Eigentlich

 

Stellt euch selbst auf die Probe, um zu sehen, ob ihr

im Glauben ´gefestigt` seid; prüft, ob ihr bewährt seid!

Eigentlich müsst ihr doch erkennen, dass Jesus

Christus in eurer Mitte ist, oder nicht? Andernfalls

hättet ihr ja die Probe nicht bestanden! (2.Kor 13,5)

 

Hallo Du,

eigentlich glaube ich an Jesus Christus, die Auferstehung

und das ewige Leben. Was sagt das dir über mich?

Glaube ich das oder glaube ich es nicht?

 

Das Wort ‚eigentlich‘ hat mehrere Bedeutungen:

 

1. Eigentlich, wirklich, tatsächlich bin ich ein Geschöpf

und Kind Gottes und mein eigentlicher Sinn und Zweck

ist, ihn zu lieben und ihm zu gehorchen, damit sein

Segen über meinem Leben liegen kann.

 

2. Nach Jesaja sollte Jesus eigentlich Immanuel

(Gott mit uns) heißen, aber er wurde von seinem Vater

Josef Jeschua geheißen, ein Name, der sich

wahrscheinlich aus den hebräischen Worten ‚jwh‘ und

’sua‘ zusammensetzt (Gott um Hilfe rufen) und die

Bedeutung von „Gott ist Rettung/Hilfe/Erlösung“ hat.

Die Namen Immanuel und Jeschua sind somit sinn-

verwandt.

Die lateinische Übersetzung ist ‚lesus‘, was im deutschen

und englischen zu Jesus wurde.

Eigentlich aber, in Wirklichkeit, bei genauer Betrachtung,

streng genommen ist der tatsächliche Name Jesu egal,

weil wir alle die gleiche Person meinen, den Sohn Gottes,

den wir um Hilfe anrufen können und der unser Erretter

und Erlöser ist. Wer an ihn glaubt, mit dem ist Gott.

 

3. Was für eine Krankheit hast du eigentlich?

Ich frage das nicht aus Neugier, sondern aus freundlicher

Anteilnahme und mir ist bewusst, dass du diese Frage

als unvermittelt und peinlich empfinden könntest.

Und ich hoffe, dass du nicht empört oder entrüstet

reagierst und mich fragst, was ich mir bei meiner Frage

eigentlich denke.

 

Eigentlich glaube ich an Jesus Christus, seine und

meine Auferstehung und das ewige Leben!

 

Ich schränke diese Aussage nicht mit einem ‚aber‘ ein.

Eigentlich glaube ich, aber die Auferstehung von den

Toten bleibt trotzdem unglaublich. Ich glaube nur, was

ich sehe und selbst das ist manchmal noch schwer zu

verstehen. Eigentlich bin ich Christ, aber in der Bibel

lese ich nicht und dass Jesus mir hilft, habe ich noch

nicht bemerkt.

 

Was ist mir eigen?

Was gehört fest zu mir und meiner Persönlichkeit?

Ich bin Christ, weil ich als Sünder von Jesus Christus

gerufen wurde und nicht weil ich schon vollkommen bin.

Ich folge Christus nach, um von ihm zu lernen.

Ich folge seinem Ruf, suche seine Nähe, lese in seinem

Wort, damit ich ihn immer besser verstehe und er mich

nach und nach vervollkommnet. Ich folge seiner Berufung,

nämlich dass ich meine Erkenntnisse und Wunder mit

ihm als gute Botschaft weiterzusagen.

Er lebt und wirkt auch heute.

 

Ich bin im Übergang aus meinem alten Leben in ein Neues.

Das ist wie eine Loslösung, Rettung und Auferstehung

aus weltlicher Gebundenheit und Gefangenschaft.

In Leid und Not halte ich an ihm fest. Er verhilft mir dazu,

dass mein Geist und Verstand sich aus irdischen Ängsten,

Zwängen und Reaktionen lösen kann. Er ermöglicht mir,

auf das christliche Ideal der Liebe zu hoffen und es

anstreben, sowie Gottes Hinweise, Gebote, Werten

und Ziele zu verinnerlichen.

Mein Ziel ist, Jesus ständig nahe zu sein und zu bleiben,

ihm blind zu vertrauen, mit seiner Hilfe und Führung

jederzeit zu rechnen, inneren Frieden zu erlangen und

mit ihm in göttlicher Liebe und Geborgenheit die Ewigkeit

zu verbringen.

 

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, dennoch:

Was für ein Christ bist du eigentlich?

 

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