Gottes Stimme an ein fernes Herz 

 

Hallo Du,

das Lesen der heutigen Losung in Jes 29,13; NLB schmerzte mich:

Der HERR hat gesagt: »Dieses Volk sucht meine Nähe nur mit dem Mund und ehrt mich nur mit Lippenbekenntnissen. In seinem Herzen aber hält es einen weiten Abstand von mir. Seine Furcht vor mir erschöpft sich in auswendig gelernten Sprüchen.

Seine Kinder haben keine wirkliche Herzensverbindung mit Gott. Sie tun so, als wären sie bei ihm – und merken nicht, wie leer das „So‑tun‑als‑ob“ sie macht, was sie sich damit antun und was ihnen damit entgeht.

Und erst recht schmerzt es Gott – nicht, weil das Volk schlecht ist, sondern weil die Menschen sich selbst um etwas bringen, was sie am meisten brauchen: Seine Nähe, Wärme und Geborgenheit.

 

Ich höre Gott sagen:

 

„Hallo Du,

ich sehe, wie du mit mir sprichst,

aber dein Herz bleibt dabei still.

Nicht aus Trotz, nicht aus Kälte,

sondern weil du vergessen hast,

wie sich Nähe mit mir anfühlt.

 

Du tust, was man tut,

wenn man glaubt, glauben zu müssen.

Du sprichst,

was du meinst sagen zu müssen.

Aber dein Herz –

es bleibt draußen und wartet darauf,

dass du es wieder einlässt.

 

Weißt du, was mich schmerzt?

Nicht, dass du mich nicht ehrst.

Nicht, dass du mir nicht dankst.

Sondern dass du dich selbst

um das bringst,

was ich dir geben könnte,

was ich dir geben möchte.

 

Du ahnst nicht, was dir entgeht,

wenn du Nähe zu mir nur simulierst –

als ein Lippenbekenntnis,

statt sie auch wahrhaftig zu leben.

Du ahnst nicht, 

wie viel inneren Frieden du verlierst,

wenn du mir nur etwas mitteilst,

aber nicht an mich glaubst

und mir voll vertraust.

 

Ich will kein leeres Herz, sondern ein offenes.

Ein verletzliches. Ein echtes. Ein kindliches.

Eines, das sich traut, wieder zu vertrauen.

 

‚Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder‘ –

weißt du noch, was das heißt? 

 

Es heißt: 

Komm zurück in die Einfachheit.

In das Urvertrauen. In die Zuversicht,

die nicht beweisen muss, dass sie stark ist.

 

Ich rufe dich nicht, um dich zu tadeln.

Ich rufe dich, weil du mir fehlst!

Und – leider auch dir selbst.

 

Komm mir bitte wieder näher.

Nicht mit Worten. – Mit deinem Herz.

Ich bin hier. Ich war hier. Ich bleibe hier.

Immer – für dich.“

 

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