Boden-ständig
Ich stehe mit beiden Beinen
fest auf dem Boden.
Auf dem Boden, in dem
meine Vorfahren beerdigt sind,
die mir Gene hinterlassen haben.
Auf dem Boden der Elemente,
aus denen wir erschaffen sind.
Ich bin ein Kind dieser Erde.
Ich bin auch ein Kind Gottes.
Er ist der Schöpfer von allem.
Meine Gebete steigen auf zum Himmel.
Meine Gedanken fliegen hoch und weit.
Dennoch bin und bleibe ich bodenständig.
Ich weiß woher ich komme, wer ich bin,
wohin ich gehöre und wem ich gehöre.
Die Gnade des Herrn erhöht,
beschenkt und erfreut, doch –
Dank und Ehre gebühren dem Herrn.
Und lässt er mich noch so hoch fliegen,
und lässt er mich Schwächen unterliegen
und lässt er mich Ängste besiegen;
ich darf auch Siege erringen,
dankbar, freudig rumspringen
und ihm mein Lobeslied singen.
Ich genieße das Fließen im Geist,
mit dem ich bin weit umhergereist,
von der irdischen Schwerkraft entbunden
verbrachte ich betend viele Stunden.
Amen.
Du bist nicht der Herr des anderen.
Mit welchem Recht willst du ihn also
verurteilen? Ob er im Glauben standfest
bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache
zwischen ihm und Gott, seinem Herrn.
Und er wird im Glauben festbleiben,
denn der Herr hält ihn. (Röm 14,4; HfA)
