Teuflische Versuchung

 

Hallo Du,

es ist schon interessant,

dass wir Menschen

dem Teuflischen eine Gestalt geben,

es als Teufel personifizieren,

der uns von außerhalb bedroht

und uns in Versuchung führen will.

 

Weil wir aber aufgeklärt sind,

glauben wir nicht an den Teufel

und doch begegnet uns

das Böse und Schlechte tagtäglich.

 

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen,

das Teuflische ist ein Teil von uns.

Es ist verborgen in unserem Ego-Wollen

und versteckt in den verdeckten Trieben.

 

Unsichtbar in den

negativen Gedanken und Gefühlen

versucht es,

uns zu infizieren und zu vergiften,

unseren Geist zu besetzen

und sich in uns auszubreiten,

bis wir ihm vollständig erlegen sind.

Dann bricht es aus uns heraus

und verdirbt unser Umfeld,

unsere Familie, unsere Freunde

und unsere Arbeit.

 

Das Teuflische in uns kann

Wut, Hass, Neid, Zorn, Gier, Trägheit,

lustvolle oder genussvolle Verlockung,

Maßlosigkeit oder Sonstiges sein,

das uns in kleinen Dingen versucht,

um unsere Standfestigkeit zu prüfen

und um uns beim geringsten Nachgeben

nach und nach zu verändern

und unser Unrechtsbewusstsein

zu trüben und auszuschalten.

„Man gönnt sich ja sonst nichts!“

 

Gnädiger Vater, ich danke Dir,

dass Du mich erkennen lässt,

dass das Teuflische in mir

und in jedem anderen Menschen

angelegt und vorhanden ist

und dass ich selbst darüber entscheide,

wie viel Raum ich ihm gebe

und ob ich es aus mir herauslasse.

 

Ich danke Dir aber noch mehr dafür,

dass Du mich bescheiden und dankbar,

demütig, selbstbeherrscht und einsichtig

gemacht hast, was mir hilft, meine Türen

gegen die teuflischen Versuchungen

und verführerischen Verlockungen

immer wieder zu verschließen,

um mich und andere nicht zu verletzen,

um das Schlechte in mir

durch Vertrauen

in Deine Weisheit und Gerechtigkeit

und durch Verständnis und Liebe

zu überwinden

und in Gutes zu verwandeln.

 

Lasse dich nicht vom Bösen besiegen,

sondern besiege das Böse durch das

Gute.  (Röm 12,21)

 

 

 

 

 

 

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