht verzagen!
Viele Hirten haben meinen Weinberg
verwüstet und meinen Acker zertreten;
sie haben meinen schönen Acker zur
öden Wüste gemacht. (Jer 12,10)
