Gebend, sich regen und sehend beten

 

Zu geben bedeutet:

seine Schätze zu heben,

nicht daran festzukleben,

sondern, sie ins Leben zu geben;

auch,

nach dem Guten zu streben,

anderen zu vergeben,

Beziehungen zu weben,

nicht vor Angst zu beben,

eben, in Hingabe zu schweben.

 

‚Sich regen‘, bringt Segen,

denn nur im ‚Sich bewegen‘,

ist Gott zugegen.

Ihm kommt es entgegen,

wenn wir liebend hegen und pflegen;

ihm ist daran gelegen,

dass wir segnend unsere Hände auflegen,

verwegen das Böse in uns erlegen

und, ihm vertrauend, Befangenheit hinwegfegen.

 

Es kann nur geschehen, was wir vorhersehen,

und wir bestehen, durch beten und flehen.

Im denkenden Gehen liegt Verstehen,

im Einsehen und Nachsehen,

liegen Wohlergehen und Wiedersehen.

Wir sind ausersehen, uns Gott zuzudrehen,

denn dann wird Gottes Geist uns umwehen.

 

Vertrauend und hoffend vor Gott zu treten,

vor ihm bekennend sich durchzukneten,

dankend zu bitten und zu beten,

singend und schallend ihm Lob zu trompeten,

so – wird gnädig Segen Inkrafttreten.

 

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