Gottesfurcht

 

Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf

seinen Wegen geht! (Ps 128,1)

 

Hallo Du,

gottesfürchtig, von Ehrfurcht für Gott erfüllt,

andächtig und gläubig, knie ich vor Gott in der

Erkenntnis, dass ich ohne seine Gnade und

immerwährende Hilfe nicht sein kann.

 

Ehrfürchtig verharre ich in Schweigen

und hoffe auf sein Wort.

Ehrfürchtig höre ich die Worte und Lehren Jesu

und erkenne Gottes Geist in ihm.

Ehrfürchtig richte ich mein Leben an ihm aus;

an meinem Herrn und Vorbild.

 

Das tue ich nicht aus Furcht, aus Angst oder aus

kriecherischer Hörigkeit, sondern aus Hochachtung

vor ihm, aus Respekt vor seiner Würde, Güte und Liebe,

aus Dank für seine Gunst, seine Bewahrung und Führung.

Er ist erhaben über meine Sorgen und Ängste, meine

Zweifel und Schwächen, meine Hilflosigkeit und

Ohnmacht, denn er ist der Schöpfer des Himmels

und der Erde, des Universums und von mir.

 

Er achtet seine Schöpfung, er liebt und erhält sie

und er ist darin treu und zuverlässig.

Er weiß, wie was wann und wo zusammenhängt

und weshalb und warum etwas zu geschehen hat.

Er teilt jedem, jeder und allem seine ganz individuelle

Aufgabe im jeweiligen Wirkungsrahmen zu.

Das ist unsere Bestimmung, unser Weg und Ziel,

unser Lebenssinn, unser Anteil am ewigen

Zeitgeschehen, in seinem Plan.

 

Indem ich Gott erkenne und ernst nehme, ihn achte

und ehre , mit ihm rede und mich auf ihn verlasse,

in seiner Nähe und Liebe lebe, bin ich gottesfürchtig,

von Ehrfurcht und Dankbarkeit durchdrungen, von

Zuneigung zu ihm und Liebe für ihn erfüllt, bereit auf

seinen Wegen zu gehen.

 

Ich erkenne die Weisheit des einen, unsichtbaren Gottes

in seinem sichtbaren Handeln und Wirken, in Jesus

Christus sowie die Blindheit und Torheit der Menschen,

die sich nicht nach ihm richten, die nichts von ihm

wissen wollen, die ihn missachten, verleugnen und

ignorieren. Das kann nur böse enden.

 

Ohne ihn ist alles nichts! In seiner Souveränität und

Unabhängigkeit, in seiner Autorität, seinem Einfluss,

seinem Willen und seinem Ansehen, in seiner Weisheit,

Übersicht und Fügung erkenne ich ihn,

den Allumfassenden, den Allesverbindenden,

den allmächtigen Gott und Schöpfer,

unseren himmlischen Vater, und seinen Sohn

und seinen Geist.

 

Er kennt dich und mich ganz genau, durch und durch.

Nichts ist ihm verborgen. Deshalb kann ich ihm

gegenüber auch völlig ehrlich sein, ihm meine

Hilflosigkeit und Beschränktheit eingestehen und ihn

immer wieder um seine Hilfe und Führung und um

Klärung und Unterstützung bitten.

 

Vor ihm werde ich immer ein bittender Bettler sein,

ein nach seiner Liebe hungriges Kind. Weil er mich liebt,

bete ich ihn an und ich glaube seinem Urteil über mich,

seiner Bestandsaufnahme, seinem mich messen an

seinem Wort und Maßstab. Da kann ich nur hilfsbedürftig

sein.

 

Und indem ich lerne, meinen kleinkarierter Ärger und

meine unüberwindlichen Schwierigkeiten mit seinen

Augen zu sehen, werden sie klein und überwindbar.

 

Besonders wenn mir seine Mitwirkung und Führung

in meinem Leben deutlich wird, erleichtert und befreit

und erfreut mich das. Sein Wille geschehe!

Es gibt jemanden der über mich wacht, der mich führt

und der meinem Leben Sinn gibt.

Es gibt jemanden, der nur das Beste für mich will

und tut.

Es gibt jemanden, der mein bisheriges, eingeengtes

und vielleicht auch verqueres Denken auf den Kopf stellt,

der mich erneuert und mich mit sich und seinem Geist

verbindet und weitet.

Es gibt jemanden, der den Weg kennt, dem ich mich

anvertrauen kann und mit dem ich vertrauensvoll

seinen Weg gehe.

Es ist Jesus. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Durch ihn erhält unser Leben Erfüllung. Sein Wille

und meine Nachfolge sind mir wichtiger als alles andere.

Er ist der Herr über mein Leben. Er ist mein Vorbild

und Maßstab, mein und dein Gott.

 

Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und

hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes,

in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung

der Sünden. (Kol 1,13-14;L)

 

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