Innere Werte sind wie besondere Edelsteine
Hallo Du,
wieviel Selbstbewusstsein hast du? Was zeichnet dich aus? Was beanspruchst du? Wie viel Raum lässt du anderen? Was haben alle Menschen gemeinsam und was zeichnet sie aus?
Jeder Mensch hat seine ganz eigene Bedeutung, die es zu respektieren gilt, weil alle das Recht haben, zu sein, zu leben, sich zu entfalten, ihre Bestimmung zu erfüllen.
Du bist wertvoll, allein weil du lebst und bist. Du bist wertvoll, weil du einen Schatz in dir trägst. Du bist wertvoll, weil du die Zukunft mitgestaltest. Dein Wert, hängt nicht von deinen Leistungen ab, nicht von deinem Bildungsgrad und nicht von der Einschätzung anderer.
Weil du lebst, existiert, hast du das unwiderrufliche Anrecht, geachtet, geliebt und wohlwollend gefördert zu werden, aber auch die Pflicht, dich, deine Begabungen, Ansichten und inneren Werte ins Leben einzubringen.
Das Recht geliebt zu werden, beinhaltet auch die Pflicht, zu lieben. Das Recht, sein zu dürfen beinhaltet auch die Pflicht, sein zu lassen. Das Recht, respektiert zu werden beinhaltet auch die Pflicht, zu respektieren.
Willst du überwiegend etwas bekommen oder überwiegend etwas geben? Beim Bekommen wissen wir, was wir haben wollen bzw. was uns guttut. Beim Geben ist uns oft nicht klar, was wir überhaupt geben können. Das Einfachste, Wichtigste und Wertvollste ist, uns zu geben und hinzugeben, etwas von uns und aus uns weiterzugeben.
Kennst du deine inneren Werte, die dich besonders machen? Kennst du die inneren Werte, die du ererbt hast und die untrennbar mit dir verbunden sind? Welche hast du bereits entdeckt und weiterentwickelt bzw. durch Anwendung zum Glänzen gebracht?
Die inneren Werte sollen unser tägliches Leben und Handeln leiten, sie sollen sich in unseren Eigenschaften, Ansichten, Überzeugungen und Entscheidungen niederschlagen und unser Verhalten prägen.
Welche inneren Werte haben wir?
Innere Werte sind immer positiv und sie haben die Kraft, Frieden und bleibende Beziehungen zu schaffen. Leider sind uns viele gar nicht bewusst. Hier beispielhaft einige zentrale Werte:
Liebe: Ohne Liebe ist das Leben nicht lebenswert. Ein freundlicher, höflicher, liebevoller und vertrauensvoller Umgang miteinander ist die Grundlage jeder Gemeinschaft. Wir sehen die vielfältigen Formen von Liebe sie bei anderen, z.B. bei den Eltern, Großeltern oder Freunden, Übernehmen sie und entwickeln eigene dazu.
Was diese Liebe bedeutet, wird im 1. Korintherbrief 13, 4-7 genannt:
Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab. Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Liebe nimmt alles auf sich, sie verliert nie den Glauben oder die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.
In Galater 5,22-23 heißt es: Der Geist Gottes bringt in unserem Leben nur Gutes hervor: Liebe, Freude und Frieden; Geduld, Freundlichkeit und Güte; Treue, Nachsicht und Selbstbeherrschung.
Der Geist Gottes, das Vorbild Jesu und die Beschäftigung mit dem, was Gott will und kann, erweckt diese Werte in uns zum Leben und bestärkt uns, sie auszuformen und zu leben.
Freude: Freude hat etwas mit offenem Staunen, mit erfreutem Wahrnehmen und mit Zufriedenheit und positivem Denken zu tun. Sie beruht auf der Lebenseinstellung und Sichtweise, weniger auf schönen, äußeren Ereignissen.
Frieden: Der innere Frieden wird erhalten und gefördert, indem man selbst friedfertig und sanftmütig bleibt; sich nicht über alles möglich aufregt und es nach eigenem Wollen verändern oder erzwingen will.
Geduld: Geduld setzt Respekt, Verständnis und Einfühlungsvermögen voraus und erhält die Freude am Dazulernen.
Freundlichkeit: Freundlich zu sein bedeutet, nicht nur nett und höflich zu sein, sondern ist auch ein offenes, vertrauensvolles, entgegenkommendes, liebevolles, unvoreingenommenes, anerkennendes, respektvolles und wohlwollendes Verhalten anderen gegenüber. Das Gegenteil von Freundlichkeit ist Feindseligkeit und Ablehnung.
Güte: Unter Güte versteht man eine freundliche, wohlwollende und nachsichtige Grundeinstellung gegenüber anderen. Es geht dabei um eine hilfreiche, verständnisvolle und verzeihende Gesinnung, die tief in der Liebe verwurzelt und in der Persönlichkeit verankert ist. Güte zeigt sich im eigenen Denken, Reden, Verhalten und Fühlen. Güte ist freundlich und herzlich, liebevoll und verständnisvoll, zugetan und mildtätig unterstützend. Güte, gut zu sein zu anderen und zu sich selbst, fällt uns leichter, wenn wir sie und ihre angenehme Auswirkung selbst erfahren haben und davon innerlich ergriffen waren, weil sie unerwartet und vielleicht auch unverdient gegeben wurde. Als Gegenteil von Güte bzw. Herzensgüte ist Strenge und Unnachgiebigkeit.
Treue: Ob wir in Beziehungen und Bindungen, unseren Überzeugungen gegenüber oder in einer Sache treu, beständig und zuverlässig sind, entscheiden wir ganz alleine. Im Normalfall sind wir es.
Nachsicht: Nachsicht ist ein grundsätzlich verzeihendes Verständnis für die Unvollkommenheit anderer bzw. für sich selbst. Sie ist besonders hilfreich in Bezug auf menschliche Schwächen, Eigenarten und Fehler. Man kann Nachsicht auch als gütige Rücksichtnahme sehen.
Mitgefühl: Mitgefühl beinhaltet mit-fühlen, einfühlsam sein, Anteil nehmen. Es speist sich aus Empfindungsvermögen, Sensibilität, Verständnis, Feingefühl und Gespür. Empfindungsvermögen ist die Fähigkeit und Bereitschaft, die Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person aus ähnlichen Erfahrungen zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. Mitgefühl kann angemessenen auf die Gefühle anderer Menschen eingehen. Grundlage dafür ist eine offene und ehrliche Selbstwahrnehmung.
Selbstbeherrschung: Ob wir Versuchungen erliegen, ob wir die Beherrschung verlieren, ob wir unsere Lüste und Gelüste im Zügel halten oder ob wir uns leicht verlocken lassen, ob wir innerlich ausgeglichen sind oder nicht, wir selbst entscheiden darüber.
Barmherzigkeit: Barmherzigkeit ist mit Einfühlungsvermögen, Mitgefühl, Erbarmen und Mildtätigkeit verbunden. Kinder verstehen die Feinheiten und die Bedeutung von Sprache noch nicht aber sie sind Weltmeister im Erkennen von Gefühlen und Gemütszuständen wie bspw.:
Glückliche Freude und Zufriedenheit, angeregte und gelassene Fröhlichkeit, niedergeschlagene und kummervolle Trauer, sorgenvolle und einschränkende Angst, hoffnungsvolle Aufgeregtheit, enttäuschter und aufgebrachter Wut, ermüdeter Erschöpfung, verunsicherter Verwirrtheit oder ruhiger, entspannter und wohltuender Gelassenheit. Das ist in uns gelegt. Wir wollen wissen, wie es unseren Mitmenschen geht. Brauchen sie unsere Hilfe und Untersetzung oder haben sie die Kraft, Schwierigkeiten selbst zu überwinden. Außerdem: Die Barmherzigen werden auch selbst Barmherzigkeit erlangen.
Bescheidenheit: Bescheidenheit beinhaltet: ‚sich bescheiden‘, ‚sich zurücknehmen‘, ‚sich begnügen‘ und ‚verzichten‘. Bescheidene, unaufdringliche Menschen sind bodenständig, genügsam, anspruchslos und zurückhaltend. Sie sind geduldig und drängen sich nicht auf. Sie sind nicht überheblich, hochmütig, geltungssüchtig oder maßlos.
Demut: Demut bedeutet, sich nicht über andere zu erhöhen, bodenständig zu bleiben, sich der eigenen Schwächen bewusst zu sein, sie auch anderen zuzugestehen und eine höhere Instanz, den allmächtigen Gott und himmlischen Vater anzuerkennen.
Ehrlichkeit: Ehrlich sein im Reden und Denken, in Diskussionen und Auseinandersetzungen; Echt sein im Verhalten, Aufrichtig sein im Charakter, offen zu sein für eigene Mängel und Fehler, das ist eine Grundvoraussetzung für dauerhafte Gesundheit, für jede Beziehung und für eine positive Entwicklung. Ehrlichkeit setzt neue Kräfte frei und ist eine Form von Selbsthygiene. Wir entscheiden über ‚Ja‘ oder ‚Nein‘. Ein ‚Ja-Nein‘ zeigt Unentschlossenheit oder ist eine Teillüge.
Sanftmut: Sanftmut ist der Mut, sanft, freundlich und liebevoll zu bleiben, auf jegliche Aggression zu verzichten, sein ausgeglichenes und friedfertiges Wesen weiterzuentwickeln.
Dankbarkeit: Ist es für uns selbstverständlich, dass es uns gut geht, dass uns jemand hilft, fördert, unterstützt oder lobt, dass wir Glück und Erfolg haben, dass andere uns mögen oder vergeben, dass oder wir Arbeit haben, dass wir Gelegenheiten und Möglichkeiten bekommen, uns zu entfalten, dann stimmt mit uns etwas nicht. All das bekommen wir. Selbst unsere Fähigkeiten und Begabungen haben wir von unseren Vorfahren ererbt. Außerdem formt Dankbarkeit unsere Persönlichkeit und Einstellung. Wir können dankbar sein in allen Dingen. Wir entscheiden, ob wir es sind.
Hingabe: Hingabe bedeutet, sich selbst und seine eigenen Wünsche zugunsten anderer oder Gottes Willen zurückzustellen. Hingabe im christlichen Sinne bedeutet, sich selbstlos für andere einzusetzen, aber dabei auch auf die eigenen Grenzen zu achten. Hingabe aus Pflichtgefühl ist ein Widerspruch. Sie geschieht immer freiwillig und voller Elan. Wir setzen uns ein, wir geben etwas von uns in Bereichen, die uns wichtig sind, in denen wir etwas zu geben haben. Wir geben etwas von uns hin oder preis, um andere zu unterstützen, um ihnen damit weiterzuhelfen, um ihnen zu dienen. Dieses ‚Sich-hin-geben‘ ist uns eine Herzensangelegenheit, eine Aufgabe, die wir mit großem Eifer und rückhaltloser Leidenschaft angehen, mit Freude und Herzblut, gleichzeitig zugewendet, offen und empfangend. Das ist erfüllend.
Vergebung: Zu vergeben, fällt schwer, wenn. wir uns selbst oder unsere eigenen Bedürfnisse oder Verletzungen übermäßig in den Vordergrund stellen, wenn wir uns zu sehr aufs eigene Ego konzentrieren, wenn wir an Groll und Bitterkeit festhalten. Was vergeben wir uns, wenn wir uns selbst Von der Last von seelischer oder moralischer Verletzung entlasten. Unrecht bleibt unrecht. Wir gehen nur anders damit um. Außerdem, auch wir sind nicht vollkommen, verletzten unbewusst oder bewusst, übergehen Rechte von anderen.
Glaube: Wir können an andere glauben und ihnen vertrauen. Das ermutigt, unterstützt und öffnet sie. Das ermöglicht gemeinsame Beziehung.
Hoffnung: Die Hoffnung gibt uns Kraft, schwierige Zeiten zu überstehen, Versuchungen zu widerstehen, Ängste zu überwinden und Zukünftiges zu gestalten.
Gerechtigkeit: Gerechtigkeit zeigt sich in fairem, ehrlichem und angemessenem Verhalten.
Reinheit: Reinheit meint Lauterkeit, frei sein von inneren Verschmutzungen und von Sünde. Wer reinen Herzens ist, ist offen, echt, unbelastet und natürlich, ist liebevoll, vertrauensvoll, mitmenschlich und anziehend. Er ist wie ein lupenreiner Diamant, der das Licht, die Liebe Gottes, in unverfälschten Farben, Nuancen ausstrahlt.
Freiheit: Äußerlich sind wir in vielerlei Hinsicht gefangen und befangen, doch innerlich können wir uns davon befreien. Die inneren Gedanken, Gefühle, Vorstellungen, Werte und Ziele können individuell unabhängig von Regeln, Vorschriften und Gesetzen sein.
Weisheit: Weisheit zeugt von Lebenserfahrung, Erkenntnis und Einsicht in die Zusammenhänge und deren Konsequenzen. Sie ist oft gepaart mit großer Klugheit oder mit einem verständigen und mitmenschlichen Herzen. Sie ist immer individuell und versucht, objektiv zu sein. Gehen wir vor Entscheidungen in die eigene Tiefe und wägen ab oder sind uns die Konsequenzen für uns und andere egal. Lassen wir uns beraten oder in eigener Vorstellung gefangen.
Mut: Gemeint ist nicht Waghalsigkeit oder Verwegenheit, sondern Herzhaftigkeit im Miteinander, Kühnheit und Wagemut im Denken, Courage und Engagement im Verhalten, Beherztheit im Dienen und Unerschrockenheit in Gefahr und Versuchung. Mut hat auch etwas mit dem Gemüt zu tun. Sind wir wohlgemut, frohgemut? Ist unsere tiefe und warme gefühlsmäßige Veranlagung ausgeprägt, leben wir aus dem Mut zur Sanftheit, zur selbstlosen, vorbehaltslosen und unerschrockenen Liebe, zum Mitgefühl und zur eigenen Echtheit? Sind wir mutig und stark im Vertrauen, im Selbstvertrauen und im Gottvertrauen? Trauen wir uns, loszulassen, Kontrolle abzugeben, Schwäche zuzugeben, Gott machen zu lassen?
Gehorsam: Gehorsam ist doch etwas für Kinder? Ja. Kinder sollen ihren Eltern gehorchen, indem sie ihnen vertrauen und ihre Anweisungen befolgen, denn Eltern haben (lebenslang) einen Vorsprung an Wissen und Lebenserfahrung. Es geht aber auch darum, dass Kinder lernen, eine höherstehende Autorität, bspw. den Staat oder Gott, anzuerkennen, Vorgaben wie Gesetze zu akzeptieren und sich in jedes soziale Gefüge einzuordnen. Weshalb gehorsam? Unerzogene Kinder sind Egoisten, Wildlinge und bindungsunfähig und haltlos. Sie werden lebenslang Schwierigkeiten haben. Auch Erwachsene sind in Gottes Augen ‚seine Kinder‘, die seine Führung brauchen, weil die elterliche Erziehung lieblos war, oft Verhaltensweisen und Ziele vermittelte, die rein weltlich waren und dem herrschenden Gesellschaftssystem entsprachen. Im religiösen Bereich ist Gehorsam die Grundlage für geistiges und geistliches Wachstum sowie für positive Veränderung. Gott ‚erzieht‘ durch sein Wort oder durch Lebensumstände in Liebe und Weisheit.
Zuverlässigkeit: Zur Zuverlässigkeit gehören Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verbindlichkeit, Gewissheit, Klarheit, Beständigkeit und Stabilität. Können andere sich auf uns verlassen? Halten wir, was wir zusagen? Stehen wir zu dem, was wir denken, sagen und tun? Sind wir vertrauenswürdig?
Diese Werte sind Teil unserer ureigenen Würde. Sie können uns helfen, ein Leben zu führen, das uns ehrt und anderen dient und Gott gefällt.
Wodurch können unsere inneren Werte verletzt werden?
Das kann auf verschiedene Weisen geschehen. Hier einige Beispiele dazu:
Menschen werden unfair, ungerecht oder unangemessen behandelt und dadurch entehrt, entwertet und verletzt.
Menschen werden bewusst verleumdet, abgewertet, bösartig und mobbend mit abfälligen Worten und Bemerkungen angegangen. Das ist teuflisch, tief verletzend, einschüchternd, verunsichernd, ausgrenzend, niedermachend, entehrend und schädigend.
Menschen werden ignoriert, übersehen, gleichgültig behandelt, als unwichtig oder unwürdig betrachtet. Ihre berechtigten Bedürfnisse oder ihr Leiden werden nicht ernst genommen, übergangen und nicht berücksichtigt. Das ist eine selbstherrliche, indirekte verletzende Ablehnung.
Menschen werden diskriminiert aufgrund von Herkunft, Rasse, Aussehen, Geschlecht, Alter oder sozialem Status. Das ist Verletzung, Ausgrenzung und Entwürdigung pur.
Menschen werden auf irgendeine Weise ausgebeutet, ihre Abhängigkeit oder ihr Unwissen wird ausgenutzt. Sie werden belogen oder betrogen zum eigenen Vorteil. Das ist unwürdig, erniedrigend und verletzend.
Menschen werden körperlich, emotional oder sexuell missbraucht oder durch Druck und Gewalt eingeschüchtert und gefügig gemacht.
Menschen werden wie Objekte behandeln, als Mittel zum Zweck gesehen oder als Eigentum betrachtet, über die man verfügen kann und darf. Sie werden dadurch unwürdig entmenschlicht, entwürdigt, entmachtet und verletzt.
Solche Verletzungen verletzen die Verletzer immer stärker und sie beeinflussen leider auch die Einstellung Gebebereitschaft der Verletzten. Die Verletzungen verunsichern, hemmen, schränken ein und vermeiden gar die Nutzung unseres Potenzials, aber sie können nicht rauben oder auslöschen.
Was in uns gelegt ist, ist mit uns verwachsen, ist ein Teil von uns. Wir selbst entscheiden, ob äußere Verletzungen uns, unser Herz und unsere Seele, das Gute und Wertvolle in uns, verhindern darf.
Menschen die verletzen, wurden selbst verletzt. Sie vertrauen und hoffen nicht mehr. Sie sind auf Verteidigung und Abwehr ausgerichtet und in Wut-, Rache- und Vergeltungsgedanken gefangen. Sie glauben nicht mehr an das Gute in sich und ihre Liebe.
Um gesund und heil zu bleiben, sollten wir bösartige Menschen meiden, Trotzdem aber können wir für sie beten! Beispielsweise:
‚Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun‘.
Oder:
‚Jesus, erbarme dich ihrer. Befreie sie aus ihrer Gefangenheit.‘
Die Bibel fordert uns auf, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen und sie erinnert uns daran, dass wir selbst auch Menschen sind und von fremden Verletzungen betroffen sein können.
Und sie sieht die Ursachen fürs Verletzen in fehlender Liebe. Deswegen nennt Jesus in Markus 12,31 die zwei obersten Gebote:
· Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit deinem ganzen Verstand und mit aller deiner Kraft!‹
· ›Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst!‹
Kein Gebot ist wichtiger als diese beiden.«
Sich selbst lieben kann nur, wer sich geliebt weiß. Wenn nicht von Mitmenschen, dann zumindest von Gott, unserem himmlischen Schöpfer und Vater.
Deswegen der erste Teil des Liebesgebots. Wer noch nicht oder nicht mehr lieben kann, muss als Erstes sein Verhältnis mit Gott klären und ihn lieben lernen, die wahre Liebe kennenlernen. Erst dann empfindet er wieder Selbstliebe, die ihm Maßstab wäre für den Respekt und die Fürsorge und Freundlichkeit, die wir uns gegenseitig entgegenbringen sollten.

