Sich offen bekennen

 

Hallo Du,

es gibt zu viele Menschen,

die lieber im Verborgenen,

im Trüben fischen,

als offen, ehrlich

und direkt zu sagen,

was sie beabsichtigen

und erreichen wollen,

was sie von anderen wollen.

 

Was haben diese

Menschen zu verstecken?

Sind ihre Absichten nicht ehrlich,

vielleicht egoistisch?

Sind sie zu schüchtern,

zu unsicher, zu schwach,

zu ängstlich oder zu wenig

selbstbewusst?

 

Wie ist das bei Dir?

Bist Du offen oder zurückhaltend?

Zeigst Du, was Du denkst,

fühlst und spürst?

Wissen die anderen,

woran sie bei Dir sind?

 

Wie, das ist nicht professionell?

Man zeigt keine Schwäche?

Als Vorbild muss man stark sein?

 

Das ist doch Unsinn.

Jede und Jeder ist zunächst Mensch.

Jeder Mensch hat seine

starken und schwachen Seiten.

Seine Stärken setzt er

bei der Arbeit und für andere ein

und seine Schwächen machen

ihn empfindsam und menschlich.

Ein Mensch, der Stärke vortäuscht,

ist und bleibt schwach,

ein Schwacher der Schwäche zugibt,

zeigt Stärke.

 

Der Mensch, der sich offen bekennt

zu dem, was er fühlt, denkt, sagt und tut,

der lebt,

der weiß, wie es um ihn steht,

der zeigt, wie es ihm geht,

der versteht,

der ist für andere einschätzbar,

anfassbar und nicht beängstigend,

aufrichtig, echt und mutig.

 

Wir wollen uns doch nicht

selbst etwas vormachen

und dann ständig

mit unserer Begrenztheit

und unserer Unvollkommenheit

konfrontiert werden.

Damit überfordern wir uns

doch nur selbst.

Besser ist es,

zu sich selbst zu stehen,

so wie wir sind,

sich offen zu bekennen

und durch unsere Schwächen

stark zu werden,

durch sie langsam

zu wachsen und zu reifen.

 

 

 

 

 

 

 

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