Pflichtbewusstsein und Wohlbefinden
Hallo Du,
ich bin das Pflichtbewusstsein in dir und kann ein Segen oder eine Last sein. Als Segen, bin ich eine Tugend, die dich auszeichnet. Zur Last werde ich, wenn ich zu einem Zwang werde
Glaubst du, ich sei nur für deine Arbeit, Termine und Erwartungen zuständig? Dann irrst du dich. Ich bin auch für dich da, wenn du müde bist, wenn dein Herz schneller schlägt, wenn dein Rücken verkrampft und schmerzt oder wenn deine Gedanken um Probleme kreiseln und sich verhaken. Ich bin nicht nur der Hüter und Verbesserer deiner Aufgaben – ich bin auch der Wächter über deine Gesundheit.
Was ich dir sagen will:
Du bist verantwortlich für dich und deine Gesunderhaltung! Nicht dein Arzt, nicht dein Chef und nicht deine Familie. Gesund zu sin und zu bleiben ist dein oberstes Recht und deine erste Pflicht. Krank, bist du eine Last für dich und für andere. Krank, kannst du nicht dein Bestes geben, machst du Fehler, hast du keine Kraft dein Potenzial auszuschöpfen, bist du unglücklich, unzufrieden und unausgeglichen.
Ich erinnere dich daran, kein seelenlos agierender Roboter zu sein. Auch daran, dass dein Körper kein willkürliches Werkzeug deines Wollens und Verstandes ist. Du bist ein Zuhause für deinen Geist und Verstand, für deine Gefühle und Empfindungen, für deine Freude und Hoffnungen, für dein Wohlbefinden.
Ich weiß, ich dränge dich oft zum Durchhalten und Weitermachen. Aber echte Pflicht bedeutet auch, rechtzeitig innezuhalten. Schlaf und Bewegung, Durchatmen und Entspannen, Freizeit und Hobby, Freundschaften und Gemeinschaft mit anderen, das sind keine Nebensachen und auch keine Ablenkung oder Schwächen.
Meine Aufgabe ist auch, Grenzen zu setzen. Auch, dass du „Nein“ sagst zu Überstunden und Überbelastung, zu unguten Beziehungen oder zu evtl. Selbstvernachlässigung und Depression, dann folgst du mir auf die gesunde Weise.
Was ich dir nicht antun will – aber manchmal tue
Manchmal kann und muss ich dich überfordern. Wenn du glaubst, du müsstest immer stark sein, immer funktionieren, immer etwas leisten, immer perfekt sein – dann habe ich dich zu fest umarmt und vereinnahmt.
Und wenn du deine Bedürfnisse ignorierst, weil du „wichtige Pflichten“ vorrangig erfüllen musst, dann habe ich dich in ein Korsett gezwängt, dich unfrei gemacht und dich von dir selbst entfremdet. Das möchte ich aber nicht. Ich wünsche mir für dich ein Gleichgewicht zwischen Pflicht und Freizeit, zwischen Anforderung und Zufriedenheit, zwischen Ernsthaftigkeit – und Lachen, Singen, Tanzen oder kreativem Loslassen.
Wie andere dich ausnutzen – auch in Sachen Gesundheit
Weißt du, dass andere sehr schnell deine besonderen Fähigkeiten und dein Verantwortungsbewusstsein erkennen, dein Pflichtgefühl, deine Genauigkeit und deine Sorgfalt, deine Gewissenhaftigkeit, Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit, deine Zielstrebigkeit und Ordnungsliebe, deinen Fleiß und deine Selbstdisziplin, deine Strukturiertheit und Klarheit, deine Disziplin, Selbstverpflichtung und höfliche Rücksichtnahme, dein bereitwilliges Dienen.
Sie erkennen auch: deine innere Haltung der Verantwortung, deine Treue zum eigenen Wort, deine Verbindlichkeit im Tun, deine moralische Standfestigkeit, deine Loyalität gegenüber den Aufgaben und deinen Respekt vor dem Notwendigen.
Sie benutzen dich gerne für ihre Interessen und zu ihrem Vorteil. Sie brauchen dich für ihr Ego und ihren Erfolg. Du bist das Juwel für ihre Karriere. Viele machen dich immer wieder klein, damit du deinen großen Wert nicht erkennst, damit du ihnen weiterhin nützt. Sie setzen dich vielleicht unter moralischen Zwang, um ihre Anerkennung zu erhalten.
Sie sagen etwas wie: „Das schaffst du doch!“ – Du akzeptierst, obwohl du sichtbar ermüdet bist. Oder: „Reiß dich zusammen.“ Und du nickst – obwohl du eigentlich Ruhe brauchst. Oder: „Du bist doch hilfsbereit.“ Und du flüsterst: „Dann mach ich das halt auch noch.“ – Selbst wenn du längst am Limit bist.
Mein Wunsch für dich ist:
Lass mich nicht nur für deine Leistung stehen, sondern auch für deine Fürsorge. Lass mich dich nicht nur antreiben, sondern auch schützen, umsorgen und verwöhnen. Lass mich nicht nur nach außen wirken, sondern auch in deinem Innen leuchten. Ich kann ein Teil deiner Freude, Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Schönheit sein.
Wenn du dich um dich selbst kümmerst, erfüllst du die wichtigste Pflicht und das höchste Recht, nämlich: Gesund zu bleiben – für dich, nicht für andere.
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss all das Gute nicht, das er für dich tut. Er macht dein Leben reich und erneuert deine Kraft, dass du wieder jung wie ein Adler wirst. (Ps 103,2.5; NL)
(* Dieser Beitrag wurde im Zusammenwirken mit dem Chatbot von Microsoft erstellt)
