Und niemand sagt, dass es Liebe ist

 

Da wird ein Kind unter Schmerzen geboren

und die Mutter fühlt sich einsam, verloren;

Sie wechselt die Windeln, sie füttert und wacht,

sie verzichtet auf Ruhe so manche Nacht.

Sie denkt nicht an sich, denn es ist wie es ist,

und niemand sagt, dass es Liebe ist.

 

Da lächelt ein Fremder und gibt mir die Hand

ohne Worte, einfach so, in einem fernen Land;

Ich weiß nicht warum und muss es nicht wissen,

denn Freundlichkeit ist ein sanftes Ruhekissen.

Ich denke nicht nach, denn es ist wie es ist,

und niemand merkt, dass es Liebe ist.

 

Da weint ein Alter um den Tod seiner Frau

und sein Himmel ist schwarz und sein Herz ganz grau;

Er kann es nicht fassen, er will es nicht seh’n,

was ihr wiederfahren und ihr ist geschehen.

Er denkt nicht an sich, denn es ist wie es ist,

und niemand weiß, dass es Liebe ist.

 

Da fällt mir ein großer Stein vom Herzen

und ich werde frei zu Lachen und Scherzen;

Ich vergesse die Dunkelheit, sehe das Licht,

mein Leben erhält ein ganz and’res Gewicht.

Ich denke nicht weiter, denn es ist wie es ist,

und niemand sagt, dass Gott Liebe ist.

 

 

 

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