Unzufriedenheit (Spr 19,3)
„Sich der Unzufriedenheit hinzugeben, ist Dummheit und des Menschen Dummheit verdirbt seinen Weg, und alsdann murrt sein Herz wider den Herrn.“ (Spr 19,3)
Hallo Du,
murren, klagen, schimpfen, hadern
und grollen sind nicht etwa harmlos
oder normal, sondern der Einstieg
in die Sünde der Unzufriedenheit.
Sie sind ein Auflehnen gegen das Gebot
der Liebe; der Liebe für den Nächsten und
vor allem der Liebe zu sich selbst.
Sie verhindern, dass sich die Fähigkeiten
des Menschen entwickeln.
Sie beschmutzen die eigene Seele.
Sie öffnen der Unzufriedenheit die Tür.
In deren Gefolge schleichen sich andere
Sünden ein, zu den nahen Verwandten
der Unzufriedenheit gehören:
Undank, Neid und Selbstsucht.
Ich bin undankbar gegenüber dem,
was Gott mir mitgegeben hat
und ich bin unzufrieden mit mir selbst.
Ich möchte mehr haben oder sein
und ich bin neidisch auf andere,
die vermeintlich das haben,
was ich gerne hätte.
Ich bin innerlich unausgeglichen,
befinde mich mit den Gegebenheiten
nicht im Einklang und wünsche mir
eine Veränderung der Umstände.
Unzufriedenheit vertreibt
den inneren Frieden
und ersetzt ihn durch Unruhe,
Selbstzweifel und Selbstkritik,
durch Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit
und Ohnmacht, durch Hemmung
und Rückzug, bis hin zur Depression
oder auch durch Verletztheit,
durch Ironie und Verbitterung,
durch Anschuldigung, Auflehnung
und Trotz, bis hin zur Aggression.
Unzufriedene Menschen sind
brummig, griesgrämig oder missmutig;
sie sind muffig, mürrisch, sauer,
verdrießlich, verdrossen oder verhärmt.
Die Liebe geht verloren.
Die Freude geht verloren.
Die Dankbarkeit geht verloren.
Die Gelassenheit ist verloren –
und noch so manches mehr.
Woher kommt diese Unzufriedenheit?
Sie kommt immer aus
der eigenen Einstellung zum Leben;
Aus dem Anspruch,
es besser haben zu wollen,
aus Erwartungen an das Leben
und die Mitmenschen,
aus der Vorstellung, wie es
wunschgemäß sein könnte und sollte,
aus der Haltung, welche Rolle und
Bedeutung ich dabei haben müsste.
Sie entsteht aus dem Gefühl
und setzt sich in den Gedanken fest.
Sie entsteht aus einem Mangel
an Beachtung und Würdigung.
Sie entsteht aus Enttäuschung
und Frustration.
Das, womit Du Dich beschäftigst,
wirst Du haben.
Das, was du denkst und sagst,
wirst du bekommen.
Die Fokussierung auf eine Sache
macht sie groß und wichtig
und verankert sie fest
in Deinem Unterbewusstsein.
Sie konzentriert Dich darauf
und schränkt Dein Handeln ein.
Sie nimmt Deine Gedanken gefangen
und lässt sie um diese Sache kreisen.
Du säst Unkraut in Deine Hinwendung,
Genügsamkeit und Zufriedenheit.
Du verliest die Souveränität über
Deine Wünsche und Dich.
Du verlierst das rechte Maß
für Deinen Lebensrahmen.
Alles hat eine Ursache.
Jede Ursache hat ihre Auswirkungen.
Was bedrückt Dich?
Was belastet Dich?
Was stimmt in Deinem Leben nicht?
Fühlst Du Dich überfordert,
gefangen und ausgenutzt?
Bist Du mit Dir selbst nicht zufrieden?
Kritisierst Du Dich oft selbst
und machst Dich schlecht?
Sehnst Du Dich nach Freude,
Gelassenheit und Ruhe
und haderst mit Deinem Schicksal?
In Deiner Unzufriedenheit
kritisierst Du vielleicht auch Gott,
weil er Dich so erschaffen hat, wie Du bist;
weil er Dein Dir unverständliches Wesen
erschaffen hat, das Du nicht liebst,
annimmst und auch nicht nutzt;
das Du nicht einsetzt
und im Leben wirken lässt.
Du willst mit dem Kopf
und bewirkst nicht mit dem Herzen.
Du vertraust nicht Gott,
sondern mehr
Deinen Gefühlen und Ängsten.
Du willst das Neue
und hängst doch stark am Alten.
Lasse Dich doch nicht von
Situationen oder Umständen
verwirren und beeinflussen,
sondern lebe aus einem
festem Gottvertrauen heraus.
Alles ist zeitgemäß gut
und alles wird besser.
Prüfe, was Du durch eine positive
Grundeinstellung in Dir verändern kannst.
Spreche Deine Hoffnungen
und Erwartungen an andere offen an
und lasse sie mitüberlegen,
was sie dazu beitragen können,
um Dich zu entlasten,
um Dich wieder glücklich zu machen.
Richte Dein Augenmerk
weg von Dir selbst
und hin zu denen,
die Du magst und liebst.
Diene ihnen in Demut und Liebe
und lasse sie Dich liebevoll unterstützen.
Sehe nicht so sehr
Deine Belastung und Deinen Unfrieden,
sondern richte Dein Augenmerk
auf die vielen kleinen Freuden,
die immer vorhanden sind,
die aber oft nicht hinreichend
beachtet werden.
Erfreue Dich daran
und sei dankbar dafür,
dann wirst Du immer mehr Freude
und Frieden in Deinem Leben finden.
Sehe Deinen Einsatz nicht als Last,
sondern als liebevolle Investition
in die Zukunft, als Möglichkeit,
Deine Liebe zu zeigen und zu geben.
Nur indem Du Deine Liebe fließen lässt,
kannst Du gesund und tatkräftig bleiben.
Fresse nichts in Dich hinein.
Unzufriedenheit führt zu Undank.
zu Verbitterung und Neid,
zu Disziplinlosigkeit und Zwietracht.
Versage Dir, Negatives zu denken.
Versage Dir jegliche
Selbstkritik und Selbstbeschmutzung.
Zufriedenheit dagegen
führt zu Freude und Freundlichkeit,
zu Dankbarkeit, Heiterkeit,
Gelassenheit und Güte.
Singe und lobe,
lache und freue Dich am Leben.
Du hast nur das Eine.
Setze es für Gott ein.
Sehe das Positive und tue es.
Du darfst und solltest befriedigt,
froh, fröhlich und glücklich sein.
Auch wenn wir es nicht erkennen
können oder einsehen wollen:
Alles ist für uns so richtig,
wie es gerade ist.
Wir können daraus erkennen, wo wir
in unserer Entwicklung gerade stehen.
Manches kann und wird sich ändern,
wenn Du Dich änderst.
Andere müssen sich nicht verändern!
Sie verändern sich sowieso nur,
wenn sie es selbst wollen.
Alles ist im Fluss.
Alles hängt mit allem zusammen.
Bedenke:
Du musst nie das tun,
was Du nicht tun willst.
Du solltest aber oft das tun,
wozu die Liebe Dich drängt.
Betone nicht das,
was Du beseitigen willst,
sondern hebe bewusst
das Positive hervor,
was Du erreichen möchtest.
Sehe es in Dich und in andere hinein!
Spreche es Dir und anderen zu!
Ermutige Dich und andere dazu!
Du hast es bereits,
es ist nur noch nicht freigesetzt!
Es lohnt sich nicht,
auch nur den geringsten Blick
auf ein Problem zu werfen,
das Du nicht ändern kannst,
oder auf ein Ereignis, das bereits
unabänderlich geschehen ist.
Manches muss man einfach akzeptieren.
Manches kann man beim
nächsten Mal besser machen.
Bibelverse dazu:
„Bei allem, was ihr tut, hütet euch
vor unzufriedenem Murren und
misstrauischen Zweifeln.“ (Phil 2,14)
„Besser eine Hand voll Ruhe, als beide
Hände voll Mühsal und Haschen nach
dem Wind.“ (Pred 4,6)
„Seid nicht hinter dem Geld her,
sondern zufrieden mit dem, was ihr habt.
Denn Gott hat uns versprochen:
Niemals werde ich euch verlassen.
Ich werde für euch sorgen, dass es
euch an nichts fehlt!“ (Hebr 13,5)
Denkt immer daran:
„ Jeder ist reich, der an Gott glaubt
und mit dem zufrieden ist, was er hat.“
(1.Tim 6,6)
„Darum rate ich euch:
Lasst euer Leben vom Heiligen Geist
bestimmen. Wenn er euch führt, werdet
ihr allen selbstsüchtigen Wünschen
und Verlockungen widerstehen können.
Denn, selbstsüchtig wie wir sind, wollen
wir immer das Gegenteil von dem, was
Gottes Geist will. Doch der Geist Gottes
duldet unseren Egoismus nicht. Beide
kämpfen gegeneinander, so dass ihr nicht
ungehindert tun könnt, was ihr wollt.“
(Gal 5,16 )
