Meinen Frieden gebe ich euch!   

 

 Leitvers

 Der Helfer, der Heilige Geist, den der

Vater in meinem Namen senden wird,

wird euch alles ´Weitere` lehren und

euch an alles erinnern, was ich euch

gesagt habe. Was ich euch zurücklasse,

ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden

– einen Frieden, wie ihn die Welt nicht

geben kann. Lasst euch durch nichts ´in

eurem Glauben` erschüttern, und lasst

euch nicht entmutigen!

(Joh 14, 26-27; NGÜ)

 

 

Input

Gnade sei mit euch und Friede von Gott,

unserm Vater, und dem Herrn Jesus

Christus!

 

Früher war ich ein Kämpfer:

Im Leben, im Beruf und auch als

10-Kämpfer in der Leichtathletik.

Deshalb beginne ich heute mit einer

Geschichte aus dem Kampfsport:

 

Sie handelt von einen kleinen, schmächtigen,

amerikanischen Negerjungen, der in ärmlichen

Verhältnissen in einem Getto aufwuchs.

Seine Eltern, mit ihrem Leben unzufriedenen,

gaben ihm den Namen eines farbigen Politikers,

eines Freiheitskämpfers gegen die Sklaverei.

Dieser Junge wuchs in einer Atmosphäre von

Gewalt, Wut, Hass und Ohnmacht auf.

So wurde er zu einem zornigen Kind in

seiner friedlosen Welt.

 

Als er 12 Jahre war, wurde ihm sein Fahrrad

gestohlen, wahrscheinlich von einem Farbigen.

Sein Fahrrad war das Wertvollste, was er

hatte und er beschloss, sich für den Dieb-

stahl zu rächen. Er wollte den Dieb

zusammenschlagen, wenn er ihn erwischte.

 

Um das aber zu können, begann er mit hartem

Boxtraining. Wut, Hass und Rache waren seine

Antriebe. Aus ihnen bezog er seine Willenskraft.

Kampf wurde zu seinem Metier.

Er wollte Leute verprügeln.

Das war ihm wichtiger als die Schule, in

der er sowieso nur schlechte Noten hatte.

 

Er wollte wer sein!

Er wollte respektiert werden.

Er wollte sich beweisen.

Niemand sollte mehr auf ihn herabsehen

oder ihn demütigen.

Niemand sollte sich noch wagen,

ihn zu bestehlen.

Vom Training gestärkt, wollte er dann

kämpfend seinen Platz in dieser Welt

finden, einnehmen und behaupten.

 

Er wurde tatsächlich zu einer wahren

Kampfmaschine, zum erfolgreichen

Killertyp, denn er war begabt, flink,

clever, hart und erbarmungslos.

Und je stärker und erfolgreicher er wurde,

desto hochmütiger und überheblicher

wurde er.

Er verhöhnte seine Gegner mit abfälligen

und beleidigenden Aussagen.

Er legte sich mit jedem an und handelte

sich damit natürlich auch Ärger und

Ablehnung ein. Aber das schürte seinen

Zorn, seine Wut und seine Auflehnung

nur noch mehr.

Nach seinen großen Siegen prahlte er in

die Kameras:

Ich bin der Größte!

Ich bin der König der Welt.

Ich habe die Welt erschüttert.

In seinem Größenwahn sagte er auch:

Es ist schwer bescheiden zu sein,

wenn man so großartig ist wie ich.

  

Er kannte keinen Respekt:

Zum philippinischen Präsidenten, der

sich mit ihm schmücken wollte, sagte er

kurz vor einem Titelkampf in Manila:

„Ich habe deine Frau gesehen. Du bist

nicht so dumm, wie du aussiehst.“

 

Er wurde zum erfolgreichsten Boxer

aller Zeiten. Er war ein umjubelter Held.

Die Reporter umschwärmten ihn wie

Schmeißfliegen.

Die Welt feierte und verehrte ihn.

 

Er wurde zum Idol vieler.

In 61 Kämpfen war er 56-mal Sieger,

37-mal gewann er durch KO.

Und natürlich verdiente er sehr viel Geld

– was ihn auf seinem Weg bestätigte.

Aber gerade wegen seiner Berühmtheit,

wegen seiner fast blindwütigen

kämpferischen Einstellung und wegen

seines schlichten Gemüts, wurde er von

vielen anderen für deren persönliche

oder politische Ziele benutzt.

 

Mit 35 Jahren erkrankte er an Alzheimer.

2016 verstarb er im Alter von 74 Jahren,

schwer gezeichnet von seiner Krankheit.

Sein Name war Cassius Clay, später

nannte er sich Muhamed Ali.

Er war 4-mal verheiratet und hatte

9 Kinder, 2 davon außerehelich.

Er hinterließ seiner völlig verstrittenen

Großfamilie 51 Millionen Dollar.

 

Dass er ein guter Familienvater war, wird

nicht berichtet. Auch nicht, dass er in

seinem Leben Frieden gefunden hätte.

 

 

Weshalb ist Frieden für uns so wichtig?

Aus drei Gründen:

 

1. Weil wir in einer von Gier regierten Welt

    leben, die voller Unfrieden ist. Ständige

    Veränderung, Rangelei, Aggression und

    Gewalt, gnadenloser Wettbewerb, mit

    Streit, Kampf und Kleinkrieg sowie

    Rücksichtslosigkeit, Leid und Armut

    bestätigen das.

    Die Nachrichten sind voller Meldungen

    über Katastrophen und Attentate, über

    Unterdrückung, Verfolgung, Mord, Raub,

    Betrug und Missbrauch.

 

2. Weil auch in unserem direkten Umfeld

    Unfriede zwischen Menschen herrscht.

    Wir sind doch nicht blind und taub.

    Wir bemerken doch die Lieblosigkeit und

    Feindseligkeit unserer Mitmenschen

    und auch ihr Gezänk, ihren Neid, ihre

    Eifersucht, Verbitterung und Zerwürfnis,

    die sich auch auf uns bezieht und unter

    der wir leiden.

 

3. Weil auch in uns Unruhe und Unfrieden ist.

    Auch wir begehren, gieren und neiden.

    Kommen wir zu kurz?

    Werden wir angemessen gewürdigt?

    Erhalten wir, was wir glauben verdient

    zu haben?

    Wollen wir mehr sein, als wir sind?

    Wofür kämpfen wir?

    Auch wir sind im Zwiespalt, gereizt

    oder verärgert, aufgebracht oder wütend.

    Und das verunsichert uns, ist

    kräftezehrend, verwirrend und ermüdend.

 

Vielleicht ist unser großer Wunsch nach

Frieden eine Gegenreaktion darauf. Sicher

aber ist er eine tiefe Sehnsucht und auch

ein besänftigendes Hoffen.

  

Was ist Frieden überhaupt?

Frieden ist das Gegenteil von Kampf.

Frieden ist ein länger anhaltender Zustand

von Ruhe und Sicherheit,

von Entspanntheit und Gelassenheit,

von Ausgeglichenheit und Wohlbefinden,

von gegenseitiger Akzeptanz und

Wertschätzung.

Er erwächst aus gegenseitigem Vertrauen,

aus mitmenschlicher Verbundenheit und

aus liebevoller Anteilnahme und

Unterstützung.

 

Das hebräische Wort für Frieden

ist Schalom.

Es hat in seinem eigentlichen Wortsinn

mehrere Bedeutungen. Es kann neben

Frieden in unserem Wortsinn, auch als

ein Gruß – ‚Friede sei mit dir/euch‘

bzw. – ‚Ich komme in Frieden‘

oderauch ‚Fürchte dich nicht!‘ bedeuten.

Aber ‚Schalom‘ beinhaltet auch die Bitte:

Gott gebe dir Gesundheit –  oder

Gott gebe dir ‚Sieg im Kampf‘ – oder

„harmonisches und fröhliches Miteinander

unter deinen Mitmenschen“.

 

Wir sehnen uns nach Frieden

in 5 Bereichen:

In der Welt. 

In unserem Umfeld. 

Mit denen, die uns nahestehen. 

Mit uns selbst.

Und mit Gott.


Wir sehnen uns danach, weil wir diesen

Frieden nicht selbst erzeugen können.

Wir schaffen es ja selbst nur selten,

ohne Aufregung, Ärger und Streit

auszukommen. Deswegen brauchen wir

Hilfe von außen, am besten von oben.

 

In seinen Abschiedsworten an die Jünger

sagt Jesus zu ihnen:

 

Der Heilige Geist, den euch der Vater an

meiner Stelle als Helfer senden wird,

er wird euch alles erklären und euch an

das erinnern, was ich gesagt habe.

Auch wenn ich nicht mehr da bin, wird

doch der Friede bei euch bleiben.

Ja, meinen Frieden gebe ich euch –

einen Frieden, den euch niemand

sonst auf der Welt geben kann.

(Joh 14, 26 -27; HfA)

 

Jesus gab seinen Jüngern dadurch

Frieden, dass er bei ihnen war,

denn er hatte Frieden in sich.

Und weil sie seine Schüler sind,

verspricht er ihnen, sie nach seinem

Tod nicht alleine zu lassen.

Er lässt ihnen den Heiligen Geist geben,

also den göttlichen Geist,

seine geistige Einstellung und Haltung,

seine Denkart, Denkweise und Gesinnung.

Der soll ihr ständiger Begleiter sein,

Führer und Helfer, Erklärer der Worte Jesu,

ein Erinnerer an seine

Liebe und Barmherzigkeit und ein

Kraftgeber für alle Lebenssituationen.

Durch diesen Geist wird sein Friede

bei ihnen bleiben und in ihnen wohnen.

 

Auch wir können um den Heiligen Geist

bitten, damit auch in uns sein Friede werde,

ein Frieden, den niemand sonst auf der

Welt geben kann.

 

 

Der Friede Jesu hat verschiedene

Dimensionen.

Er beginnt mit dem 1. Schritt,

den man auch als Türöffner für

den Frieden bezeichnen kann.

 

Der 1. Schritt ist:

Der Friede Jesu ist Frieden mit Gott.

Diesen Frieden nenne ich: Urfrieden,

Wiedervereinigungsfrieden oder auch

Geborgenheitsfrieden, denn durch ihn

wird die durch Sünde getrennte

Verbundenheit mit Gottes Liebe

wiederhergestellt.

Durch Reue und Vergebung erhalten wir

Gottes Segen und mit ihm Heil und

Gesundheit, Schutz und Sicherheit,

Führung und Gelingen.

 

Inwieweit diese neue Verbundenheit

bereits besteht, kann jeder an seinem

Verhältnis mit Gott oder zu Jesus erkennen.

– Wie gut kenne ich ihn?

– Will ich nur etwas von ihm oder bin ich

   auch bereit, ihm etwas zu geben?

   Vertrauen, Glaube, Hingabe, Treue

   oder Dank,

   Liebe mit ganzem Herzen, mit ganzer

   Seele, in allen Gefühlen, in allen

   Gedanken und mit all meiner Kraft.

– Lebe ich im ständigen Kontakt mit ihm?

– Ist Jesus mein Lehrer und mein Vorbild?

 

Wir machen unseren Frieden mit Gott,

– indem wir ihn als Schöpfer und Lenker

   unseres Lebens anerkennen, uns ihm

   unterstellen und seine Gebote als gut

   und richtig akzeptieren und befolgen,

– indem wir auf Jesus hören, sein Angebot

  zur Versöhnung mit Gott annehmen und

  ihm in allem nachfolgen, auch wenn das

  nicht immer leicht ist.

 

Durch die so wiederhergestellte Einheit

entfällt der quälende innere Machtkampf.

Die Fragen

‚Wer hat bei mir das Sagen?‘

‚Wer bestimmt über mich?‘

und ‚Wer ist der Boss?‘,

sind dann geklärt.

 

Das erleichtert und entspannt.

Und daraus gewinnen wir die Erkenntnis:

Gott ist gut. Gott ist Liebe.

Gott kümmert sich um uns.

Gott ist weise, weitsichtig und allmächtig.

 

Gott ist vertrauenswürdig!

In seiner Liebe sind wir geborgen.

Bei ihm finden wir die ersehnte Ruhe.

Da Gott klug und weide und allwissend ist,

müssen wir uns nicht mehr aufregen,

denn er tut immer das Richtige, auch

wenn es uns manchmal nicht gefällt.

 

Nun ist Gott mit uns und wir sind

mit ihm zufrieden. Der Urzustand der

Verbindung mit ihm ist wiederhergestellt.

 

Ob das wirklich so ist,

können wir anhand der Gebote

Gottes erkennen,

daran, wie wir zu Gott stehen.

Mit jedem Verstoß, mit jeder Lüge,

mit jedem Lästern über andere,

mit jedem Streit mit den Eltern,

mit jedem Gedanken des Neides

und mit jeder Lieblosigkeit

beleidigen wir Gott.

 

Jede Sünde, jedes feige, faule,

lieblose oder gleichgültige Handeln

ist vergleichbar mit einem

Sprengstoffanschlag auf Gottes Reich,

auf ihn und auf seine Kinder,

unsere Mitmenschen.

Das kann Gott nicht zulassen.

Deswegen hat jede Sünde.

egal ob klein oder groß,

negative Auswirkungen auf den

Sünder und die Sünderin,

auf ihr Leben.

 

Betrachtet man die Welt unter

diesem Maßstab, dann liegt die ganze

Menschheit im Streit mit Gott und in

Trennung von ihm. Sie missachtet ihn

und seine Absichten.

Und ganz gleich,

ob man nur ein Gelegenheitssünder

oder ein Schwerverbrecher ist:

Man befindet sich auf der Seite

der Feinde Gottes.

Tatsächlich leben wir inmitten eines

Herrschaftsbereichs, der Gott Widerstand

und Krieg erklärt hat.

 

Der König dieses Reichs,

Satan und seine Untertanen,

also die uns besetzenden Dämonen,

fangen Menschen ein und drängen sie

zum Aufbegehren gegen Gott.

Sie sind nicht mehr sie selbst. Doch auch

für die gibt es eine gute Nachricht:

 

Gott macht auch ihnen immer wieder ein

Friedensangebot. Dieses Friedensangebot

heißt Jesus Christus. Und der verspricht:

„Meinen Frieden gebe ich euch“!

 

Das bedeutet:

Jede und Jeder hat die Möglichkeit,

die Fronten zu wechseln.

Jeder hat die Möglichkeit, Frieden mit Gott

zu schließen und mit seiner Hilfe gegen

die Fremdherrschaft des Bösen in sich

anzukämpfen.

Wie?

Indem sie sich Jesus zuwenden.

Indem man an Jesus glaubt und ihn bittet,

die Führung, das Kommando, im eigenen

Leben zu übernehmen.

 

Der 2. Schritt ist:

Der Friede Jesu ist ein Frieden

mit sich selbst.

Wer in sich hin und hergezogen wird, lebt

im Zwiespalt, im Unfrieden mit sich selbst.

Einerseits brauchen wir Stärke, Mut,

Wissen, Können, Hoffnung, Zuversicht

und Selbstvertrauen, damit wir das Leben

(einigermaßen) meistern können.

Andererseits aber, ist auch manches

Schwache, Zarte und Liebliche in uns,

was wir aus Scham gerne verstecken

oder unterdrücken. Auch sind wir oft

unzufrieden, unausgeglichen,

niedergeschlagen, hoffnungslos oder

verbittert, weil manches nicht gelingt.

Dann überkommen uns unfriedliche

Gefühle von Minderwertigkeit,

Verlorenheit, Nutzlosigkeit, Überforderung

oder Ablehnung, die verbunden sind mit

Unsicherheit, Gereiztheit, Ungeduld oder

Zweifel, mit Unfreundlichkeit, Lieblosigkeit

oder Gleichgültigkeit.

 

Geschürt wird dieser Unfriede auch durch

Neid, Gier, Eifersucht, Gemeinheit,

Hinterlist oder Verlogenheit, durch

Verleumdung, Klatsch, Tratsch, Streit

oder Boshaftigkeit, durch Überheblichkeit,

Anmaßung, Hochmut, Stolz oder

übertriebenem Ehrgeiz.

 

Manche kämpfen

um Respekt oder Bestätigung,

um Anerkennung oder Geltung.

Manche gieren nach Spaß und Lust,

andere nach Macht oder Einfluss.

Alle kämpfen gegen Windmühlen, denn

ihr Wollen kostet nicht nur Lebenskraft,

sondern es macht sie auch unbeliebt

und für andere anstrengend.

 

Auf der Suche nach unserem Platz im

Leben unterlaufen uns zwangsläufig Fehler.

Irgendwann erreicht jeder den Punkt, an

dem er nicht mehr weiterkommt.

Trotzdem wenden wir dann noch mehr

Kraft auf, um das Gelingen zu erzwingen

und schaffen es auch damit nicht.

Der Unfriede in uns wächst.

Unzufriedenheit breitet sich aus.

Selbstzweifel kommen dazu.

Unausgeglichenheit und Ärger

stauen sich an.

Weshalb?

Vielleicht aus fehlender Klarheit

und Entschiedenheit.

Vielleicht aus Unsicherheit darüber,

wer man ist, was man darf

und was man kann.

Vielleicht, weil wir nicht wissen, was

alles – sich in unserem Herz versteckt.

Hinterfragen wir es!

Warum bin ich mit mir unzufrieden?

Was treibt mich an?

Findet auch ihr es heraus.

Das verhilft zu Selbsterkenntnis

und zum Abkehren davon.

 

Nun, wir Menschen sind dazu geschaffen,

im Einklang mit Gott zu leben.

Wir blühen auf,

wenn wir uns an seine Richtlinien halten,

wenn wir uns von ihm führen lassen,

wenn wir unsere Grenzen und seine

Möglichkeiten kennen und

wenn wir gelernt haben, dass er für uns

das vollbringt, was wir aus eigener Kraft

nicht schaffen.

 

Frieden mit uns finden wir nur, wenn

Jesus unseren inneren Unfrieden besiegt.

 

Jeder fühlt sich gut,

wenn jemand etwas für ihn tut,

wenn er für etwas dankbar sein kann,

wenn er Gutes tut, wenn er ehrlich ist,

wenn er mit sich im Reinen ist,

wenn er echt sein darf,

wenn er gut mit anderen auskommt,

wenn auch das Zarte und Schwache

in ihm leben darf,

wenn er sich selbst annimmt,

wenn er geliebt wird und andere liebt.

 

Das heilt.

Das schenkt uns einen Frieden,

den man nicht beschreiben kann.

Wir wissen nur:

Jetzt ist es viel besser als vorher!

 

Ich habe selbst erlebt,

wie Jesus mich reinigte und heilte,

wie er mich zufriedener, fröhlicher,

geduldiger und ausgeglichener machte.

Wie Spannkraft und Lebensfreude

zurückkehrten und größer wurden

als vorher.

Und, ich erlebe das noch immer.

 

Der 3.Schritt ist:

Der Friede Jesu bewirkt auch Frieden

im Umfeld.

Der Friede mit Gott und mit uns selbst

verändert uns, und das wirkt sich auch

auf unser Umfeld aus. Nach und nach

verändert es sich auch.

 

Unser Umfeld, das sind unsere Nächsten,

das ist die Familie,

das sind Freunde und Freundinnen,

das ist die Gemeinde

und das sind die Menschen,

denen wir bei der Arbeit,

in der Nachbarschaft

oder auf der Straße begegnen.

 

Unser Umfeld ist nicht nur

ein angenehmes soziales Netz,

sondern auch unsere Reibungsfläche.

Mit denen, die uns am Nächsten sind,

ist die Reibung am Größten,

aber auch die Lernmöglichkeit.

 

Unterschiedliche Eigenheiten, Interessen,

Meinungen, Haltungen, Erwartungen,

Absichten, Ziele und Sichtweisen stören

den Frieden. Ohne Verständigung, ohne

gegenseitige Liebe und Rücksichtnahme,

verbunden mit Respekt, Achtung, Toleranz,

Wertschätzung, Vertrauen, Anerkennung

und Freiraum gibt es keinen Frieden!

 

Zu unserem Umfeld gehört auch ganz

Deutschland. Womit wird da der Frieden

erhalten?

Im Grunde durch Gesetz, durch Strafe

und durch Macht. In einigen anderen

Staaten.

Zusätzlich auch durch Unterdrückung

oder Befriedung. Das ist ein Friede, den

der Stärkere diktiert. Das ist der Friede,

den die Welt kennt. Genau den hat,

damals das Römische Reich Israel

aufgezwungen, damit es nicht aufmuckte

und seine Steuern und Abgaben an Rom

zahlte.

Doch wie lange hält solch ein Frieden?

Druck erzeugt Gegendruck. Was ist,

wenn die Kraft des Stärkeren nachlässt?

Und was passiert, wenn der Stärkere

seine Macht andauernd missbraucht?

Vielleicht Aufbegehren, Revolution und

Umsturz.

 

Der Friede Jesu ist auf anderen

Grundlagen aufgebaut.

a) Der Friede Jesu gründet sich

    auf Wahrheit.

    Damit wird die Lüge als eine Ursache

    für Streit ausgeschlossen.

b) Der Friede Jesu gründet sich

    auf Gerechtigkeit.

    Damit wird auch jegliche Ungerechtigkeit

    als Grund für Streit ausgeschlossen.

c) Der Friede Jesu gründet sich auf Liebe.

    Damit werden Lieblosigkeit, Hass und

    Ablehnung unterlaufen.

 

Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe sind

die Voraussetzungen für echten und dauer-

haften Frieden. Die gibt Jesus.

Damit ‚kämpfen‘ wir. Wir lassen das Gute

wirken.

 

Bemühen wir uns doch, immer die Wahrheit

zu sagen, stets das Rechte zu tun und

selbstlose Liebe gegenüber unseren

Mitmenschen zu üben, dann werden wir

wahrscheinlich mit unseren Nächsten

in Frieden leben.

 

Der 4. Schritt ist:

Der Friede Jesu ist auch ein Sieg

über die bösen Mächte und den Tod

– Wir wären gerne voller Liebe.

– Wir hätten gerne ein friedliches

   Zusammenleben der Völker.

– Wir gönnen allen Menschen Sicherheit,

  Gerechtigkeit, Chancengleichheit und

   auskömmliche Gehälter.

– Wir wünschen uns eine heile Natur und

   darin eine Existenzberechtigung für alle

   Menschen, Tiere und Pflanzen durch

   gegenseitige Rücksichtnahme.

 

Doch: „Kein Mensch kann in Frieden leben,

wenn es der böse Nachbar nicht will.“

Solange es Menschen gibt, die Gott und

seine Liebe nicht kennen, die Gott hassen

und ihm den Krieg erklärt haben, kann es

keinen Frieden unter den Menschen geben.

 

Hinter dem Bösen steckt der Böse, der

Widersacher Gottes, Satan. Er benutzt

und missbraucht Menschen für seine

schändlichen Taten.

An ihrem Leiden erfreut er sich.

Aber:

Satan wurde am Kreuz von Jesus besiegt,

ja sogar vernichtend geschlagen. Seitdem

hat er keine Macht mehr. Nur, das wissen

die Wenigsten, weil sie die Kraft Gottes

durch eigenen Glauben nie kennengelernt

haben.

 

Jesus nahm durch seinen Opfertod unsere

Sünde auf sich. Er befreit uns damit aus

den Klauen des Bösen und er ermöglicht

damit unsere Versöhnung mit Gott.

Gott wird wieder unser Abba, unser Vater,

und ist mit uns in Liebe verbunden.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der

Jesu bei auch in uns sichtbar wird.

 

Ich glaube, dass unser Leben in dieser

bösen Welt dazu dient, den Frieden mit

Gott finden, auch den Frieden mit sich

selbst und mit der Umwelt.

Natürlich mit Gottes Hilfe!

Aber auch dazu, dass der Sieg Jesu über

alle bösen Mächte und über den Tod jedem

Christen überdeutlich wird, damit jeder von

ihnen andere zu Gott bringt.

 

Der 5. Schritt ist:

Der Friede Jesu ist ein Sieg für den

Glauben, für Liebe und die Hoffnung

Weil wir uns im Unfrieden schlecht und

verloren fühlen, hoffen wir auf Frieden.

Wir glauben fest, dass es den auch gibt

und dass er auch für uns erreichbar ist.

Durch Selbsterfahrung, durch den Frieden

Jesu, der in uns wirkt und den wir

genießen, wird diese Hoffnung erfüllt.

Und erfüllte Hoffnungen und Gebete

bewirken Dankbarkeit, Zuversicht und

Gewissheit.

Wir können nicht anders, als den zu lieben,

der uns Gutes gibt und uns so sehr liebt.

Sie vertiefen unseren Glauben und

Zuversicht in Gottes wirken. Aus dieser

Liebe heraus wagen wir, Friedensbrücken

zu bauen.

 

Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt

der Welt Frieden und wendet sich

den Menschen in Liebe zu. (Lk 2,14)

 

Möge Gott, von dem aller Friede kommt,

euch helfen, ein Leben zu führen, das

ihm in jeder Hinsicht gefällt. Er bewahre

euch ganz und gar, damit ihr fehlerlos

seid an Geist, Seele und Leib, wenn

unser Herr Jesus Christus kommt.

(1.Thess 5,23)

 

Amen.

 

 

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