Vision über Gemeinschaft

 

Achtet aufeinander! Ermutigt euch

zu gegenseitiger Liebe, und spornt

einander an, Gutes zu tun. (Hebr 10,24)

 

Gelobt sei Jesus Christus, der unsere

Gerechtigkeit bei Gott ermöglicht

und der die Kraft der persönlichen

Gnade bewirkt. Ihm sei Dank für die

neue Einsicht und Erkenntnis, für den

wiedergewonnenen inneren Frieden

und für die Gemeinschaft mit Gott,

unserem Vater!

 

 

Hallo Du,

heute Morgen hat mir der Heiligen Geist

in einem Moment der Klarheit

gnädig Einblick gewährt,

was für Gott Gemeinschaft bedeutet,

was für Menschen Gemeinschaft bedeutet

und weshalb wir uns damit so schwer tun.

Damit hat er tiefen Frieden

und feste Zuversicht in mir bewirkt.

 

Gott ist kein einsamer Einzelgänger,

kein übermächtiges Alleinwesen,

sondern eine sich immer wieder teilende

und mitteilende Gemeinschaft.

Sein Wesen ist Gemeinschaft

und Gemeinschaft in und mit ihm

ist Vertrauen, Austausch, Einigkeit,

Verbindung, Vereinigung und Einssein.

Auch wir sind Gemeinschaftswesen.

Ohne Gemeinschaft miteinander sind wir

leer und nicht überlebensfähig.

 

Unsere höchsten Ziele sind,

Gemeinschaft zu bilden,

zu erhalten und geschützt zu sein.

Unsere Mittel dazu sind Vertrauen,

Austausch, Verbindung,

Vereinigung und Einssein.

 

Leider aber sind wir dabei sehr egoistisch

und Einigkeit ist oft nicht vorhanden.

Wir wollen alle das Gleiche und doch

glauben viele, mehr haben zu müssen,

als sie brauchen.

Wir sehen irrigerweise unsere Stärke

in Unabhängigkeit und Individualismus,

vielleicht um uns vorzugaukeln,

dass wir dadurch den Trennungsschmerz

von anderen und von Gott überwinden.

 

Mache halten es noch nicht einmal

mit sich alleine aus und das sind

die Ärmsten unter uns.

Ihre Unzufriedenheit und Verbitterung

darüber lassen sie gerne und oft

an anderen aus.

 

Sie rächen sich für ihr Versagen,

das gar nicht ihr versagen ist,

denn sie hatten nie

eine gute Gemeinschaft,

keine liebevolle Zuwendung,

keine Geborgenheit,

keine Aufmerksamkeit

und keine Ermutigung und Anerkennung.

Oder sie versuchen

lebensnotwendige Gemeinschaft zu stiften,

ohne zu wissen,

was das ist und wie das geht.

 

Dabei müssen sie natürlich scheitern,

denn wer keine Nähe und Gemeinschaft

kennen gelernt hat und darin nicht geübt ist,

ist ein Außenseiter, ein Einzelgänger

und eine Gefahr für andere.

Für den ist Gemeinschaft nur etwas

theoretisches, ein abstraktes Ziel,

ein Wollen ohne zu wissen

und Begriffe wie Liebe, Vertrauen

oder Freundlichkeit, Geduld,

Barmherzigkeit, Herzlichkeit und Treue

sind ihm begehrenswert, aber fremd.

 

Manche schaffen es gerade zu einer

(schwierigen) Zweierbeziehung,

vielleicht sogar mit Kindern

und das ist für sie schon viel.

Einige davon haben das Glück,

eine liebevolle Partnerin oder

einen liebevollen Partner

gefunden zu haben,

bei der oder dem sie dazulernen,

bei der oder dem sie sich

auf Gemeinschaft einlassen

und darin wohlfühlen können.

 

Manchen ist ihre Gruppenabhängigkeit

und Gruppenzugehörigkeit sehr bewusst

und sie haben gelernt, durch

Geben und Annehmen darin zu leben,

darin Sinn und Kraft zu finden

und sich darin zu entspannen.

 

Wohlgemerkt,

Gemeinschaft ist uns ins Wesen gelegt.

Wir alle brauchen und wollen sie,

nur nicht alle wissen, wie die funktioniert,

was sie bewirkt und was dafür zu tun ist.

 

Unser Unwissen, unsere Ohnmacht und

unsere Angst, zurückgewiesen zu werden,

machen uns unsicher, ungeduldig,

verärgert und hilflos.

Erst wenn wir unseren Platz

in der Gemeinschaft gefunden

und akzeptiert haben,

unsere sinnvolle, anerkannte Aufgabe

darin erkannt haben,

dann kehren in uns innere Ruhe

und Ausgeglichenheit ein,

dann werden wir ein wertvolles

Gruppenmitglied und ruhen in uns selbst.

 

Menschen haben in der Geschichte

viele Gemeinschaftsformen gefunden

und gelebt, doch alle sind längerfristig

immer wieder gescheitert.

Denn immer, wenn es Menschen gut geht

vergessen sie, dass sie andere brauchen.

Dann gehen sie lieber eigene Wege,

die die Gemeinschaft untergraben,

aushöhlen und längerfristig vernichten.

 

Gott ermahnt uns:

„Alles kommt von einem!

Alles steht miteinander in Verbindung.

Alles hat das Recht, unter anderen,

mit anderen und für andere zu sein.

 

Im Gleichgewicht

hat alles sein eigenes Gewicht.

Im Gleichgewicht

sind Werden und Vergehen im Gewicht.

Im Gleichgewicht

ist keine Spannung, nur Fließen.

Im Gleichgewicht

ist ergebener Frieden.

 

Überwindet eure Angst,

die Angst vor dem ‚Zu kurz kommen’.

Tut euch zusammen zu einem Miteinander.

Helft einander, sorgt füreinander,

beschützt einander.

Jeder ist ein Teil des Ganzen.

Jeder hat seinen Platz.

Alle sind liebenswert und

langfristig überlebensnotwendig.

Reibungen decken auf,

schleifen Egoisman ab

und ermöglichen ein

Miteinander auskommen.

 

Individualismus

ist ein gefährlicher Irrweg!

Kehrt um!

Integriert und grenzt niemanden aus.

Sorgt dafür, dass alle ihren Platz haben,

an dem sie meine Aufgabe erfüllen.

Die Gemeinschaft ist euer einziger Schutz.

Das ist mein Wille.

Wer Gemeinschaft mit allem hat,

hat auch Gemeinschaft mit mir.

 

Überheblichkeit wird verbannt

und mit ihr alle, die sie zulassen.

Hochmut wird verbannt

und mit ihr alle, die sie zulassen.

Lieblosigkeit wird verbannt

und mit ihr alle, die sie zulassen.

 

Gemeinschaft gelingt nur

in gegenseitiger Hochachtung,

gleichgültig ob Pflanze, Tier oder Mensch,

gleichgültig ob jung oder alt,

klein oder groß, schwach oder stark,

gleichgültig ob Feuer, Wasser oder Stein.

 

Meine Gnade ist das Gute.

Meine Gnade ist für alle.

Meine Gnade wird dem geschenkt,

der mich sucht, kennt und liebt.

Sie wirkt in allen,

die Gemeinschaft mit mir haben.“

 

 

Bibelzitate dazu:

 

Jesus sagt: Ich verlasse jetzt die Welt und komme zu dir. Sie aber bleiben zurück. Heiliger Vater, erhalte sie in der Gemeinschaft mit dir, damit sie untereinander eins werden, so wie wir eins sind. (Joh 17,11)

 

Jesus sagt: Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! (Mt 28,19)

 

Weder Neid noch blinder Ehrgeiz sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil, denkt von euch selbst gering, und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht immer zuerst an euch, sondern kümmert und sorgt euch auch um die anderen. Orientiert euch an Jesus Christus. (Phil 2,3 – 5)

 

Für immer und ewig hat Christus mit dem einen Opfer alle Menschen, die Gott als seine Kinder annimmt, in eine vollkommene Gemeinschaft mit ihm gebracht. (Hebr 10,14)

 

Hört genau hin, und achtet darauf, was Gottes Geist den Gemeinden sagt.» (Offb 3,22)

 

Diese ersten Christen ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterrichten und lebten in brüderlicher Gemeinschaft, feierten das Abendmahl und beteten miteinander. Eine tiefe Ehrfurcht vor Gott erfüllte sie alle. Er wirkte durch die Apostel viele Wunder und bestätigte auf diese Weise ihre Worte. Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. (Apg 2,42-44)

 

 

 

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