Als er sah, dass er geheilt worden war, …
Hallo Du,
immer wieder erleben wir Gutes,
das uns einfach so geschieht,
aber wir halten es oft für Zufall
und nehmen es als selbstverständlich an.
Vielleicht freuen wir uns darüber,
vielleicht fragen wir uns,
wie wir das gemacht haben
oder weshalb uns das geschehen ist,
doch meist erkennen wir die Gründe dafür nicht
und leben unser Leben wie bisher weiter.
Wenn uns etwas Gutes widerfährt,
wenn wir von etwas geheilt werden,
dann ist das kein Zufall
und auch nicht selbstverständlich!
Es gibt eine Ursache und einen Grund dafür.
Da gibt es jemanden, dem unser Wohl am Herzen liegt
und der uns so sehr liebt, dass er sich,
trotz unserer Unkenntnis und Selbstbezogenheit,
(immer mal wieder) in unserem Leben zeigt,
damit wir ihn kennenlernen.
Als einer der zehn Aussätzigen unterwegs plötzlich sah,
dass er geheilt worden war, kehrte er zu Jesus um,
dankte ihm und pries Gott mit lauter Stimme. (Lk 17, 15)
Was war geschehen?
Aussätzige waren unrein und damit vom Kontakt
mit Gesunden ausgeschlossen.
Sie hätten die anderen anstecken können.
Deshalb mussten sie jeden Kontakt meiden
und sich schon von weitem als unrein
und krank kenntlich machen.
Hier hatten sich mehrere Aussätzige zusammengetan,
um dennoch Gemeinschaft zu haben,
doch viel lieber wollten sie wieder gesund sein
und zu ihren Familien zurückkehren.
Deshalb riefen sie Jesus zu:
Jesus, Herr, erbarme dich unser!
Und Jesus hatte Erbarmen.
Er sagte ihnen:
Geht hin und lasst euch von den Priestern untersuchen.
Was hätten wir da getan?
Wahrscheinlich hätten wir unsere Haut
angesehen und festgestellt,
dass sich nichts verändert hat.
Wir hätten Jesus dann als Spinner abgetan
und wären kopfschüttelnd, krank weitergegangen.
Sie aber taten einfach, was er sagte.
Sie gingen los, ohne dass bereits irgendetwas
passiert war und gerade deswegen passierte es.
Unterwegs wurden sie gesund.
Eigentlich könnte der Bericht hier enden,
doch einer von ihnen kam sich sehr schäbig vor,
ohne Dank weiterzugehen.
Ihm war es wichtiger, zu Jesus zurückzugehen
und ihm für das geschehene Gute zu danken
und Gott mit lauter Stimme für die Heilung zu preisen.
Er war der Einzige, der sich bei Jesus und bei Gott
bedankte, obwohl doch alle zehn geheilt worden waren.
Er war der Einzige, der das Besondere sah
und er konnte nicht anders, als laut und deutlich,
für alle hörbar, Gott die Ehre dafür zu geben
und sich dankbar vor Jesus niederzuwerfen.
Und für diesen Dankbaren hatte Jesus noch eine
Überraschung parat. Er wurde mit einer wichtigen
Botschaft zusätzlich belohnt.
Jesus sagte ihm, weshalb er geheilt wurde.
Die Undankbaren erfuhren das nicht und sie
konnten deshalb auch nicht wissen,
dass sich für sie, Gutes durch Gott wiederholen kann.
Jesus sagte ihm:
Geh hin, dein Glaube hat dich gerettet!
Es war dein Vertrauen in das, was ich dir sagte.
Du hast dich darauf verlassen, dass das geschieht,
was ich gesagt habe.
Du gingst, obwohl du noch nicht geheilt warst.
Du hattest Vertrauen zu mir.
Du tastest, was ich dir sagte,
obwohl du nicht wissen konntest, was geschehen wird.
Jesus sagte ihm indirekt:
Wenn du mir und meinen Worten blind vertraust,
dann wird immer geschehen, was ich zusage und
verspreche.
Wir müssen uns nicht bei Gott bedanken,
aber wenn wir es tun, dann wissen wir, dass er uns
Gutes getan hat. Gott freut sich, dass wir ihn im
geschehenen Guten gesehen und gefunden haben,
es ihm zuschreiben und ihn dafür ehren.
Er freut sich über unseren Dank, weil wir damit
mit ihm in Gemeinschaft kommen.
Nur im Kontakt mit ihm, kann er uns mehr von
sich und seiner Güte zeigen.
Viele erleben Gutes und sind Gott dafür nicht dankbar.
Sie wissen wohl nicht, wer sie letztlich beschenkt.
Sie freuen sich über das, was ihnen geschehen ist
und nennen es ‚Zufall’, doch so wird der sie
wahrscheinlich nicht sehr oft treffen.
