oder

Protokollierung, Blockwagen, Baumstämme Schleppen, Holz

 

Canmore, Canada

 

Rundreise in Canada

 

Hallo Du!

Canada! – Uff, was soll ich sagen?

Nach so vielen neuen Eindrücken

habe ich viele Fragen.

Was mich bewegt, ist vor allem nur:

Ist der Mensch noch ein Teil der Natur?

 

Ich bin darin viel umhergefahren

und habe mich immer wieder als

Fremdling erfahren.

In der Heimat von Urgewalten und Tieren,

kann man als „moderner Mensch“ leicht

die Orientierung verlieren.

 

Wir neigen dazu,

uns das gefügig zu machen,

was wir nicht verstehen

und deshalb verlachen.

Wir beuten aus, damit es uns dient,

wir nehmen uns, was wir nicht verdient.

 

Wir zerstören, was lange geworden

und benehmen uns, wie wilde Horden.

Ja, jeder sucht auf Erden seinen Platz

und übersieht dabei den wahren Schatz.

 

Ich bete:

Himmlischer Vater, ich sehe deine Werke,

die Schönheit und Wildheit deiner Natur:

Gewaltige, schneebedeckte Gebirge,

weißschäumende, rauschende Bäche,

gewaltige, donnernde Wasserfälle,

tiefe Canons und reißende Flüsse,

riesige Seen voller Fische und Leben,

weite, bewaldete Hänge und Täler,

das Zuhause von Bären, Wölfen,

Hirschen, Elchen und Streifenhörnchen

und in allem sehe ich dich,

deine Schöpfung,

deine Ursprünglichkeit,

deine Weisheit.

 

Vater,

wie unfassbar ist diese Schönheit,

wie gewaltig ist deine Größe?

Wie gut hast du alles gemacht!

 

Ist es recht,

dass wir es ausbeuten und verändern,

dass wir es uns untertan machen,

zum eigenen Verdienst?

Wie können wir uns daran noch erfreuen,

wenn wir es nach unserem Willen

verändert und in deine Weisheit

eingegriffen haben?

 

Hier stehen Bäume, die sind 1000 Jahre alt.

Für sie zählt die Zeit nicht. Sie sind.

Sie durften sich ungestört entwickeln

und wachsen.

Du hast sie wachsen lassen als

Erinnerung daran,

dass alles von dir wohl eingerichtet ist.

Im Werden und Vergehen

hat jeder seinen Platz

und auch seine Bedeutung.

In deinen Werken gibt es keine Zeit,

keinen Anfang und kein Ende.

Deine Liebe ist zeitlos, selbstlos.

Deine Gnade und Güte sind ewiglich.

Sie sind.

 

Hier, in dieser Ursprünglichkeit, bin ich,

obwohl fremd, dir sehr nah.

Fast zeitlos, weit weg von Mühe,

Erwartung und Verpflichtung,

erkenne ich die Dynamik deines Seins,

den Widerspruch unseres, meines Lebens.

Meine Begrenztheit lässt mich festhalten,

mir gefügig machen, doch ich lebe nur,

durch loslassen, durch mich einfügen.

Erst wenn ich ein Teil von dir bin,

bin ich wirklich ich, ursprünglich und

einmalig, sinnvoll und fruchtbar.

Du wirkst in scheinbaren Gegensätzen

und ermöglichst uns, darin unseren,

deinen Weg, zu finden;

nicht den der Zerstörung,

sondern den des liebevollen,

verantwortungsbewussten Achtens.

 

Ich, wer bin ich schon, mir anzumaßen,

deine Weisheit zu analysieren

und zu verstehen?

Ich, wer bin ich schon,

meine selbstgemachte Weisheit

über deine zu stellen?

 

Vater,

lasse mich dich

mit Körper, Seele und Geist erspüren,

dich mit dem Herzen empfinden

und mit den Augen Jesu sehen.

Schenke den Menschen Demut,

damit sie sich nicht über dich stellen,

sondern deine unendliche Größe,

Weite und Tiefe erkennen und sich

von dir und deiner Weisheit leiten lassen.

Schenke uns immer wieder die

Erkenntnis deiner Liebe,

die uns in deiner Schöpfung,

in unseren Mitmenschen

und in uns selbst begegnet.

Lasse uns loslassen von uns selbst

und festhalten an dir.

 

Wir haben deine Schöpfung sehr

stark verändert und unsere Fehler

holen uns nun ein.

Alle müssen tragen,

was wenige getan haben.

Wir haben zugeschaut,

aber nichts dagegen unternommen.

 

Lasse uns zurückgeben, was dir gehört

und bescheiden werden in unseren

Ansprüchen und Erwartungen.

Lasse uns erkennen,

dass wahrer Reichtum nicht materiell ist,

sondern sich in Liebe und Freude,

Frieden und Geduld,

Freundlichkeit, Güte und Treue,

Besonnenheit und Selbstbeherrschung

ausdrückt, in dem, was es reichlich gibt,

wenn wir es leben und geben.

 

Vater, beregne uns mit deinem Segen

und bescheine uns mit deiner

Liebe und Güte.

Bewege uns in deinen Wind,

damit wir uns fest in dir verwurzeln.

Lasse uns im Rauschen der Blätter

deine Stimme und im Murmeln der Bäche

deine Worte vernehmen.

Lasse uns erkennen,

dass deine Schöpfung uns Heimat

und Leben geben möchte,

dass sie die Grundlage sein soll

für Lebensfreude und Vertrauen in dich.

 

In Canmore hast du mir gesagt:

You can more!

Gebe mir und uns Vertrauen

in diese Verheißung.

Lasse uns über unseren Ich-Bezug

hinauswachsen und dir dadurch

näherkommen.

Lasse uns von Jesus lernen

und in seinem Namen wirken,

zu deiner Ehre

und deinem Wohlgefallen.

 

Du hast mir für alle gesagt:

„You can more!

Erfreut euch an meiner Schöpfung.

Erzählt euch von meiner

Liebe und Weisheit.

Lasst euch durch mich im Geist verändern

und segnet einander, in meinem Namen!“

 

Vater, ich danke dir für Canada

und das, was ich dort erkennen, lernen

und jetzt für dich aufschreiben durfte.

 

Amen

 

 

Fürchte dich nicht, denn ich stehe dir bei;

hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!

Ich mache dich stark, ich helfe dir,

mit meiner siegreichen Hand beschütze

ich dich!  (Jesaja 41,10; HfA)

 

 

Schreibe einen Kommentar