Unsere Früchte als Zeichen

 

Hallo Du,

warum tue ich etwas?

Weil ich es für richtig halte und glaube,

dass es sinnvoll ist.

Ich tue es aus mir heraus

und im Vertrauen darauf, dass es gelingt.

 

Nun kommt es immer mal wieder vor,

dass ich in eigener Not nicht weiterkomme.

Dann brauche ich Hilfe.

Also ersuche ich darum. Ich bitte.

Ich frage beispielsweise Freunde,

lebenserfahrende Menschen,

einen Arzt oder Psychologen

in der Hoffnung,

dass jemand mir weiterhilft und es

mir dann wieder besser geht.

 

Nun kann es sein, dass das

nicht erfolgreich ist.

Dann habe ich die Möglichkeit,

die Not zu ertragen

oder zu resignieren

oder eine höhere Instanz anzurufen,

die vielleicht das kann,

was andere nicht konnten.

Und bevor ich aufgebe,

versuche ich auch das.

Also wende ich mich an den

unsichtbaren Gott, der allwissend

und allmächtig sein soll.

Ich bitte ihn um Hilfe,

ohne zu wissen,

dass das bereits Gebet ist

und dass darin Glaube steckt,

die Hoffnung und das Vertrauen,

dass er hilft.

 

Und sehr oft geschieht Erstaunliches:

Es passiert etwas!

 

Mit der Bitte gebe ich bereits

einen Teil meiner Not ab.

Ich baue auf Unterstützung

und hoffe auf eine Wende.

Ich werde ruhiger und achtsam für das,

was um mich herum und mit mir geschieht.

Ich betrachte mich wie von außen.

Im Hoffen liegt (notgedrungen)

mehr Zuversicht als Befürchtung.

Wenn es nicht so wäre,

wäre Bitten ja sinnlos.

 

Im Hoffen auf Veränderung

geschieht Veränderung.

Ich bin aufmerksam für verändernde

Möglichkeiten und Gelegenheiten,

entdecke und nutze sie.

 

Und ich entdecke dabei,

dass sich Probleme wie von alleine fügen,

dass es etwas oder jemanden gibt,

das oder der bewegt,

was sonst niemand konnte.

 

Das erstaunt, erfreut und bewegt.

Ich habe einen neuen Helfer gefunden,

einen, der auch in größter Not da ist

und hilft.

Die Gegenwart Gottes wird mir bewusst

und mein anfänglicher Glaube,

mein Vertrauen, wird bestätigt.

 

Diese Verbindung

möchte ich nicht mehr aufgeben

und fortan spreche ich regelmäßig

mit dem Unsichtbaren

und doch Gegenwärtigen.

Mit dem, der sich in Jesus Christus

gezeigt hat und zu uns gekommen ist.

Ich spreche mit dem,

den ich mit meinem Herzen sehe,

von dem ich Hinweise oder Zeichen

bekommen habe,

den es für mich jetzt wirklich gibt.

Das ist Glaube!

 

Wer Jesus als seinen Herrn und Lehrer

angenommen hat, der glaubt.

Er glaubt, dass er der Sohn Gottes ist

und dass er ihm helfen kann und hilft.

Das ist Glaube!

 

Durch Vertrauen auf das noch

Ungeschehene, wird es geschehen.

Hoffen bahnt den Weg.

Die Bitte ist bei Gott in Auftrag gegeben.

Der prüft, ob sie für alle Beteiligten gut ist,

geht ans Werk und verwirklicht es

zur rechten Zeit, zu seiner Zeit.

 

Und wenn wir dann fest mit Gott

und mit Jesus durch sein Wort

und ihren Heiligen Geist verbunden sind,

eine feste Beziehung und Gemeinschaft

mit ihnen haben, dann fragen wir uns

manchmal, ob er uns seinen Willen nicht

auch direkter und unmittelbarer mitteilen

könnte,

vielleicht in einer Vision

oder in einem Traum

oder im Zwiegespräch

oder durch Engel

oder durch göttliche Eingebung.

 

Ich sehe Gott dann nachsichtig lächeln

und höre ihn fragen:

Was machst du dir für Gedanken?

Habe ich dir nicht

meinen Heiligen Geist gegeben,

der dich und dein Tun heiligt

und aus dem du innerlich weißt,

was gut und richtig ist

und der aus dir heraus bewirkt?

Ich, dein Gott, wirke aus dir heraus!

Mache dir also keine Gedanken.

Ich, bin immer da!

Wir sind fest miteinander verbunden.

 

Gesegnet aber ist der Mann, der sich

auf den HERRN verlässt und dessen

Zuversicht der HERR ist. Der ist wie ein

Baum, am Wasser gepflanzt, der seine

Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn

obgleich die Hitze kommt, fürchtet er

sich doch nicht, sondern seine Blätter

bleiben grün; und er sorgt sich nicht,

wenn ein dürres Jahr kommt, sondern

bringt ohne Aufhören Früchte. (Jer 17,7)

 

Nun, du mein Herr und Gott,

der du Licht und Liebe bist

und Leben und Früchte gibst:

Wie erkenne ich,

dass dein Heiliger Geist in mir wirkt?

 

Und wieder schmunzelt er

und spricht durch sein Wort:

Ich will meinen Geist in euch geben

und will solche Leute aus euch machen,

die in meinen Geboten wandeln und

meine Rechte halten und danach tun.

(Hes 36,27)

 

Die Frucht des Lichts ist lauter Güte

und Gerechtigkeit und Wahrheit.

(Eph 5,9)

 

Der aber Samen gibt dem Sämann

und Brot zur Speise, der wird auch 

euch Samen geben und ihn mehren

und wachsen lassen die Früchte

eurer Gerechtigkeit. (2.Kor 9,10)

 

Nehme an, ein Baum ist gut, so wird

auch seine Frucht gut sein. (Mt 12,33)

 

Die Frucht des Heiligen Geistes (in euch)

ist Liebe, Freude, Friede, Geduld,

Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,

Selbstbeherrschung. (Gal 5, 22-33)

 

Darum: an ihren Früchten

sollt ihr sie erkennen. (Mt 7,20)

 

An den Früchten erkennen wir,

ob und in wieweit

der Heilige Geist in uns wirkt.

 

Wenn nun dein ganzer Körper im Licht

steht und nichts mehr an ihm finster ist,

dann ist es, wie wenn dich eine Lampe

mit ihrem hellen Schein anstrahlt; alles

steht im Licht.« (Lk 11,36)

 

Ja dann strahlt sogar

der Heilige Geist aus uns heraus.

 

Dagegen stehen die Früchte

der so menschlichen,

der alten, selbstsüchtigen Natur.

Sie zeigen sich in Lieblosigkeit,

in Missmut und Verbitterung,

in Misstrauen, Feindseligkeit,

in Ungeduld, Unfreundlichkeit,

in Taktlosigkeit, zänkischem Streit,

in Eifersucht, Untreue, Wut,

in Boshaftigkeit und Rechthaberei,

in Aggression und Beschimpfung,

in Zerwürfnis und Spaltung,

in Unverschämtheit und Dreistigkeit,

in Übertreibung und Unachtsamkeit,

in Stolz, Neid, und Überheblichkeit,

in Gier und Sucht,

in Intoleranz, Lüge und Diebstahl.

 

Im Kleinen auch im murren und schimpfen,

im lästern, übel nachreden und aufhetzen,

im unterstellen und vergleichen,

im streiten und anklagen,

im verwirren und täuschen,

im irreführen und verschweigen,

im schnippischem oder griesgrämigem

Verhalten,

im Hilfe versagen, sich Sorgen machen,

sich schuldig fühlen, unausgeglichen sein,

Versprechen brechen und im Grantig sein.

Das alles kommt nicht aus Gottes Geist.

 

Daran können wir uns messen!

Also, welche Früchte hängen

in welcher Menge an unserem Baum?

Danke Jesus,

dass du uns erkennen lässt,

wes Geistes Kind wir sind.

 

Du sagst:

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.

Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt

viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr

nichts tun. (Joh 15,5)

 

Danke Jesus auch für diesen

wichtigen Hinweis, der noch einmal zeigt,

dass nicht wir uns aus eigener Kraft

verändern können, sondern dass das

nur in enger Verbindung mit dir

und deinem Wort und durch deinen

Heiligen Geist geschieht.

 

 

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