… als würden die Fluten mich mitreißen und fortspülen
Hallo Du,
oh Gott, ich sitze mal wieder tief in der Patsche.
Meine Gegner verspotten mich – und auch dich.
Nichts ist ihnen heilig, nur ihre eigenen Ziele,
ihr eigenes Denken und Wollen.
Lieblos und rücksichtslos gehen sie vor.
Mir ist, als würden die Fluten des Bösen
mich mitreißen und fortspülen.
Mir ist, als würde ich bald in den wilden Wassern versinken.
Einst ging ich Menschen voran und führte sie zu dir.
Da konnte ich noch jubeln und danken.
Nun aber bin ich mutlos und traurig. Bist du noch bei mir?
Ich rufe dich an: „Warum hast du mich verlassen
und warum muss alles so dunkel um mich sein
und ich unter der Gewalt meiner Feinde leiden?
Ihr Spott ist trifft mich wie eine tödliche Wunde.
Höhnisch fragen sie: Wo ist denn nun dein Gott?“
Oh Gott, wie sie dich beleidigen und mich demütigen.
Lasse ich mich von meinem ängstlichen Denken bestimmen?
Ja, ich stecke in Schwierigkeiten, aber ich bin gewiss,
dass ich nicht fortgespült werde oder untergehe,
denn ich hoffe auf dich!
Du bist der, der mich in der Vergangenheit bewahrt hat
und der es auch jetzt tun wird.
Du bist der, der mir immer wieder Hoffnung schenkt,
Kraft zum Durchhalten gibt und Lösungswege zeigt.
Du bist der, der um mich herum und in mir
Veränderung bewirkt.
Ich muss nicht auf meine Gefühle hören
und ich muss ihnen auch nicht glauben,
denn ich habe dein Wort und deine Zusagen.
Ich muss mich nicht sorgen,
denn ich darf meine Sorgen in deine Hände legen.
Ich brauche mich nicht zu ängstigen,
denn ich habe dich, meinen Vater,
der liebend zu mir steht.
Dir traue ich mich immer wieder an.
Dir traue ich zu, dass du meine Probleme beseitigst
und mich zu neuer Dankbarkeit führst.
Weil ich dich habe, muss ich mich nicht ängstigen.
Du bestellst mein Haus und richtest meine
traurige Seele wieder auf.
Du demütigst meine Feinde,
damit sie ihr eigenes Unrecht erkennen
und so lange darunter leiden,
bis sie es aufgeben.
Ich vertraue auf deine Gnade und Führung,
denn du bist mein Vater, mein Retter und mein Gott!
(nach Psalm 42)
