Ein wacher Geist   (Spr 6,9-11)

 

Hallo Du,

ein wacher Geist sucht immer wieder neue Impulse, Anregungen oder Herausforderungen, um leistungsfähig und aktuell zu bleiben, um sich weiterzuentwickeln, um weiterhin hilfreich zu sein. Er will und muss beschäftigt, benutzt und gebraucht werden.

Ein Geist, der sich langweilt, der immer weniger benutzt wird, der kaum noch gefordert ist, wird träge, verringert seine Leistungsfähigkeit oder stellt seine Arbeit nach und nach ein.

 

Das Gleiche gilt auch für die Tätigkeiten des Körpers und der Seele. Bei geringerer Nutzung wird deren Bewegungs-, Empfindungs- und Leistungsfähigkeit zurückgefahren. Erhalten bleibt nur, was tatsächlich noch genutzt wird.

 

Unser Körpereinheit ist wie Maschine, die durch längere Standzeit, weniger Pflege und Nichtbenutzung, allmählich verrostet.

Das deutsche Sprichwort: „Wer rastet, der rostet“, drückt das gut aus.

 

Der Mensch sollte sozial gefordert und gebraucht werden, muss denken und nachdenken, fühlen und mitfühlen, lieben und geliebt werden, verantwortlich im Leben und Zusammenleben eingebunden bleiben, sonst verkümmert er nach und nach.

 

Ein wacher Geist lenkt den Körper und die Seele, erhält die innere Einheit und äußere Verbundenheit, bleibt interessiert und lebendig, und bezieht seine Kraft aus der Beziehung zu Gott und der Fülle der Anregungen aus seiner Liebe, Führung, Weisheit und Weitsicht.

 

 

 

Wie lange willst du Faulpelz noch liegen bleiben? Wann stehst du endlich auf? »Ein bisschen will ich noch schlafen«, ´sagst du`, »nur ein kleines Nickerchen halten, mal kurz die Hände in den Schoß legen und mich ausruhen« – da ist schon die Armut im Anmarsch, und die Not überfällt dich wie ein bewaffneter Mann.   (Spr 6,9-11; NGÜ)

 

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