Gebet in großer Not
Großer Gott, barmherziger Jesus,
in meiner Verzweiflung rufe ich dich an:
Das Wasser steht mir bis zum Hals
und immer weitere Bedrängnisse strömen auf mich ein.
Probleme überhäufen mich und sie werden immer mehr.
Verpflichtungen werden nicht eingehalten,
immer neue Forderungen gestellt.
Ich bin hoffnungslos überfordert.
Meine Nerven liegen blank!
Ihre Gier scheint unermesslich
und ihre Lieblosigkeit grenzenlos.
Sie sind rücksichtslos und hemmungslos.
Sie toben sich an mir aus wie reißende Wölfe.
Sie machen mit mir, was sie wollen.
Was kann ich da schon tun?
Ich bin dieser Gewalt nicht gewachsen.
Welchen Mächten bin ich ausgesetzt?
Herr, wie lange noch kann ich atmen?
Wohin noch kann ich fliehen.
Wann erstirbt mein Hoffen?
Ich habe doch nur dich.
Du bist meine letzte Hoffnung.
Und immer wieder rufe ich nach dir:
Herr hilf!! Ich ertrinke!!!
Doch ich erkenne deine Hilfe nicht.
Wer sonst sollte mir helfen als du?
Wo bleibt deine Lösung?
Wann werde ich erlöst?
Herr, ich halte mich an dich.
Du allein bist mein Heil.
Du hast mir das Leben gegeben und ich bin dein.
Doch wo sind Leichtigkeit und Freude?
Du hast mir Gaben gegeben,
doch wo kann ich sie noch einsetzen?
Du bist es doch, der alles gibt, auch die Möglichkeiten.
In dieser Welt scheinen ältere Menschen
ziemlich überflüssig zu sein,
hinderlich, unbequem und belastend.
Herr, wie sehr sehne ich mich nach Frieden.
Mein Wohl liegt in deiner Hand.
Ich möchte einfach nur sein
und dich mit meinem Leben preisen und ehren.
Weshalb können mich diese Menschen
nicht einfach in Ruhe lassen?
Ist dieses Gezerre denn normal?
Wer oder was beherrscht sie?
Wie können sie ihre eigene Ungeduld
und ihre Aggression nur aushalten?
Wie die Gewalt, mit der sie vergewaltigen?
Herr, ich bitte dich, zeige dich ihnen.
Schenke ihnen Ruhe und Besinnung.
Schenke ihnen deine heilende Liebe.
Sättige sie mit deiner Gerechtigkeit.
Amen.

