Meine Ich’s
Hallo Du, ich werde ich!
Eingehüllt in schwebende Wärme wächst
aus der Inspiration der göttlichen Zellver-
schmelzung etwas Neues, etwas
Einmaliges, etwas Göttliches:
Ein neuer Mensch, eine neue Hoffnung,
ein Stück Zukunft.
Der Körper wird entwickelt aus dem
uralten Bauplan der DNS.
Die Sinne werden darin entwickelt
als Antennen für Informationen,
als Sensoren für Reize
aus dem Umfeld, aus der Welt,
um den Körper durch Einpassung
und Anpassung lebenstüchtig zu machen.
Instinkte und Körperempfindungen
unterstützen den Vorgang.
Das unbewusste Ur-ICH, das Körper-ICH,
eine sehr starke Seinskraft, formt sich aus.
„Höre Welt: Ich bin!
Ich nehme meinen Platz in Anspruch.
Weil ich bin, habe ich ein Recht zu sein
und zu leben. Meine Überlebensinstinkte
beschützen mich.
Mein Selbsterhaltungstrieb und der
Gesunderhaltungstrieb begleitet mich.
Das Körper-ICH fordern ein,
was es braucht.
Es bestimmt mich
im Unbewussten.
Es begleitet mich
durchs ganze Leben.
Die Welt des Körpers
und seiner fünf Sinne
sind mein Ur-Zuhause.
Hier geschieht alles automatisch,
unbewusst, wie von selbst.“
Ich bemerke,
wie auf meinen Instinkten ein anderes
ICH-Bewusstsein wächst.
Durch menschliche Beziehung entstehen
Urvertrauen und Urangst:
Das Urvertrauen, in Liebe beschützt,
geborgen und geführt zu sein:
Die Urangst, im Daseinskampf das
Lebensnotwendige nicht zu bekommen.
Mein Seelen-ICH entsteht und wächst.
Zunächst erlebe und lebe ich auf
der Ebene der Gefühle.
Ich reagiere auf die Bedürfnisse
meines Körper-ICHs und auf die
Anforderungen meiner Umgebung.
Dabei werden die Gefühle
„Geborgensein“ und „Angsthaben“
verfeinert, ausgeweitet und aufgefächert.
Es werden daraus weitere Gefühle
abgeleitet und neu aufgebaut.
Ich lebe und erlebe aus einer
Beziehungswelt von Gefühlen
und Emotionen, nehme sie als wahr an
uns lasse sie von meinen Sinnen steuern.
Ich nehme wahr und verhalte mich dazu.
Ich reagiere darauf.
Ich mag es oder ich mag es nicht.
Ich werde mir meines Selbst bewusst.
Mein Wille wird geweckt und meine
Entscheidungsfähigkeit geboren.
Ich unterscheide zwischen
angenehm und unangenehm.
Mein Erfahrungsgedächtnis hilft
mir bei der Orientierung.
Mein Wille übt sich im Bekommen,
im Aufnehmen, Prüfen und Lassen,
im Festhalten und Loslassen.
Und mit dem eigenen Willen
wird der Verstand geformt.
Der Verstand möchte Dinge,
Situationen und Abläufe verstehen;
sie wiederholbar oder vermeidbar
machen.
Der Verstand versucht, Lebens-
bewegungen zum Stand zu bringen,
um sie betrachten zu können,
um sie fassen und erfassen zu können,
um Zeit für eine Analyse zu haben,
um Zusammenhänge
und Abfolgen zu erkennen.
Er verwendet dabei die Prinzipien
von Versuch und Irrtum,
von Ursache und Wirkung,
von Stärke und Schwäche.
und macht daraus,
durch eigene Logik,
wahrscheinliche Gesetzmäßigkeiten.
Er baut sich seine eigene Welt.
Vorgeprägt durch die
Informationen der Sinne, sieht er
sich im Mittelpunkt des Seins,
als Haupt des Körpers,
als selbständiges ICH
und bezieht alles auf sich.
Alles kreist um ihn,
um die Schaltzentrale.
Er bewertet, lenkt, beeinflusst,
manipuliert, bewirkt, bekommt.
Er will das Beste für sich selbst,
nämlich Erweiterung.
Er verdrängt und dominiert,
immer stärker.
In der heutigen Verstandes-, Wissens- und
Leistungswelt, in der Welt der einseitigen
Gehirn- und Gedankenakrobatik,
beherrscht durch Tadel, Lob und Anerkennung,
verstärkt das Verstandes-ICH
schnell das Seelen-ICH und
unterdrückt das Körper-ICH .
Angst, Furcht und Sorge machen sich breit.
Seelische (Ver)Spannungen folgen
und anhaltende, ungelöste Spannungen
führen zu körperlichen und seelischen
Verkrampfungen, zu Hemmungen, Blockaden,
Störungen und Krankheit, zu zellularen
Durchblutungs- und Ernährungsstörungen.
Durch die Verselbständigung des Verstandes
schleichen sich schädigende Selbstbezüge ein,
wie z.B. Selbstsucht, Selbstbefriedigung,
Selbstgefälligkeit, Selbstgerechtigkeit,
Selbstüberschätzung, Selbstzufriedenheit,
oder auch
Selbsttäuschung, Selbstmitleid,
Selbstanklage, Selbstverachtung.
Das heißt,
Stolz, Hochmut, Überheblichkeit,
Anmaßung, Zorn, Habsucht, Gier,
Minderwertigkeit, Trägheit, Neid,
etc. kommen aus dieser Wurzel.
Das Seelen-ICH richtet sich in einer
selbstgemachten Gefühls- und/oder
Verstandeswelt häuslich ein und pflegt
sich mit Träumen, Hoffnungen, Wünschen,
Vorstellungen, Erwartungen und Absichten.
Es genießt die Vorteile und die
Bequemlichkeiten dieser Welt,
erkennt aber auch
deren Grenzen und Begrenzungen,
deren scheinbare Fassade und Maske,
deren immanente Unfreiheit,
Abhängigkeit und Bindung.
Das Seelen-ICH hält fest, was es hat
und strebt nach Mehr und nach Besserem,
nach Lösung, Los-Lösung und Auf-Lösung.
Es steht sich selbst im Wege.
Ich stehe mir selbst im Wege.
Mein Selbst, mein ICH, sehen mir,
meinem eigentlichen „Ich“ im Wege.
Not-wendige Erkenntnis wird durch
irreale Bewusstseinsverschiebung
verhindert. Aber die Schwierigkeiten
des täglichen Seins weisen den Weg.
Das unabhängige Gewissen weist
auf den rechten Weg.
Ein Bewusstseinssprung ist not-wendig.
Was ist der Sinn des Lebens?
Liegt er in den Sinnen?
Liegt er in der Seele,
dem zartbesaiteten Seelchen?
Besinnung ist nötig.
Eine neue Sinngebung ist nötig.
Eine neue Gesinnung ist nötig.
Die Lösung liegt in der
Lösung vom Seelen-ICH.
Die Lösung liegt in der Überwindung
der beiden Grund-ICH’s.
Die Lösung liegt in der Entdeckung
eines höheren Bewusstseins;
in der Offenbarung eines liebevollen
und selbstlosen ICH,
in der Findung des höheren,
unabhängigen Geist-ICH.
Ich bin mehr, als mein altes ICH.
Es gibt mehr, als ‚mir’ und ‚mich’.
Es dreht sich nicht alles um mein EGO.
Ich bin ein wichtiger Teil von einem
übergeordneten Ganzen.
Was mich wirklich ausmacht ist
mein göttliches Wesen, das sich durch
meinen Geist (Spirit) ausgedrückt
und surch ihn sichtbar wird.
Das zarte Geist-ICH kann nur stark sein,
wenn mein starkes Seelen-ICH schwach
wird.
Im Geist-ICH sehe ich nicht subjektiv
aus mir heraus, sondern ich sehe mir
von außen objektiv zu.
Dabei erkenne ich Dinge, für die ich
vorher blind war, blind sein musste.
Ich schaue in Ecken, in denen ich
vorher gekauert hatte.
Ich höre Stimmen, für die ich vorher
taub war.
Ich erkenne die Wärme und Weitsicht
meines Herzens und die Tragweite
meiner Verantwortung.
Aus meinem Gewissen erwächst eine
Beziehung zum Guten, zu Gott.
Aus der Beziehung mit Gott wachsen
Vertrauen, Erkenntnis und Weisheit.
Gedachtes wird real, Unvorstellbares
vorstellbar.
Die irritierenden Informationen der Sinne
und der Seele werden abgelöst
durch die Möglichkeit
des bisher Unmöglichen, Ungedachten,
durch Vertrauen in das Unlogische
und Unfassbare,
durch Vertrauen zum Unbewussten,
Übernatürlichen, Spirituellen,
durch bauen auf Inspiration,
Intuition und Spontaneität.
Das Geist-ICH ist erweckt;
die Verbindung zu Gottes Heiligem Geist
ist geschaltet; der Fluss seines Wollens
und Wirkens ist hergestellt; die Quelle
des Unerschöpflichen ist geöffnet und
gutes Denken, Sprechen und Tun fließt
in Liebe aus uns heraus.
Wir sind jetzt andere Menschen,
neue Menschen; neu geboren
in einem anderen ICH,
in einem anderen Geist,
in einem göttlichen Geist,
durch die Erlösung Jesu,
durch seine Errettung,
Befreiung und Heilung.
In diesem Geist bin ich nun
vollmächtig befreit,
um in Jesu Namen
für Gottes Kinder
Göttliches zu tun.
In diesem Geist erkenne ich,
dass ich ein Teil von
Jesus Christus bin
und er ein Teil in mir.
In diesem Geist weiß ich,
dass alles durch Gott geschieht,
zu unserem Besten;
dass alles zu seiner Ehre geschieht,
zu unserer Freude;
dass alles aus seiner Gnade geschieht,
zur Gemeinschaft mit ihm!
Dazu aus der Bibel:
Apg 2:18 Allen Männern und Frauen, die
mir dienen, will ich meinen Geist geben,
und sie werden in meinem Auftrag reden.
Joh 3:5 – 6 Aber Jesus wiederholte nur:
«Eine andere Möglichkeit gibt es nicht:
Wer nicht umkehrt und durch Gottes Geist
neu geboren wird, kann nicht in Gottes
Reich kommen! Ein Mensch kann immer
nur menschliches, vergängliches Leben
zeugen; aber der Geist Gottes gibt das
neue, das ewige Leben.
Joh 4:24 Doch es kommt die Zeit, ja sie
ist schon da, in der die Menschen Gott
überall anbeten können; wichtig ist allein,
dass sie von Gottes Geist und seiner
Wahrheit erfüllt sind. Von diesen Menschen
will Gott angebetet werden. Denn Gott ist
Geist. Und wer Gott anbeten will, muss
seinen Geist haben und in seiner Wahrheit
leben.»
Joh 6:63 Gottes Geist allein schafft Leben.
Ihr selber könnt es nicht. Die Worte aber,
die ich euch gesagt habe, sind aus Gottes
Geist; deshalb bringen sie euch das Leben.
Joh 14:16 – 17 Dann werde ich den Vater
bitten, dass er an meiner Stelle jemanden
zu euch senden soll, der euch helfen wird
und euch nie verlässt. Dies ist der Geist
der Wahrheit. Die Welt kann ihn nicht
aufnehmen, denn sie ist blind für ihn und
erkennt ihn deshalb nicht. Aber ihr kennt
ihn, denn er lebt schon jetzt bei euch,
und einmal wird er in euch sein.
Joh 16:13 Wenn aber der Geist der
Wahrheit kommt, werdet ihr die Wahrheit
vollständig erfassen. Denn er redet nicht
in seinem eigenen Auftrag, sondern gibt
nur das weiter, was ihm gesagt wurde.
Auch was in Zukunft auf euch wartet,
wird er euch verkündigen.
