Getrieben oder getragen?
Getrieben von der Sorge
um die eigene Familie;
getrieben von der Furcht,
es könnte Schlimmes geschehen;
getrieben von der Angst,
arbeitslos, gebrechlich oder hilflos zu sein,
vielleicht sogar,
krank zu werden und zu sterben,
das treibt den Menschen um
und raubt ihm seine Gelassenheit,
das versetzt ihn in Unausgeglichenheit,
in Hektik und Ungeduld.
Dagegen muss er unbedingt etwas tun!
Aber was?
Das raubt ihm schleichend
seine Freundlichkeit,
seine Güte und Lebensfreude,
ebenso
sein Vertrauen, seine Hoffnung
und seinen inneren Frieden.
Die Gedanken beginnen zu kreiseln
und finden doch keine Lösung.
Schlaflosigkeit, Lustlosigkeit
und Unsicherheit ermatten ihn.
Sein Mut sowie seine
Tatkraft und Zuversicht erschlaffen.
Gegen das Schicksal
ist halt alles Mühen sinnlos!?
Wie schön ist es doch,
in der verzehrenden Getriebenheit
von Gott getragen, geführt
und beschützt zu werden,
sich in Gottvertrauen geliebt zu wissen,
sich und die Seinen in jeder Lebenslage
in ihm geborgen zu wissen,
trotz widriger Umstande,
trotz schwerer Herausforderungen,
trotz Versuchung,
auch trotz Niedergeschlagenheit,
Not, Leid, Last, Krankheit oder Gefahr.
Sorge, Furcht und Ängste
sind dann unbegründet.
Er ist durch und durch Liebe.
Auf ihn ist Verlass.
Er ist immer da.
Ein hoffendes Gebet erlaubt ihm,
zu helfen!
Bleibt fest mit mir verbunden, und ich
werde ebenso mit euch verbunden bleiben!
Denn eine Rebe kann nicht aus sich selbst
heraus Früchte tragen, sondern nur,
wenn sie am Weinstock hängt. Ebenso
werdet auch ihr nur Frucht bringen, wenn
ihr mit mir verbunden bleibt.
(Joh 15,4; HfA)
Von Anfang an habe ich euch getragen,
seit eurer Geburt sorge ich für euch.
Ich bleibe derselbe; ich werde euch tragen
bis ins hohe Alter, bis ihr grau werdet.
Ich, der Herr, habe es bisher getan, und ich
werde euch auch in Zukunft tragen und retten.
(Jes 46, 3-4; HfA)

